RATGEBER

Kristins Kolumne – neu einrichten

In meiner Kolumne geht es ja vorrangig um eure Wohnfragen, die ihr mir unter magazin@home24.de zusenden könnt. Daneben möchte ich euch auch gern die Arbeit eines Innenarchitekten näherbringen.

Denkt man an diverse Einrichtungsshows, so wird der Innenarchitekt oft mit einem Dekorateur und Innenausstatter gleichgesetzt. Tatsächlich ist der dekorative Part unserer Arbeit oftmals geringer als in diesen Shows dargestellt. Doch spätestens wenn es an die Planung der Möbel und das Auswählen der Farben geht, wird es auch auf unseren Tischen bunt und wir fangen an in Materialien zu schwelgen.

Diese Materialien und Möbel stellen wir auf einem Moodboard zusammen, denn so eine Collage hilft den Überblick zu behalten, damit die Einrichtung später auch harmonisch und wie aus einem Guss wirkt. An einem Beispiel möchte ich dir heute zeigen, wie so ein Moodboard auch dir das Gestalten deiner Räume vereinfachen kann.

Los geht es!

Um dir nun einen Überblick zu verschaffen, fange am besten damit an alle deine Möbel, die du behalten möchtest, zu fotografieren und Bildmaterial von deinen neuen Möbeln zu sammeln. Eine Hartschaumplatte ist eine gute Unterlage für deine Zusammenstellung, denn aufgrund der Materialstärke und des relativ weichen Kerns der Platte kannst du hier nach Belieben pinnen, klemmen und kleben.

 

Natürlich ist so eine Materialcollage nicht in fünf Minuten erstellt. Eher ist es ein Prozess, der sich auch gern über Tage erstrecken kann. Immer neue Fundstücke und Schätze finden ihren Platz in der Collage und so baut sich nach und nach ein Potpourri aus Farben und Formen auf. Pinne am Anfang lieber zu viel, denn je mehr du dich mit dem Thema beschäftigst und je tiefer du hineintauchst, umso mehr werden sich dein Blick und deine Vorstellung fokussieren. So wirst du im Prozess ganz automatisch Bilder und Materialien entfernen oder neu hinzufügen. Also keine Sorge, wenn am Anfang alles noch etwas bunt und chaotisch wirkt. Genau dafür sind diese Boards ja da – um Struktur und einen „roten Faden“ zu finden. Für manch einen ist aber genau diese leere Fläche am Anfang die größte Hürde. Mit ein paar Tricks jedoch verschwindet die Angst vor der noch leeren Arbeitsfläche:

 

Passt das zusammen?

Diese Frage kannst du ganz leicht beantworten, sobald deine Pinnwand mit allem, was du schon hast, gefüllt ist. Jetzt neue Möbel auszusuchen, die zu deinem bisherigen Stil passen, sollte also gar kein Problem mehr sein. Erstelle am besten für jeden Raum eine eigene Collage, so kommt nichts durcheinander. Ebenso kann es hilfreich sein, wenn du die Maße zu deinen jetzigen Möbeln notierst. Denn besonders wenn du ergänzende Möbel dazukaufen möchtest, kommt es manchmal ja doch auf den Zentimeter an. Wenn du nun also neue Möbel und Accessoires aussuchst, kannst du dich an deinen Moodboards orientieren, weißt genau, was an Möbeln fehlt, wie groß sie sein dürfen und in welcher Farbwelt du dich bewegen willst. Damit sind ärgerliche Fehlkäufe ab heute wohl passé.

 

Mit diesen Tipps bist du nun sicher schon ein ganz schönes Stück weiter mit deiner Planung. Welche Fragen ergeben sich für dich? Was ist dir unklar und wie kann ich dir helfen? Schreib mir dein Anliegen unter magazin@home24.de. Ich bin gespannt und freue mich schon auf deine Nachricht!