Tipps & Ideen

Arbeitszimmer einrichten – 8 clevere Tipps

Ob eigenes Arbeitszimmer oder der Arbeitsplatz im Wohn- oder Schlafzimmer – dein Homeoffice sollte ein kreativer und ruhiger Ort sein, an dem du dich zurückziehen, konzentrieren und wohlfühlen kannst.

Auf welchem Stuhl sitze ich bequem, bei welcher Beleuchtung kommen mir die besten Ideen, welcher Schreibtisch ist der richtige für mich? Hier kommen unsere 8 cleveren Tipps, wie du dein Arbeitszimmer einrichtest und es im Handumdrehen zum inspirativen Arbeitsplatz in deinem Zuhause verwandelst.

 

1. Welcher Schreibtisch ist der richtige?

Mit dem richtigen Schreibtisch, abgestimmt auf deine Größe und Bedürfnisse, arbeitet es sich gleich besser

Die Hauptrolle im Arbeitszimmer spielt zweifelsohne der Schreibtisch. Ob das Verfassen von E-Mails, Entwerfen kreativer Konzepte, Ausstellen von Überweisungen oder das Sortieren unserer Post – hier finden verschiedenste Prozesse statt, sowohl von privater als auch beruflicher Natur.

 

 

Was sollte ich vor dem Kauf eines Schreibtischs beachten?

Aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeiten am Schreibtisch ist es umso wichtiger, dass der Schreibtisch optimal zu dir und deinen Bedürfnissen passt. Schaue also vor dem Kauf zunächst, wie viel Raum dir zur Verfügung steht und welche Kriterien dein Schreibtisch erfüllen sollte. Beispielsweise benötigst du weniger Platz, wenn du ausschließlich mit dem Laptop arbeitest. Hast du ein eigenes Arbeitszimmer? Dann darf der Schreibtisch ruhig groß ausfallen – bei einer Arbeitsecke in Wohn-, Schlafzimmer oder gar Flur empfehlen sich eher kleinere Modelle.

Für alle, die ihren Schreibtisch vorrangig als Computertisch nutzen und schon vor dem Einrichten des Arbeitsplatzes von bösem Kabelsalat träumen, ist ein Schreibtisch mit Kabeldurchführungen die beste Lösung. Vorinstallierte Dockingstationen, Steckdosen oder Fächer/Halterungen für deinen Tower sind ebenfalls von Vorteil.

 

Kabeldurchführungen am Schreibtisch sorgen für Ordnung am Arbeitsplatz

 

Ergonomische Tipps

Verbringst du viel Zeit am Schreibtisch und/oder leidest häufig unter Rückenproblemen? Dann solltest du in jedem Fall auf einen ergonomischen, höhenverstellbaren Schreibtisch setzen.

Im besten Fall sollte die Tischplatte 80 cm Platz zu beiden Seiten messen. Da der optimale Sehabstand zum PC je nach Sehkraft zwischen 50–80 cm variiert, ist ein Schreibtisch mit einer Tiefe von mind. 60 cm optimal. Je nach Körpergröße wird eine Schreibtischhöhe von 68 cm (bei einer Körpergröße von 1,65 m) oder 78 cm (bei einer Körpergröße von 1,80 m) empfohlen.

Außerdem wichtig: Beinfreiheit. Dein neuer Schreibtisch sollte also genügend Platz für deine Beine bieten, sodass du bequem sitzen und ungehindert die Beinposition wechseln kannst. Eine ideale Sitzhaltung nimmst du ein, wenn deine Unterarme locker und waagerecht auf der Schreibtischplatte liegen und zu deinen Oberarmen einen rechten Winkel bilden.

 

Wo platziere ich meinen Schreibtisch?

Generell wird empfohlen, den Schreibtisch im besten Fall seitlich zum Fenster zu stellen. So sorgst du für ausreichend natürliches Licht. Ein Schreibtisch mit dem Rücken zum Fenster hat schlechtere Sehverhältnisse am Bildschirm und somit müde, überanstrengte Augen zur Folge. Blendet das Tageslicht zu sehr, schaffen transparente Vorhänge Abhilfe.

 

2. Welcher Schreibtischstuhl ist optimal zum Arbeiten?

Die zweite Hauptrolle im Büro nimmt der Schreibtischstuhl ein. Hier zählt vor allem eines: Ein Schreibtischstuhl sollte bequem sein, weshalb insbesondere ergonomische, gepolsterte Schreibtischstühle empfehlenswert sind.

Für alle, die viel am Schreibtisch sitzen, unterstützen ergonomische Bürostühle die Gesundheit der Wirbelsäule

 

Auf die richtige Haltung achten

Sitzt du lange am Schreibtisch, solltest du dich auf jeden Fall für einen ergonomischen Bürostuhl entscheiden, um deinen Rücken zu entlasten. Dieser ist individuell verstellbar und passt sich deiner Sitzposition an.

Die gesündeste Haltung nimmst du ein, indem du deine nebeneinander stehenden Füße locker unter die Tischplatte stellst und sich deine Ober- und Unterschenkel in einem 90-Grad-Winkel zueinander befinden. Aber beachte: Ein Schreibtischstuhl mit Kippfunktion braucht mehr Platz, du solltest also ausreichend Fläche haben (man rechnet mit 80 cm Platz hinter dem Schreibtischstuhl).

 

 

 

3. Welche Lampen eignen sich am besten für den Arbeitsplatz?

Außerdem wichtig im Büro: die richtige Beleuchtung. Hell und blendfrei sollten die Lichtverhältnisse sein, um ein augenschonendes Arbeiten zu garantieren. Optimal ist die Kombination von viel Tageslicht, dezentem Umgebungslicht (z. B. durch eine Stehlampe oder Deckenleuchte) und blendfreiem Licht einer Schreibtischlampe. So sorgst du für weiche Kontraste, wodurch das Auge weniger belastet und deine Motivation sogar angekurbelt wird. Inbesondere kaltweißem Licht wird eine aktivierende Wirkung nachgesagt.

Eine zu dunkle Umgebung hingegen oder ein zu kräftiger Hell-Dunkel-Kontrast auf der Schreibtischoberfläche fordert eine höhere Anpassungsleistung der Augen, überlastet diese und sorgt so für Kopfschmerzen und eine niedrigere Konzentrationsfähigkeit.

Mit der richtigen Beleuchtung entlastest du deine Augen und arbeitest effektiver

Welche Schreibtischlampen sind empfehlenswert?

Für effektives Arbeiten sind vor allem Schreibtischleuchten mit einem schwenkbaren Arm und drehbaren Kopf geeignet, um den Lichtkegel flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen und punktgenau ausrichten zu können. Diese sogenannte Zonenbeleuchtung schont die Augen, indem Gegenstände, Bilder, Texte besser zu sehen sind.

Welche Leuchtmittel sind am besten geeignet?

Als Leuchtmittel werden in erster Linie LED-Leuchten verwendet; die sind besonders energiesparend und langlebig. Ähnlich geeignet sind Halogen- oder Energiesparlampen für Schreibtischleuchten. Als Richtwert für ein blendfreies Licht geht man von 500 LUX sowie einer kaltweißen Lichtfarbe (4.000–5.000 Kelvin) aus.

Wo platziere ich meine Schreibtischleuchte?

Damit das Licht während der Arbeit nicht blendet, empfiehlt es sich, deinen Schreibtisch seitlich zu beleuchten. So vermeidest du die sogenannte Reflexblendung. Für das Arbeiten mit dem Computer platzierst du deine Schreibtischlampe also am besten seitlich hinter den Bildschirm und drehst den Kopf der Leuchte leicht von dir weg.

Good to know: Rechtshänder sollten ihre Schreibtischleuchte links, Linkshänder rechts von sich platzieren, um einen störenden Schattenwurf durch die Hände zu vermeiden.

 

 

 

4. Wie schaffe ich mehr Stauraum im Arbeitszimmer?

Eines ist klar: Ein gut sortiertes Homeoffice sorgt für effizientes, strukturiertes Arbeiten und somit für gute Laune. Bevor du dein Arbeitszimmer mit Aufbewahrungsmöbeln einrichtest, überlege dir am besten, welche Unterlagen du immer schnell griffbereit haben musst, welche Materialien du nur gelegentlich benötigst und welche Dinge selten verwendet werden.

Ob Container, Regale, Highboards oder Aktenschränke – Stauraum darf im Arbeitszimmer nicht fehlen

Für alles, das du immer schnell zur Hand haben musst, eignen sich Rollcontainer mit Schubladen sowie Briefablagen hervorragend. Ein Regal bietet Platz für diverse Akten und Bücher, die du gelegentlich brauchst. Aufbewahrungsboxen oder Körbe im Regal schaffen außerdem Ordnung unter anfallendem Kleinkram. Alle Dokumente oder Akten, die du selten sichten musst, sind in einem Akten- oder Rolloschrank gut verstaut.

Ergonomischer Tipp: Experten raten, Regale ein paar Meter vom Schreibtisch entfernt zu platzieren, um etwas mehr Bewegung in den ja meist sehr sitzlastigen Büroalltag zu bringen.

Für einen guten Überblick sorgen außerdem Eckschreibtische – hier kannst du Computer auf der einen Seite, wichtige Dokumente auf der anderen Seite sortieren. Kleine Schubladenelemente auf dem Schreibtisch ordnen außerdem die übliche Kleinkramsammlung.

 

 

5. Welche Farben sind fürs Arbeitszimmer optimal?

Mit den richtigen Farben in deinem Homeoffice arbeitet es sich fast von allein

Jeder Farbe wird eine spezifische Wirkung zugeschrieben. Daher sollten wir uns auch im Arbeitszimmer über die farbliche Einrichtung Gedanken machen. Beginnen wir mit der Wandgestaltung: Wichtig ist, dass keine zu grellen Farben wie beispielsweise kräftiges Rot gewählt werden; die lenken zu sehr vom Wesentlichen ab. Ebenso wird von zu dunklen Farben abgeraten: Sie irritieren das Auge und strengen unser Gehirn mit überflüssigen Farbimpulsen an.

Besser sind helle, gedeckte Töne wie ein ruhiges Weiß, sanfte Cremefarben wie Beige oder auch pastellige Töne wie zartes Gelb, Rosa oder Orange. So sorgst du für schön viel Helligkeit am Arbeitsplatz und damit auch für mehr Entspannung und Konzentration.

Gleiches gilt für deine Möbel. Hier solltest du ebenfalls auf gedeckte Farben wie Weiß, Braun, Beige oder Grau setzen. Für dein Arbeitszimmer eignen sich vor allem helle oder gedeckte Grün- und Blautöne, da sie nachweislich besonders beruhigend, vitalisierend und konzentrationsfördernd wirken.

 

 

6. Wie dekoriere ich mein Arbeitszimmer?

Damit du dich während der Arbeit wohlfühlst, darf die passende Dekoration im Arbeitszimmer nicht fehlen. Da für Wand und Möbel eine eher neutralere Farbgebung empfohlen wird, kannst du mit der richtigen Deko ein paar schöne Farbtupfer im Raum einziehen lassen.

Absolute Must-haves am Arbeitsplatz sind natürlich Accessoires wie Stifthalter, Notizblock, Büroklammerhalter und der Papierkorb. Um alle Termine und Ideen im Blick zu haben, eignet sich ein schickes Memoboard an der Wand.

 

Dekoration am Arbeitsplatz ist wichtig, um positive Energie zu tanken

Zu den praktischen Utensilien dürfen bzw. sollten sich dekorative Accessoires gesellen, um maximales Wohlgefühl zu garantieren. Wichtig ist nur, den Überblick zu behalten, platziere also lieber wenige ausgewählte Accessoires und stelle den Raum nicht zu voll – das raubt dir jegliche Konzentration. Schöne Urlaubmitbringseln oder Fotos deiner Liebsten verleihen deinem Arbeitszimmer nicht nur eine persönliche Note, sondern bringst obendrein noch positive Energie in den Arbeitsalltag.

Immer hübsch anzusehen und obendrein noch gesund sind Pflanzen in jeglicher Art. Sie verbessern nachweislich das Raumklima und sorgen für herrlich natürliches Ambiente am Arbeitsplatz. Apropos Natur: Mit viel Holz sorgst du ebenfalls für ein gesundes Raumklima und eine ruhige Atmosphäre. Hierfür reichen schon kleine Dekofiguren- oder teller aus Holz.

Wichtig ist natürlich auch die schöpferische Denkerpause – kreiere dir in deinem Arbeitszimmer (wenn genug Platz vorhanden) am besten eine gemütliche Leseecke mit Sessel, Beistelltisch, Blümchen, Stehlampe und ZeitschriftenhalterKissen, Kuscheldecke und ein schicker Teppich dazu, fertig. So kannst du einfach mal tief durchatmen und den Kopf freikriegen.
 

 

7. Wie richte ich ein kleines Arbeitszimmer ein?

Wenn dein Arbeitszimmer klein ausfällt, können clevere Einrichtungstipps für klare Gedanken sorgen. Gleiches gilt für alle, die keinen separaten Raum fürs Homeoffice haben. In diesem Fall geht man am besten auf Nischenjagd: Ob eine Ecke im Wohnzimmer oder am Einbauschrank im Schlafzimmer, hier finden sich schnell Plätze mit Potential zur kreativen Werkstätte.
 

Ein schicker Sekretär ist besonders platzsparend für den kleinen Arbeitsplatz

Oberstes Credo fürs kleine Arbeitszimmer: Platz sparen und Ordnung halten! Halte den Raum also so frei wie möglich und richte ihn mit einer minimalen Anzahl an Möbeln ein. Wie wäre es als Alternative zum Schreibtisch mit einem stilvollen und platzsparenden Sekretär?

Mit Regalen, Körben und Aufbewahrungsboxen sorgst du auf kleinem Raum für jede Menge Ordnung. Wenige Deko-Elemente wie Fotos, Pflanzen oder Vasen bringen gute Laune an den Arbeitsplatz, lassen aber gleichzeitig Platz für kreatives Denken.

Außerdem wichtig: Schaffe dir Weite im Raum. Das funktioniert am besten mit viel hellen Farben, (wenn möglich) der Nähe zum Fenster sowie einem dekorativen Wandspiegel, der nicht nur optisch für mehr Weite sorgt, sondern auch das Tageslicht wunderbar reflektiert und noch mehr Helligkeit in den Raum bringt.

 

8. Wie richte ich mein Arbeitszimmer nach Feng Shui ein?

Im Arbeitszimmer zählen vor allem zwei Aspekte: Konzentration und Kreativität. Umso wichtiger ist es also, eine ruhige und inspirative Atmosphäre am Arbeitsplatz zu schaffen – Grund genug, sich für die Einrichtung deines Arbeitszimmers Rat und Tat aus der chinesischen Harmonielehre Feng Shui heranzuziehen.

 

Viel Natur und Ordnung bestimmen das Bild eines perfekten Feng Shui-Arbeitszimmers

Um dein Arbeitszimmer nach Feng Shui einzurichten, haben wir hier fünf wertvolle Tipps für dich:

Ordnung und Platz: Ordnung, Sauberkeit und viel Freiraum sind wichtig, damit das Chi ungehindert fließen kann.

Viel Licht, Luft und Natur: Mit einzelnen Lichtinseln, wie sie im Feng Shui genannt werden, sorgst du für eine Extraportion Harmonie, da Licht unsere Lebensenergie besonders gut fließen lässt. Regelmäßiges Lüften und viel Natur durch Grünpflanzen und Blumen sind außerdem absolute Must-haves in der Feng Shui-Lehre.

Den Sitzplatz richtig ausrichtenLaut Feng Shui sollten wir unseren Sitzmöbeln – und das betrifft auch Sofas und Sessel im Wohn- und Schlafzimmer – eine schützende Wand in den Rücken stellen, um alles im Blick zu haben. Dabei muss es sich nicht unbedingt um eine Zimmerwand handeln, auch ein Raumteiler oder gar Pflanzen können den Schutz gewährleisten.

Stabiler Schreibtisch: Ein robuster Schreibtisch aus Holz gilt im Feng Shui als besonders geeignet. So bringst du nicht nur ein Stück Natur ins Arbeitszimmer, sondern lässt das Chi auch deutlich besser fließen als beispielsweise ein Glastisch – hier sagt man, dass die kostbare Energie durch die Glasplatte verschwindet.

Die richtigen Farben, Materialien und Formen: Farben wie Grün und Blau eignen sich hervorragend fürs Büro, da sie das kreative Arbeiten fördern und beruhigend wirken. Auch erdige Farben wie sanftes Gelb, Braun oder Beige strahlen Ruhe aus. Möbel und Accessoires aus natürlichen Materialien wie Massivholz, Rattan oder Metall, sowie Möbel und Accessoires in geschwungenen Formen sorgen für einen guten Chi-Fluss.