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Marmor-Trend: Ein Stein wird heimelig

Woran denkst du, wenn du Marmor hörst? An klassische Statuen, römische Paläste, protzige Küchen und Luxusbäder? Unbestritten galt das edle Gestein lange Zeit als Statussymbol der besonders Privilegierten. Doch seit jüngster Zeit findet Marmor seinen Weg auch in Einrichtungen, die der Prahlerei gänzlich unverdächtig sind: in Form von Tischplatten, als coole Accessoires oder einfach als Print ist der gemusterte Stein angesagt wie schon lange nicht mehr. So sehr, dass wir bei home24 mit gutem Gewissen verraten können: 2017 wird ein marmornes Wohnjahr. Hier stellen wir dir den wunderbaren Naturstein vor und erklären dir, wie vielseitig er dein Zuhause schmücken kann.

 

Was ist Marmor?

Am bekanntesten ist sicherlich der weiße Marmor, wie er in Italien abgebaut wird – der Carrara-Marmor aus der Toskana ist auch als das „weiße Gold“ bekannt. Welchen Stein man genau als Marmor deklarieren kann, das bestimmen die jeweiligen Vorschriften der Länder. In Deutschland muss echter Marmor zu mindestens 50 Prozent aus Calcit, Dolomit bzw. Aragonit zusammengesetzt sein. Seine individuelle Musterung erhielt er durch geologische Mischprozesse verschiedener Gesteine im Erdinneren. Sie ist es auch, die das Material so beliebt macht. Schließlich ist jeder einzelne Stein ein echtes Unikat, was ihm viel Persönlichkeit und Charakter verleiht. Durch Zuschnitt und Polieren wird die Struktur hervorgehoben und besonders betont. Marmor gibt es nicht nur in Weiß und Dunkel, sondern in fast allen erdenklichen Farbschattierungen: rötlich, grün, beige oder bernsteinfarben findet man ihn auf der ganzen Welt in zahlreichen Variationen – jeder Fundort hat seine spezifischen Eigenschaften.

So schön ist dunkler Marmor

 

 

Modern einrichten mit Marmor

Genau wie es unterschiedliche Arten von Marmor gibt, kann der Stein auch in der Einrichtung viele Gesichter zeigen. Das Bad oder die Küchenarbeitsfläche in weißem Carrara-Marmor ist sicherlich die auffälligste, aber auch nicht die einzige Art, das Gestein in seine Wohnung zu integrieren. Zeitgemäßer ist ein dezenterer Einsatz. Und das muss gar nicht teuer sein.

Designer haben in letzter Zeit das Material für sich wiederentdeckt und erkunden neue Arten, es einzusetzen. Accessoires wie Kerzenständer oder Badeutensilien beispielsweise bringen mit ihrer edlen Erscheinung einen Hauch Luxus ins Badezimmer. Damit die wunderschöne Marmor-Struktur richtig zur Geltung kommt, sind simple geometrische Grundformen mit glänzender Oberfläche besonders wirkungsvoll.

 

Links: Bettwäsche mit Marmor-Print. Rechts: Couchtisch Jacob zeigt, wie elegant Marmor sein kann.

Wichtiger Teil des neuen Marmor-Trends ist, die edle Marmorstruktur vom Gestein auf andere Oberflächen zu bringen. In der Mode begegnet man marmorierten Dessins auf Handyhüllen, Schals, Tüchern, Kleidern oder Schuhen. Im Interior Design waren im letzten Jahr speziell Marmor-Tapeten sehr oft gefragt und werden 2017 wohl noch wichtiger werden. Auch auf Sofakissen oder anderen Textilien kommt immer häufiger ein marmoriertes Muster zum Einsatz. Kein Wunder, vereinen sie doch das Beste aus beiden Welten: die aufsehenerregende Oberflächenstruktur mit einer weichen Haptik.

 

Auf Accessoires kann Marmor seine optischen Stärken voll zur Geltung bringen

Luxus oder Understatement? Der Mix macht’s!

Seine Vielseitigkeit zeigt Marmor, wenn man ihn mit verschiedenen Materialien kombiniert. Ganz klassisch ist die Paarung mit glänzenden Metallen – der Farbton von Messing und Kupfer ist hier eine traumhafte Passung, die dem kühlen Gestein eine warme Komponente entgegensetzt. Möbel in geraden, schlichten Formen sorgen dafür, dass die Kombination zwar edel wirkt, aber nicht altbacken.

Auch Holz ist ein überaus geeigneter Partner für Marmor, der für einen sehr gemütlichen und wohnlichen Eindruck sorgt. Ein Tisch mit Marmorplatte und elegant geformten Holzbeinen passt trotz der unüblichen Materialwahl hervorragend ins Skandi-Interieur.
Ob also als Print, als Accessoire oder in Möbeln: Marmor wird auch in diesem Jahr eine gewichtige Rolle spielen. Und noch lange danach – schließlich steht die Steinplatte für zeitlose Beständigkeit. Nur Drafi Deutschers Liebe soll angeblich noch bruchsicherer sein …

 

 

Glänzende Kombination: Marmor und warme Metalltöne wie Kupfer, Gold und Messing