Tipps & Ideen

In 3 Schritten von Skandi zu Japandi

Du bist schon lange ein Liebhaber des nordischen Stils und freust dich über das trendige Update aus Fernost? Mit nur einigen wenigen, aber äußerst effektiven Veränderungen hauchst du deinem Skandi-Wohnzimmer mit Japandi-Elementen neues Leben ein. Wir zeigen dir, wie’s geht!

 

 

1. Tausche Pastelle gegen Nudes

Japan und die skandinavischen Länder eint ihre Liebe zum Minimalismus. Beide Kulturen verfügen über ein ausgeprägtes Gespür dafür, einen Look aufs Wesentliche zu reduzieren, ohne ihn zu unterkühlen. Frische Pastellnuancen wie Mint und Rosé verleihen dem Skandi-Stil seine spielerische Fröhlichkeit. Bei Japandi ergibt sich die Farbpalette aus der harmonischen Verbindung von Nudes (also Grau, Beige und Abstufungen von Weiß). Durch den geschickten Einsatz unterschiedlicher Texturen von Wolle, Webstoffen, Fell, Keramik oder Papier strahlt dein Japandi-Wohnzimmer wohlige Wärme und Behaglichkeit aus.

 

Ohne Spannung keine Harmonie: Die optische Ruhe wird durch eine aufregende Haptik belebt

 

 

Schon gewusst? Unbehandelte Naturmaterialien sind unverzichtbar bei Japandi, weil sie nach dem Wabi-Sabi-Prinzip die Schönheit des Unperfekten zelebrieren.
 

2. Aus hell wird dunkel

Neben den vielen Gemeinsamkeiten ist der wohl größte Unterschied zwischen den beiden Stilrichtungen die optische Grundstimmung. Ein Japandi-Interieur kommt durch seine dunklere Farbpalette erwachsener und geerdet daher und schafft den Spagat zwischen Lässigkeit und Eleganz. Ein Sideboard oder Couchtisch aus Akazie, Walnussholz oder -furnier wirkt abtönend und beruhigend – besonders im Mix mit typischen Skandi-Hölzern wie heller Eiche oder Fichte.
 

Ein ausgewogen arrangiertes Interieur strahlt die Gelassenheit aus, die wir in unserer hektischen Welt oft vermissen

DIY-Tipp: Wenn du deine Skandi-Kommode behalten möchtest, lackiere sie Tiefschwarz. Mit ihrer schlichten Form fügt sie sich wunderbar ein und setzt mit ihrer Farbe einen starken Kontrast.

 

 

3. Füge ein Key-Piece im Japan-Style hinzu

Raumteiler, sogenannte Shōji, sind ein fester Teil japanischer Architektur und werden unter anderem als Schiebetür oder Schrankfront eingesetzt. Ein Paravent als faltbare Version dieser genialen Idee hilft dabei, mehr Ruhe und Struktur in den Raum zu bringen, ohne ihm das Gefühl von Großzügigkeit zu nehmen. Mit einer skulpturalen Leuchte aus weißem Papier schaffst du einen luftigen Gegenpart zu dunkleren Möbelstücken und knüpfst eine Verbindung zur traditionellen Origami-Kunst.

Was die Kunst der Innenarchitektur betrifft, können wir uns von japanischer Kultur noch einiges abschauen

Go low! In Japan spielt sich ein Großteil des Lebens in Bodennähe ab. (Wir erinnern uns an Futon-Betten und den kulturtypischen Fersensitz „Seiza“ bei Teezeremonien.) Auch ein extraniedriges Sofa, ein Pouf oder Lowboard können dir bei Japandi als Stilzitat dienen.

 

 

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Skandi und Japandi:

● Dunklere Hölzer wie Walnuss oder schwarze Oberflächen anstelle von Weiß
● Nudes ersetzen Pastelltöne
● Typisch japanisch angehauchte Stücke wie ein Paravent oder Leuchten aus Papier
● Kontrastreich strukturierte Stoffe für ein wohnliches Flair