Weihnachten

Christmas Eve mit Sarah & Frank – Teil 2

Sarah hat die restlichen Geschenke, festliches Papier, Schleifen, Aufkleber und Geschenkanhänger auf Bett und Boden verteilt, nun sitzt sie auf dem gemütlichen Schaffell-Teppich vor dem Bett und sucht hektisch nach einem Umschlag, als Frank dazu kommt:
„Meine kleine Chaos-Queen! Wie immer müssen die Geschenke auf dem Boden eingepackt werden!“ „Ja, Schatz, so fällt nichts herunter.“
„Komm, ich helf’ dir. Weißt du schon, wo der Kaschmirschal für meine Mutter ist?“
„Nein. Ich such auch noch den Gutschein für Peer, für die Ballonfahrt …“
„Der ist in deinem schicken weißen Nachttischchen in der rechten Schublade.“
„Wirklich? Super, den hätt’ ich jetzt nicht so schnell gefunden. Fehlt nur noch der Kaschmirschal für deine Mutter.“
„Zuletzt war er hier im Schrank bei den anderen Geschenken, da ist er aber nicht mehr …“
Während Frank sucht, schmückt Sarah die restlichen Geschenke liebevoll mit roten Filzsternen.
„Sag mal, wo steckt eigentlich Minou?“, fällt ihr dabei plötzlich ein.
„Miezmiezmiez … wo ist mein kleines Raubtier?“, lockt sie. „Du hast doch bestimmt schon wieder Hunger …“
„Mau“, klingt es aus dem Flurschrank, ein wenig kläglich und entrüstet, dann vorwurfsvoller: „Mauhauuuu!“
„Jaa, ist ja gut, bin ja schon da. Hast dich wieder wo versteckt und findest nicht raus, was?“

 

Skandinavische Muster und das warme Rot verleihen dem Schlafzimmer ein weihnachtliches Ambiente

Sarah öffnet die Tür des Schrankes nur einen Spalt breit, da kommt das kleine Fellknäuel schon herausgesprungen, im Schlepptau ein langes Stück roter Wollstoff …
„Was hast du denn da …?“
Das lange Stück Stoff sieht verdächtig nach etwas recht Edlem aus.
„Du liebe Zeit! Frank! Minou hat sich den Kaschmirschal geschnappt!“
„Ups.“ Frank steckt den Kopf aus der Schlafzimmertür. „Hoffentlich kann man ihn noch retten … das war ein teures Stück … Lass mal sehen …“ Sarah reicht ihm den Schal zögerlich mit missmutiger Miene.
„Ooh, Minou hat ihn zerfleddert …“
„Ach herrjeh! Tatsächlich … Deine Mutter wird mal wieder not-very-amused sein … Dabei sollte es doch friedlich und harmonisch werden. Was machen wir denn nun?“
„Tja, bleibt mir nichts anderes übrig, als den Schal als Gutschein für einen neuen zu verschenken. Sonst hab ich kein Geschenk für sie …“
„Und 100€ waren für die Katz!“
„Ja eben, genau für die!“
Ein Klingeln an der Tür unterbricht die beiden in ihren Überlegungen. Peer steht vor der Tür! Gut gelaunt und gut aussehend, mit einem Korb voller Geschenke.
„Na, ihr beiden, schon total im Stress?“
„Allerdings …“ murmelt Sarah, umarmt ihn freudig und erzählt ihm das Malheur.
„Naja, dann gibt es wenigstens noch andere Gesprächsthemen als Anita und mich …“ zuckt Peer mit den Schultern.
„Nichts da! Es gibt keine Konflikte“, unterbricht ihn seine Schwester.
„Frohe Weihnachten!“ tönt eine dunkle Frauenstimme aus dem Hausflur und Anita steht plötzlich mit der kleinen Lilli in der Tür.
„Anita …“, dreht Peer sich um „… du hast dich sehr verändert …“, entfährt es ihm und er lässt unwillkürlich seinen Blick an ihr von oben nach unten schweifen.
„Dich erkennt man aber auch kaum wieder … Du …“ Doch die kleine Lilli unterbricht die beiden und stürzt sich ihrem Vater glückselig an den Hals …

Der Heilige Abend bei Sarah und Frank verspricht turbulent zu werden. Anita und Peer – werden sie sich streiten? Was sagt Franks anspruchsvolle Mutter zu ihrem unbrauchbaren Kaschmirschal? Lest weiter im 3. Teil!

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