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Teppiche im Ethno-Look

Teppich ist nicht gleich Teppich. Damit du dich in der Welt der exotischen Bodenbeläge sicher bewegen kannst und am Ende wirklich das bekommst, was dir am besten gefällt, stellen wir dir hier die wichtigsten Typen vor und zeigen dir, wie sie am besten zu kombinieren sind. Grundsätzlich gilt, ein Teppich im Ethno-Look lässt sich sehr gut in fast jedes Zuhause integrieren – vor allem, wenn er ein besonderes Stück ist. Dabei kann er nicht nur den Boden schmücken, sondern auch als Wandbehang ein optischer Höhepunkt sein.

Versprühen einen Hauch Exotik: Ethno-Teppiche

Der Perser

Der Klassiker unter den exotischen Teppichen kommt aus dem heutigen Iran und Afghanistan. Perser werden gerne Vintage verkauft und gekauft. Neue Modelle werden heutzutage vor allem maschinell produziert, wobei es aber auch noch handgeknüpfte Perserteppiche gibt. Diese sind dann aber entsprechend teuer. Perserteppiche sind eng mit der persischen Kultur verknüpft und wohl das wichtigste Kunsthandwerk der Region.

Tausendundeine Nacht kombiniert mit modernen Möbeln

Ein Trend ist es, alte Perser-Teppiche optisch aufzuwerten, indem man sie neu färben, bleichen oder gar rasieren lässt. Ob klassisch oder neu aufbereitet – sie passen sich ihrer Umgebung problemlos an. Solltest du dich für ein traditionelles Modell entscheiden, kombiniere es am besten mit modernen Möbeln. Bist du eher klassisch-rustikal mit schweren Holzmöbeln eingerichtet, wähle lieber einen modern aufbereiten Teppich in einer Knallfarbe. Der Kontrast verleiht in beiden Fällen Gemütlichkeit und wirkt dennoch frisch.

Der Kelim

Herkunftsgebiete der von Nomaden traditionell auf Webstühlen gewebten Teppiche sind vor allem Anatolien, das Kaukasusgebiet und Persien. Die Webtechnik wird übrigens auch für die Herstellung von Zelten, Taschen und Kissen verwendet.

Die kurzflorigen Teppiche sind oft von bunten, geometrischen Mustern geschmückt

Materialtechnisch ist die Palette breit: Die Materialen der Teppiche ohne Flor reichen von Baumwolle über Schafswolle und Ziegenhaar bis hin zu Seide. Dabei hängt der Preis vom gewählten Material wie auch dem Alter des Teppichs ab. Antike Kelims können bis zu 100 Jahre alt sein.

Die Teppiche zeichnen sich durch farbenfrohe geometrische Muster aus, die von einfachen Rauten bis zu figürlichen Motiven reichen können. Es sind meist traditionelle Muster, an denen ein Kenner auch die Herkunft des Kelims bestimmen kann.

Kelims passen am besten in ein modern oder gar futuristisch eingerichtetes Zuhause. Am besten kombinierst du sie mit passenden Accessoires wie Kissen in ähnlichen Mustern oder Farben. Wenn du gern mit deiner Einrichtung experimentierst, kannst du deinen Kelim auch als Tischdecke einsetzen und so ein absolutes Highlight setzen.

Der Beni Ouarain

Der marokkanische Beni Ouarain ist nach einem nomadischen Berberstamm benannt, der ihn traditionell webt und im Atlasgebirge heimisch ist. Die Teppiche sind aus unbehandelter Wolle gewebt, cremeweiß und mit braunen, grauen oder schwarzen geometrischen Mustern, meist Rauten, dekoriert. Sie zeichnen sich durch dieses minimalistische Muster und eine angenehm weiche Textur aus.

Sehen richtig edel aus: Die Hochflor-Teppiche namens Beni Ouarain

Dieser Teppich ist die perfekte Wahl für alle, die es eher schlicht mögen. Wenn du den skandinavischen Stil liebst, ist der Beni Ouarain perfekt für dich. Er lässt sich wunderbar mit allen Naturmaterialien kombinieren. Durch seine schlichte Erscheinung kannst du ihn sehr gut mit anderen Teppichen wie dem Boucheroite oder dem Azilal ergänzen, die im Stil zwar ähnlich, aber farbenfroher sind. Einzelne nordafrikanische Accessoires wie Beistelltische oder Pendelleuchten im Ethno-Stil können die Wirkung des Teppichs noch unterstreichen.

Der Boucheroite

Auch der Boucheroite kommt aus Marokko und wird von Berberstämmen angefertigt. Im Gegensatz zum Beni Ouarain wird der Boucheroite allerdings nicht aus Wolle, sondern aus Stoffresten aller Art hergestellt. Das macht ihn nicht nur farbenfroh, sondern auch sehr einfach zu pflegen: Der Flickenteppich kann einfach in die Waschmaschine geworfen werden, sollte er einmal schmutzig werden. Die Musterung variiert von geometrisch-schlicht bis abstrakt-bunt.

Der Flickenteppich haucht alten Kleiderfetzen wieder neues Leben ein

Den pflegeleichten Teppich kannst du wunderbar mit modernen Möbeln zum Erstrahlen bringen. Besonders schön ist, wenn du noch andere Accessoires wie Kissen, Decken oder Wanddekoration passend zu dem Teppich abstimmst. In einem leicht exotischen Ambiente wirkt er nämlich am besten. Durch seine Eigenschaften – waschbar und bunt – eignet sich der Teppich übrigens sehr gut fürs Kinderzimmer.

Der Azilal

Herkunftsgebiet ist wie beim Beni Ouarain das Atlasgebirge in Marokko. Die Frauen des gleichnamigen Berberstamms weben die Teppiche traditionell für den Heimgebrauch aus einer Mischung aus unbehandelter Wolle und gefärbten Synthetik-Fasern. Die Muster sind wild und abstrakt, manchmal auch minimalistisch-geometrisch und immer farbenfroh. Optisch liegen sie zwischen dem bunten Boucheroite und dem puristischen Beni Ouarain.

Der farbenfrohe Berberteppich ist das absolute Highlight eines jeden Raums

Durch seine minimalistisch-knallige Optik passt der Azilal perfekt zu Retro-Möbeln. Die geradlinigen Formen der Möbel und eine leicht kitschige Stoffwahl bei den Polstern greifen den Kontrast des Azilals auf und ergeben so mit dem Teppich ein schönes Zusammenspiel. Hier kannst du auch toll mit Farbpaletten spielen und mit dem Teppich die Farben der Möbel und Accessoires aufgreifen.