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Galerie: Bilder richtig aufhängen

Wandbilder sind ein einfaches wie wirkungsvolles Mittel, deinem Zimmer ein neues Erscheinungsbild zu verpassen. Doch nicht nur das Motiv selbst, auch die Art und Weise, wie du sie aufhängst, trägt zur Raumwirkung bei. Ob klassisch, locker verspielt oder einer Systematik folgend – du hast viele Möglichkeiten. Wir stellen dir ein paar Ideen für die perfekte Anordnung vor.

 Bilder richtig aufhängen – so geht’s:

Deine Freunde beim Bilderaufhängen sind deine Wasserwaage, viel Augen- oder ein Metermaß und ggf. eine Rolle Kreppband, mit der du Hilfslinien an der Wand markierst. Statt drauflos zu werkeln und gleich den ersten Nagel in die Wand zu schlagen, kannst du die Bilder erst einmal auf dem Boden anordnen und selbst vorher sehen, wie sie miteinander harmonieren, besonders wenn du eine richtige Galerie anbringen willst. Richtige Vorplanung lohnt sich definitiv!

Einzelhängung

 

 

Hier steht ein Bild im Fokus und bekommt einen Ehrenplatz, etwa über der Couch oder an einer Seitenwand. Um das Bild herum sollte viel freie Wandfläche sein, damit es richtig gut wirkt. So zieht es alle Blicke ohne Ablenkung auf sich.

Geeignet für: Großformatige Lieblingsbilder

Bilderreihe

 

 

Bei zwei oder drei Bildern hast du nicht viele Möglichkeiten einer Anordnung – am besten hängst du sie in einer geraden Reihe auf. Achte aber darauf, dass sie eine gemeinsame Linie teilen – entweder Ober- bzw. Unterkante oder eine gemeinsame Mittelachse. Für das Auge wirkt eine Dreier-Kombination bzw. eine ungerade Anzahl von Bilder übrigens stimmiger und harmonischer.
Ein Sonderfall ist ein mehrteiliges Bild (z.B. das Triptychon), das von vornherein für die Reihe gestaltet wurde und dessen Teile in engem Abstand aufgehängt werden sollen.

Geeignet für: Mittelgroße Bilder von ähnlicher Größe und ähnlichem Stil

Kantenhängung

 

 

Bring deine Bilder auf Linie! Die Kantenhängung ist eine Erweiterung der Reihe. Hier platzierst du deine Bilder entlang einer gedachten (horizontalen oder senkrechten) Mittellinie in zwei Reihen. Bei Bildern unterschiedlicher Rahmengröße ergibt das einen sehr dekorativen Effekt. Achte darauf, den Abstand zur zentralen Linie (welche du beim Aufhängen z.B. mit Kreppband markieren kannst) konstant zu halten, ebenso wie die seitlichen Abstände der Bilder zueinander.

Geeignet für: Kleine bis mittelgroße Bilder gleicher oder unterschiedlicher Formate

 

Rasterhängung

 

 

Die Bilder hängen in einer streng symmetrischen Anordnung, z.B. einer 2 x 4, 3 x 3 oder 4 x 3-Matrix. Damit das gut wirkt, sollten die Abstände zwischen den Bildern genau gleich sein – es bedarf also etwas Rechnerei und Maßarbeit. Sehr wirkungsvoll ist diese Anordnung für Bilderserien oder zumindest Bilder eines einheitlichen Stils.

Geeignet für: Bilder derselben Größe, der gleichen Rahmung und im selben Format

Inside the lines

 

 

Bei dieser Hängung werden die Bilder in einem gedachten Rahmen angeordnet, etwa einem Viereck, Kreis, Oval oder gar Dreieck. Ansonsten darf es hier wild durcheinander zugehen, auf Einheitlichkeit oder gleiche Abstände musst du weniger achten. Hier ist Vielfalt erwünscht.

Geeignet für: Kleinere und verschieden große Bilder unterschiedlichen Formats

Geordnetes Chaos

 

Beim Gestalten muss ja nicht immer alles einem starren Schema folgen. Arrangiere deine Bilder in einer bunten Anordnung ohne Raster. Allerdings wirkt es harmonischer, wenn die Bilder ein verbindendes Element haben: Rahmenfarbe, Stil der Motive, Passepartout oder verwandte Farben – darin könnte das vermeintliche Chaos durch einen roten Faden zusammengeführt werden.

Geeignet für: alle Formate und Bildarten

Petersburger Hängung

 

 

Mehr ist mehr – so lautete einst das Motto der Adeligen, die ihren Reichtum zur Schau zu stellen wussten. Der Name der Petersburger Hängung, auch als “Salonhängung” bekannt, geht zurück auf die St. Petersburger Eremitage, wo Bild an Bild im goldenen Rahmen hing und der Betrachter von der schieren Menge regelrecht erschlagen wurde. Wie beim Vorbild hängen hier bei dieser Anordnung Bilder dicht an dicht bis zur Decke hinauf – je mehr, desto wirkungsvoller. Das einzelne Bild tritt zugunsten der Gesamtwirkung zurück. Hier ist schließlich Klotzen angesagt!

Geeignet für: sehr große Bildersammlungen

Bilderleiste

 

 

Es müssen nicht immer Nägel sein. Auf einer Bilderleiste stellst du deine Bilder einfach lässig angelehnt an die Wand – gegebenenfalls ist noch Platz für zusätzliche Dekoartikel. Das wirkt sehr cool und kreativ. Der Vorteil: Du kannst öfter mal neue Bilder und Motive aufstellen und so ganz einfach einen frischen Look einziehen lassen.

Geeignet für: bunte Mischungen