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Himmlische Himmelbetten

Welches kleine Mädchen hat nicht schon einmal davon geträumt, in einem märchenhaften Himmelbett zu schlafen? Umgeben von geschnitzten Holzpfosten und schweren Samtvorhängen? Ganz so wie eine Prinzessin eben. Diese Art von Bett hat einfach eine magische Anziehungskraft.

Das klassische Himmelbett

Das klassische Himmelbett unterscheidet sich vom normalen Bett durch seine vier verlängerten Eckpfosten, die meistens mit einem Kranz verbunden sind. Der sogenannte „Himmel“ , der bei der Bespannung des Himmels entsteht, wurde ursprünglich Baldachin genannt. Oftmals wurden Kostbarkeiten wie Schmuck in diesem Baldachin versteckt.

 

Daher kommt auch der heute noch gebräuchliche Ausdruck „etwas auf die hohe Kante legen“. Bei der ursprünglichen Variante befinden sich Vorhänge oder Schals an den Seiten. In heißen Ländern wie Spanien oder Südafrika findet man oftmals Mückennetze anstatt der schweren Stoffe, die im wahrsten Sinne des Wortes zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Mücken abhalten und wahnsinnig romantisch wirken.

 

 

Klassisch meets Modern: Massive Holzpfosten umrahmen das Bettgestell im modernen Landhausstil

 Der Ursprung

Seinen Ursprung hat das Himmelbett im Mittelalter. Tagsüber wurden die schweren Samt- und Brokatstoffe die das Bett bei Nacht umhüllten zusammen gebunden und das Bett konnte als Sitzgelegenheit genutzt werden.

 

In der Nacht schützten die Vorhänge die Intimität sowie vor Kälte, da die mittelalterlichen Zimmer nur zum Teil oder meist gar nicht beheizt waren. Dadurch bildete man einen sogenannten Alkoven und konnte somit die Wärme im Inneren des Bettes halten.

 

Inmitten des 13. Jahrhunderts wurden die himmlischen Himmelbetten immer luxuriöser. Die Stoffe wurden feiner und wer es sich leisten konnte verzierte die Holzpfosten mit Schnitzereien. Ein Himmelbett war eine kostspielige Angelegenheit weswegen es der oberen Schicht vorbehalten war.

 

 

Das Himmelbett ist dank der Materialwahl aus Pappelholz besonders leicht

 Das Himmelbett heute

Heutzutage ist das Himmelbett zwar immer noch eine Ausnahme im Schlafzimmer, aber für jeden zu haben. Von erschwinglich und schlich bis zu luxuriös und extravagant: Dem Einfallsreichtum ist beim Design des Himmelbettes keine Grenzen gesetzt. Wer es lieber sachlich und schnörkellos mag, der kann nach einem Bett mit nacktem Gestänge, ganz ohne schwere Stoffe suchen.

 

Wer es romantisch und verspielt bevorzugt, der behängt sich seinen Baldachin mit träumerischen Stoffen mit beispielsweise indischen Mustern und zaubert sich eine Szenerie wie aus 1001 Nacht.

 

Wobei mittlerweile die Beschaffung der Stoffe für die Ummantelung des Bettes gar nicht mehr die wichtigste Frage ist. Das Design der Bettpfosten spielt eine wesentlich größere Rolle.

 

Trend of the moment: Ethno-Chic meets Scandi-Look

 

 

 

 

Von filigran in hellem Holz bis bis hin zu schweren, breiten Pfosten aus Massivholz haben wir hier bereits alles gesehen. Oftmals werden die Betten dann nur noch mit einem leichten Stoff, wie weißem Leinen umzogen und legen somit den Fokus auf das Bettgestell an sich.

 

Wichtig ist dass man dem Bett Platz zum Wirken gibt. Ein Himmelbett wirkt durch die Raumeinnahme in der Breite und auch noch in der Höhe extrem platzeinnehmend, weswegen es wichtig ist, sich vor der Auswahl des Gestells über den Schlafzimmerraum bewusst zu werden. Nach links und rechts sollte mindestens Platz für jeweils einen Nachttisch sein und die Deckenhöhe sollte einen Raum von ca. einem Meter zwischen Bett und Decke lassen.

 

Orientalische Nächte im indisch angehauchten Himmelbett Goa