RATGEBER

Eins, zwei, drei: Eis!

Eiscreme in all ihren Varianten ist DAS Sommer-Dessert. Das Schöne: Für jeden Geschmack findet sich etwas. Ob sahnig-süß oder fruchtig-herb, mit Stückchen oder ohne, du kannst nach Herzenslust entscheiden. Erst recht, wenn du dein Eis selber machst.

Habt ihr Eis schon einmal selber gemacht? Mit diesen Helfern gelingt es euch kinderleicht! Das passende Rezept mit fruchtiger Mango haben wir hier:

Fruchtig-sahniges Mangoeis

Mangoeis

Zutaten für 4-5 Kugeln:

150 ml Milch
200 g Sahne
100 Gramm pürierte Mango
½ Zitrone 
4 mittelgroße Eigelb
90 g Zucker

Zuerst pürierst du eine Mango, sodass du 100 g Fruchtmus erhälst. Hierzu fügst du den Abrieb einer halben Zitrone hinzu um die Süße etwas abzuschwächen. Wenn du weniger süße Früchte wie Erdbeeren oder Kiwis verwendest, kannst du diesen Schritt weglassen.

Dann kochst du Milch und Sahne kurz auf und lässt die Masse dann abkühlen.

Parallel bereitest du ein heißes Wasserbad vor. Jetzt verrührst du Zucker und Eigelb in einer Schüssel mit einem flachen Schneebesen (2 + 3).

Dann rührst du die abgekühlte, aber nicht kalte Sahnemilch unter die Eigelb-Zucker-Mischung (4).

Setze die Milch-Ei-Mischung jetzt auf das Wasserbad. Die Schüssel sollte aber nicht das heiße Wasser berühren. Dann die Masse mit einem flachen Schneebesen ca. zehn Minuten cremig schlagen (5).

Zum Abkühlen stellst du das Ganze dann etwa acht Minuten in ein Eisbad und rührst hier weiter um (6). Anschließend gibst du das Mangopüree zu der Mischung hinzu und verrührst alles (7).

Danach stellst du alles zum Durchkühlen für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Anschließend kommt die Masse zur Weiterverarbeitung entweder in deine Eismaschine oder ins Gefrierfach. Plane hierfür etwa ein Stunde ein. Bei der zweiten Variante musst regelmäßig kräftig durchrühren, damit das Eis nicht kristallisiert.

Zum Schluss gilt wie immer: Das Auge isst mit! Dekoriere deine selbstgemachte Eiscreme mit Sahne, Waffeln, Früchten, Schokolinsen, Streuseln oder essbaren Blüten. Denn aus einem schönen Eisbecher schmeckt die selbst gemachte Eiscreme nämlich gleich doppelt so gut (8).

 Eis ist nicht gleich Eis

Den Unterschied machen zunächst einmal die Zutaten: Da wäre einmal das klassische Wassereis, das du aus Getränken wie Cola oder Saft einfach im Eisfach zaubern kannst. Dagegen besteht Cremeeis, wie du es aus der Eisdiele kennst, zur Hälfte aus Milch und enthält 90g Eigelb pro Liter.

Milcheis enthält sogar noch mehr Milch und wird mit Fruchtmark oder Aromen verfeinert. Sahneeis oder auch Softeis ist besonders cremig muss mindestens 60% Sahne enthalten, um seinem Namen alle Ehre zu machen.

Fruchteis besteht zu einem Fünftel aus Frucht, außer es handelt sich um saure Sorten wie Zitrone oder Orange: Dann reichen auch 10% Fruchtanteil.

Leckeres Schokoeis mit hohem Kakaoanteil

Parfait, auch Halbgefrorenes genannt, enthält viel Sahne und Ei und muss nicht gerührt werden. Das heißt auch: Hier brauchst du keine Eismaschine. Da es sehr gehaltvoll ist, verträgt es kräftige Noten wie Zimt, Kaffee oder Vanille gut und bringt durch seinen hohen Fettanteil jede Geschmacksnote zur vollen Geltung.

Sorbet verzichtet genau wie die Granité auf Milchprodukte und besteht aus Fruchtsaft, Früchten und Zuckersirup. Der Unterschied zwischen beiden ist die Konsistenz: Sorbet ist cremig wie Eiscreme. Hier empfiehlt sich auch der Einsatz einer Eismaschine.

Granité, eine sizilianische Eisspezialität, verzichtet dagegen neben der Milch auch auf Sirup und wird nach dem Gefrieren in seine Portionsbecher geschabt.

Sogenanntes Halbgefrorenes aus Erdbeeren

Werde zum Eismacher

Es sind aber nicht die Zutaten allein, die entscheiden, was für eine Sorte Eis später im Eisbecher landet. Die Grundregel ist: Je cremiger die gewünschte Konsistenz, desto mehr muss gerührt werden.

Bist du ein Wassereis-Fan, reichen dir schon eine Eiswürfelform, Stiele und Geduld. Etwas cremiger und ähnlich einfach ist gefrorener Joghurt oder Quark, zum Beispiel in Form von Fruchtzwergen, in die man einen Stiel versenkt. Mindestens vier Stunden im Gefrierfach verwandeln jede Flüssigkeit in eine eiskalte Erfrischung.

Bei der Zubereitung ohne Eismaschine muss vor allem kräftig gerührt werden

Ein toller Helfer für Eis-am-Stiel-Fans ist ein Blitz-Eisbereiter. Die Grundform des Geräts muss dabei mindestens 24 Stunden im Gefrierfach liegen. Dann kann jederzeit ein sogenannter Popsicle aus allerhand Grundstoffen gefroren werden: Säfte, Joghurt, gesüßter Kaffee, Kakao und Frucht-Smoothies werden innerhalb weniger Minuten zu leckerem Eis.

Dabei sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt: Du kannst gefülltes Eis oder Eis, das aus verschiedenen Schichten besteht, herstellen. Auch kannst du mit dünnen Fruchtscheiben als miteingefrorener Deko experimentieren.

Wer es cremig und sahnig mag, wird nicht darum herum kommen, entweder viel und kräftig zu rühren oder sich eine Eismaschine anzuschaffen. Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied: den Kompressor. Maschinen ohne Kompressor sind zwar günstiger, das Eismachen hat aber eine längere Vorlaufzeit, da der Becher, in dem gerührt wird, zuvor in den Gefrierschrank muss. Bei Maschinen mit Kompressor kann direkt losgelegt werden, da diese ihre Form eben selber kühlen.

Sahniges Fruchteis