RATGEBER

Less is more – Minimalismus

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Weniger ist mehr! Das hat sich auch der Minimalismus auf die Fahnen geschrieben. Wir zeigen euch, wie ihr einen minimalistischen Look kreiert.

Mit dem Frühling befreien wir unsere Wohnungen vom Ballast der dunklen Jahreszeit und allem, was sich über die letzten Monate angesammelt hat. Es wird Zeit für Neues, Zeit den Minimalismus in die eigenen vier Wände zu holen: Indem wir uns auf ein Minimum reduzieren, schaffen wir Struktur und Klarheit. Und das wirkt sich auch positiv auf unseren Geist aus. Denn Ordnung im Außen führt zu Ruhe und Klarheit in uns.

Stauraum und Ordnung sind das A und O!

Minimalismus ist …

Seinen Ursprung hat der Minimalismus in der Architektur der 20er Jahre und geprägt ist er vor allem durch klare, geometrische Linien und den Verzicht auf dekorative Ausschmückungen. Auch bei der Inneneinrichtung ist weniger mehr: Klare, kubische Formen, glatte Oberflächen, zurückhaltende Farben, hochwertige Materialien, wenig Deko und eine funktionale Einrichtung sind typische Merkmale. Dabei gilt Qualität statt Quantität, da die gesamte Aufmerksamkeit auf wenige Möbelstücke fokussiert ist.

Unordnung, herumfliegende Zeitschriften und unnötiger Schnickschnack sind die Feinde des Minimalismus. Es ist wichtig, dass die Ordnung den Möbeln und dem Raum Platz zum (minimalistischen) „Wirken“ lässt.

Skandinavischer Minimalismus

Wie Minimalismus geht …

Einbauschränke und andere Möbel mit viel Stauraum unterstützen einen minimalistischen Look perfekt. Accessoires und Farben sollten wir eher sparsam einsetzen, um die aufgeräumte, klare Raumatmosphäre nicht mit zu vielen kleinen Details zu überfluten. Vor allem Frauen – die allein schon genetisch bedingt tüchtige Sammlerinnen sind – entwickeln oftmals die Eigenschaft, Krimskrams wie Duftkerzen, Vasen und kleine Schälchen in Bergen anzuhäufen. Für ein minimalistisches Zuhause sollten wir uns das lieber abgewöhnen.

Stattdessen gilt: Was nicht gebraucht wird, wird nicht gekauft. Aber nur die Ruhe, wir müssen auf Deko nicht komplett verzichten, da wenige, ausgewählte Stücke der cleanen Umgebung eine persönliche Note verleihen. So können EINE Kerze und EINE Vase meist aussagekräftiger sein als ein Tablett voll mit Windlichtern.

Lampen und Teppiche

Mit dem richtigen Einsatz von Lampen und Teppichen können wir zusätzliche Wärme erzeugen. Dabei ist eine Kombination aus direktem und indirektem Licht optimal. Mehrere kleine Lichtquellen machen ein minimalistisches Zuhause heimelig und gemütlich.

Lampen im Kupferlook eignen sich übrigens besonders gut um ein bisschen minimalistische Wärme und Gemütlichkeit zu verbreiten.

 

Bodentechnisch ist alles erlaubt. Ob sich der Teppich farblich in den Rest des Raums einfügt oder als Farbtupfer Highlights setzt – in jedem Fall verdeckt er nackte Böden und macht jeden Raum wohnlicher.

Wem sein Zuhause dann immer noch zu kühl wirkt, der kann mit Möbeln aus Holz einer zu sterilen Atmosphäre entgegenwirken. Extra Plus: Möbel mit sichtbarer Maserung bringen gleichzeitig Natürlichkeit ins Heim.

Holz verleiht dem Minimalismus Wärme

Accessoires und Bilder

Typisch minimalistische Accessoires sind großformatige Bilder und moderne Skulpturen. Figuren in edlem Silber und Chrom unterstreichen die kühle Eleganz und Unnahbarkeit der minimalistischen Einrichtung und runden den Look ab. Dagegen eignen sich farbige Teile perfekt, um das eher nüchterne Schwarz-Weiß-Grau-Farbspektrum des Minimalismus zu durchbrechen. Gezielte und sparsame Farbtupfer sind also durchaus erlaubt, denn sie nehmen dem Raum Strenge und lassen ihn weniger kühl wirken.

Wandbilder in Übergröße sind perfekte Eyecatcher!

Und auch Bilder an den Wänden können die Raumatmosphäre in eine wärmere Richtung lenken. Da wir im Minimalismus die Einfachheit der Dinge zelebrieren, zentrieren wir das Bild am besten auf einen Punkt an der Wand und lassen nach links und rechts viel Platz. Dadurch erhält es Luft zum Atmen und setzt einen klaren Fokus.
Apropos Wände: Nichts ist minimalistischer als weiße Wände. Aber sie sind kein Muss! Mit einem sanften Cremeton an den Wänden schaffen wir schon eine gewisse Grundgemütlichkeit, die auch ohne viele zusätzliche Accessoires auskommt.

Stillvoll dinieren im edlen Schwarz/Weiß-Look

Übrigens: Minimalismus bezieht sich nicht nur auf Architektur und Inneneinrichtung. Manche dehnen ihn auf alle Lebensbereiche aus. Bei ihnen heißt Minimalismus ein fast leerer Kleiderschrank, wenige Besitztümer, einfache, selbst gekochte Gerichte, lange Spaziergänge in der Natur, Zeit mit Freunden verbringen – kurz: die Konzentration auf das Wesentliche. Nur die Dinge machen, die einem Spaß machen und wichtig sind.