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Inspiration Bauhaus

2019 markiert das hundertjährige Gründungsjubiläum des Bauhaus. Was 1919 als Kunstschule in Weimar gegründet wurde, sollte sich in den folgenden Jahrzehnten als stehender Begriff für modernes Design etablieren. Wir verfolgen die Spuren, die das Schaffen der Bauhaus-Schüler und -Lehrer bis heute hinterlassen hat – auch in unserem Sortiment.

 

 

Die Wiege der Moderne

Während Design- und Kunsthistoriker nicht von einem Bauhausstil sprechen wollen, wirkten über die kurze Lebensdauer der Schule etliche Lehrer, die prägend für neue Strömungen wie Neue Sachlichkeit oder den Konstruktivismus wirkten. Namen wie Ludwig Mies van der Rohe oder Marcel Breuer sind Design-Aficionados sicher vertraut.

Der Gründer und erste Direktor des Bauhaus, Walter Gropius, verfolgte den Grundgedanken, die Trennung zwischen den schönen und den angewandten Künsten zu überwinden. In diesem Sinne lehnte er überbordende Verzierungen ohne praktischen Sinn ab. Er strebte Gegenstände und Architektur an, die gleichzeitig funktional und ästhetisch sind. Dafür müsse erst die Funktion, dann die Form berücksichtigt werden – ein Gedanke, der heute als Leitsatz „Form follows function“ bekannt ist. Ein weiteres Ziel war, Design zur seriellen Reproduktion zu entwerfen, die in dieser Zeit immer wichtiger wurde.

Mehr über die Geschichte des Bauhaus erfährst du hier:

 

 

Das macht den Bauhaus-Look aus

 

Möbel in modernen Formen und Materialien gehen auf Bauhaus-Lehren zurück

Elegant entworfene und auf die Grundfunktion reduzierte Objekte sollten also Einzug in den Alltag halten. Der frei schwingende Stuhl aus Stahlrohr, an dem Mart Stam, Mies van der Rohe und Marcel Breuer arbeiteten, die runde Tischlampe WG24 von Wilhelm Wagenfeld oder Josef Albers’ “Nesting Tables” sind ein paar Beispiele für die praktische Umsetzung des Ansatzes, die in Folge zu Designikonen wurde.

Man muss nochmal festhalten, dass in den Werkstätten und Ateliers eine ganze Menge Stücke sehr unterschiedlicher Natur entstanden, da das Bauhaus in erster Linie eine Ausbildungsstätte war und selbst nicht den Anspruch verfolgte, einen Stil zu definieren. Dennoch haben sich ein paar Merkmale etabliert, die unser Bild von dem, was „Bauhaus ist“, bis heute prägen:

▸ Reduktion auf geometrische Grundformen
▸ Einsatz von Materialien wie Metall und Glas
Elegante Formgebung des Gesamtbilds statt ornamentaler Verzierungen
Reduzierte Farbigkeit
▸ Beschränkung auf die Primärfarben Rot, Blau und Gelb (zurückgehend auf die Farbenlehre Wassily Kandinskys)

Bauhaus heute

Kunst wurde im Bauhaus neu gedacht

Heute bewegt sich die Interpretation des Bauhaus-Erbes zwischen sozialen Zweckbauten und hochwertigen Designerstücken. Für die Nachbauten oder gar Originale der Bauhaus-Möbel muss man tief in die Tasche greifen – eine leichte Ironie angesichts dessen, dass sich das Bauhaus Kunst für den Alltag auf die Fahnen geschrieben hatte. Dennoch kann jeder im Geiste des Bauhaus wohnen, denn die schlichte und funktionale Ästhetik sollte sich in der Architektur durchsetzen, und auch in Sachen Gebrauchsgegenstände wirkt das Erbe der Kunstschule bis heute fort. Der moderne Einrichtungsstil wäre ohne die Pionierarbeit der Bauhäusler nicht denkbar. So ist jeder Freischwingerstuhl ein Nachfahre von Stams „Kragstuhl“.

Auch die Schöpfer des Skandi-Designs wie etwa Alvar Aalto bezogen sich direkt auf die Grundideen, die Gropius und seine Nachfolger formuliert hatte und entwickelten die Bauhaus-Modelle mit nordischem Twist weiter.

Auch wenn das progressive Bauhaus unter dem Druck von nationalistischen Regierungen nicht länger existieren konnte als bis 1933 – im Design lebt es bis heute in aller Welt fort. Bis heute dient es als Inspiration für Architekten und Produktdesigner – und vielleicht ja auch für dein Zuhause?