RATGEBER

7 Tipps gegen die Hitze

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Nie kann man es den Menschen recht machen. Im Winter wollen sie auswandern, der Frühling ist zu kalt und der Herbst zu nass. Selbst der Sommer ist mittlerweile vielen zu heiß. Irgendwas ist ja immer.

Aber wir geben zu, es gibt Grenzen. Spätestens, wenn die Temperaturen tagelang jenseits der 30 Grad bleiben, solltet ihr euch unsere Tipps für eine kühlere Wohnung merken. Bei dieser Hitze hat selbst der Sommer Schattenseiten – und genau gegen die könnt ihr euch wappnen!

1. Kühlende Seide und leichte Stoffe

Am Tag kann man der Hitze noch mit einem Sprung in den See entfliehen. In der Nacht ist das schwieriger. Das sonst so gemütliche Bett staut die Hitze im Sommer unerbittlich. Der Pyjama sollte dann möglichst knapp ausfallen und auch eine Sommerdecke bietet sich an. Bei der Bettwäsche ist Seide das Material der Wahl: Sie leitet die Wärme schneller nach außen und hat so einen kühlenden Effekt. Auch Vorhänge aus leichten Stoffen sind eine gute Wahl: Sie schützen vor Sonnenstrahlen, lassen die Luft aber angenehm zirkulieren.

Perfekt für heiße Sommernächte: Bettwäsche aus Seide

2. Endlich mal so richtig die Seele baumeln lassen

Noch mehr Abkühlung verschafft ihr euch mit einer Hängematte. Matratze und Bettdecke stauen zwangsläufig die Wärme. Erst die freischwebende Variante verspricht eine rundum erfrischende Luftzirkulation, während ihr in Morpheus’ Armen von kühlenden Sommergewittern träumt. Achtet auf eine feste Wandbefestigung und angenehme Stoffe für einen luftigen Schlaf. Stabhängematten halten die Liegefläche in Form und schmiegen sich nicht so eng an den Körper. Ein Pluspunkt bei Hitze!

Für Pärchen gibt es auch große Hängematten. Aber ehrlich gesagt ist Kuscheln nichts für heiße Sommernächte. Stichwort Körperwärme. Einer der wenigen Fälle, wenn menschliche Nähe wirklich fehl am Platz ist.

3. Klamotten ins Kühlfach legen

Wenn es selbst im Adamskostüm – also nackt – zu warm ist, dann hilft nur Kleidung aus der Tiefkühltruhe. Egal ob T-Shirt oder Jeans, ein paar Minuten im Eisfach machen daraus einen maßgeschneiderten Kühlanzug. Am besten packt ihr die Klamotten vorher in Gefrierbeutel, damit sie im Kühlfach keine ungewollten Gerüche annehmen. Es sei denn, ihr wollt gerne nach Fertigpizza oder Fischstäbchen duften. Tipp für die ganz Hartgesottenen: Auch Unterwäsche lässt sich wunderbar in tragbare Coolpacks umwandeln.

 

4. Bringt frischen Wind in eure Wohnung

Ventilatoren sind die energiesparende Alternative zu Klimaanlagen. Und sie sehen auch besser aus. Am Fenster und in Türrahmen bringen sie die träge Luft in Bewegung. Auch Deckenventilatoren sind eine Überlegung wert, wenn sie nicht zu sehr nach Westernsalon oder Billigmotel aussehen.

Eine Schale mit Eiswürfeln oder gefrorene Wasserflaschen vor den Rotorblättern verstärken den Effekt. Die Brise wird durch die Kälte deutlich frischer und angenehmer. Mit kühler Luft und dem leisen Surren im Hintergrund übersteht ihr auch die heißesten Sommernächte.

 

5. Licht aus!

Es klingt banal, aber unterschätzt sie nicht: die Wärme, die von Glühlampen ausgeht. Selbst die energiesparenden Modelle von heute wandeln ein gewisses Maß an Strom in Hitze um. Also verzichtet auf Licht, wo es nur geht. Da es im Sommer sowieso lange hell bleibt, sollte das kein großes Problem darstellen. Und wenn ihr schon dabei seid: Auch Netzteile und im Grunde jedes elektrische Gerät produzieren Wärme. Sind sie nicht im Gebrauch, dann zieht den Stecker.

Wer braucht schon Lampenlicht, wenn man große Fenster und viel Sonne hat?

6. Mit Farben coole Effekte erzielen

Sommer ist, was in deinem Kopf passiert. Und genau dort könnt ihr ansetzen, um euch abzukühlen. Rot, Orange und Gelb sind zwar sommerliche Farben, aber sie lassen uns Räume wärmer wahrnehmen, als sie sind. Farben haben psychologische Effekte. Besonders euer Hitzeempfinden könnt ihr damit steuern.

Also probiert es mit kalten Blau- und Grüntönen in eurer Wohnung für eine im wahrsten Sinne coole Atmosphäre. Auch Pastellfarben wirken frisch. Wer nicht gleich alles neu streichen möchte, legt sich Wohntextilien zu, zum Beispiel in Türkis oder Aquamarin: Duschvorhänge, Sofabezüge oder (leichte!) Teppiche bringen nicht nur ein kühles Ambiente, sondern auch gleich frische Farben in die Wohnung.

Farben wie Blau, Grün und Türkis kühlen den Raum optisch runter

7. Kalte Küche

Es gibt einen Grund, warum wir im Sommer weniger Appetit haben. Magen und Darm benötigen für die Verdauung eine Menge Energie und Flüssigkeit. Beides ist an heißen Tagen eher Mangelware . Denn trotz bekannter Empfehlungen trinken wir an schweißtreibenden Sommertagen oft zu wenig. Leichte Speisen, Obst und Salate sind daher unsere Favoriten in der Hitze. Sie liefern dem Körper wichtiges Wasser und entziehen ihm weniger Energie als deftige oder schwer verdauliche Gerichte.

Ganz abgesehen davon verwandeln glühende Öfen und heiße Herdplatten jede Küche in eine finnische Sauna. Dann doch lieber kalte Küche. Die kann man auch viel besser in den Picknickkorb packen und auf der passenden Decke im Park genießen. Getränkeempfehlung : egal, Hauptsache eisgekühlt!

Was gibt es bei schönem Wetter besseres als mit einem Picknickkorb Lunch oder Dinner nach draußen zu verlagern?