Tipps und Ideen

Micro Living

Du hast einen kleinen Wohnraum, möchtest diesen aber voll nutzen, um in puncto Wohnkomfort nicht einbüßen zu müssen? In Japan macht man es uns schon seit Jahren vor, wie man auf kleinem Raum wohnt, ohne sich eingeengt zu fühlen. Wir haben’s uns abgeschaut und zeigen dir, wie Micro Living funktioniert.

 

Das ist Micro Living

Japan gilt als Vorreiter, wenn es um kleinen Wohnraum mit hoher Lebensqualität geht. Micro Living ist die Antwort auf den urbanen Wohnraummangel und steigende Mietpreise, und Metropolen wie New York, San Francisco, Vancouver und auch Berlin ziehen dem Trend aus Tokyo zunehmend nach.

Ob in Form von modularen Wohnraumwürfeln oder Mini-Fertighäusern, das Bild von Großstädten zeigt sich immer mehr von seiner kleinsten Seite. Der Trick: Beim Micro Living denkt man vorrangig in die Höhe, ferner geht es ums clevere Nutzen von Nischen oder das Einbauen von Zwischenetagen. Außerdem natürlich wichtig: praktische Stauraumlösungen wie z. B. Schrankbett-Sofa-Kombinationen, Klappstühle oder höhenverstellbare Couchtische, die gleichzeitig als Esstisch genutzt werden.

 

 

 

Micro Living in deinem Zuhause

Möbel mit zusätzlichen Ablageflächen oder gar verstecktem Stauraum sind in kleinen Wohnungen Gold wert

Natürlich kommt es für das echte Micro Living auf die Architektur des Hauses oder der Wohnung an. Nichtsdestotrotz kann man sich ein paar Kniffe aus Japan abschauen, um kleine Wohnräume clever einzurichten, auch, wenn es der Grundriss nicht wirklich Micro Living entspricht.

Helligkeit

Das A und O fürs Leben in kleinen Wohnungen klingt schon fast banal, aber tatsächlich spielen Licht und Helligkeit eine entscheidende Rolle, um dem begrenzten Raum optisch mehr Weite zu verleihen. Versuche also am besten, deine Wände in freundlichen, leichten Farben zu gestalten. Auch Möbel in hellen Farben oder gar Weiß bringen mehr Weite in den Raum. Möbeln in dunklem Holz nimmst du mit Komponenten wie Textilien oder Deko in hellen Tönen die Schwere.

Noch mehr Weite suggerierst du durch Dekospiegel an deinen Wänden, da sie das Licht reflektieren.

Schlanke Möbel

Von zu wuchtigen Möbeln solltest du in kleinen Wohnräumen besser absehen. Schlanke oder kleinere Möbel engen den ohnehin schon kleinen Raum weniger ein. Schaue zum Beispiel, dass du dich eher gegen eine Wohnlandschaft und für ein Sofa (vielleicht auch mit Schlaffunktion?) entscheidest oder auch für schlanke Regale im Gegensatz zu massiven Stücken. Dafür bieten sich zum Beispiel Möbel im Skandi-Stil oder aus unserem Trend Mid-Century Modern an, wo sich Tische, Kommoden oder Stühle auf filigranen Beinen zeigen.

Multifunktionsmöbel

Beim Micro Living geht es vor allem auch darum, Möbel multifunktional einzusetzen. So können kleine Beistelltische gleichzeitig als Couchtisch fungieren und nehmen insgesamt weitaus weniger Platz ein. Gleiches gilt für Polsterhocker, auch sie können als Couchtisch dienen und bieten gleichzeitig praktischen Sitzplatz.

Auch mit einem Schlafsofa schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe – tagsüber Sofa, nachts Bett für dich oder deine Gäste. Auch immer praktisch für kleine Räume? Konsolentische als Ablagefläche, durch ihre hohen Beine hast du unter dem Tisch Platz zum Verstauen.

Ordnung & Stauraum

Ordnung ist das halbe Leben. So abgedroschen dieser Satz auch klingt, ist er doch wahrer denn je, und sogar wichtiger denn je, wenn man auf kleinem Raum lebt. Unordnung lässt den kleinen Raum optisch noch winziger erscheinen. Versuche also am besten, so viele Stauraummöglichkeiten wie möglich zu platzieren, wie z. B. Regale, Boxen, Stauraumbetten oder auch Couchtische mit zweiter Ablage.

Wichtig fürs Micro Living ist, dass alles seinen festen Platz hat, z. B. in Aufbewahrungsboxen