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Manche mögen’s heiß – alles rund um die Sauna

Wenn es draußen so richtig kalt, nass und grau ist, dann ist sie eine besonders wohltuende Belohnung: die Sauna. In Skandinavien gehört der Saunagang schon lange zum Alltag wie hierzulande die Dusche. Und auch hier wird das gemeinschaftliche Schwitzen immer populärer. Für die Gesundheit ist das Ritual auf jeden Fall vorteilhaft. Aber warum Saunieren viel mehr ist als ein Aufwärmritual und wie du es perfekt zelebrierst, erfährst du hier:

Wer hat die Sauna erfunden?

Was würdest du spontan denken? Die Finnen? Falsch geraten! Zwar ist die Sauna dort so weit verbreitet wie sonst in keinem anderen Land – auf knapp fünf Millionen Einwohner kommen eine Million Saunen –, doch der Brauch, sich in Wasserdampf zu reinigen, ist schon sehr viel älter. Vermutlich kannte man ihn schon in der Steinzeit. Dort wurden Zelte aus Tierhäuten über Erdgruben gebaut, in denen im Feuer erhitzte Steine lagen. Ein Aufguss mit Wasser verstärkte die Wärmewirkung und wurde vermutlich auch zur Reinigung des Körpers benutzt. Das war sehr viel ökonomischer, als die entsprechende Menge Badewasser zu erhitzen, und Badewannen und Duschen waren ja ebenfalls noch nicht erfunden. In Asien fand man mehrere Jahrtausende alte Gruben, die wohl diesem Zweck dienten. 

 

Saunieren entspannt und ist gesund

 

Funde, die auf die Praxis des Dampfbades hindeuten, wurden auf der ganzen Welt gemacht, viele in Asien, doch auch in Europa, Mexiko, sowie bei Indianerstämmen in Nord-, Mittel- und Südamerika. Die Forschung ist sich uneins, ob die Kulturtechnik sich von Asien aus verbreitete, oder auf mehreren Kontinenten unabhängig von anderen entstanden ist. In vielen Kulturen wurde in der Reinigung auch eine spirituellen Komponente beigemessen. Im Fall der saunaverrückten Finnen konnte man den Weg von Asien zurückverfolgen. Nomadisch lebende Stämme, die gen Norden zogen, brachten das Ritual mit sich. Nur die hölzerne Schwitzhütte entstand wohl wirklich in Nordeuropa. Da der gefrorene Boden es nicht zuließ, ein Loch zu buddeln, musste man eine oberirdische Alternative suchen.

Der Brauch wurde lokal weiterentwickelt zu der Sauna, wie wir sie heute kennen. Auch bei den alten Griechen schwitzte man schon in heißer Luft und kühlte sich anschließend in heißem Wasser ab. Die alten Römer richteten eigene Dampfbäder ein, mit jeweils eigenen Räumen zum Schwitzen und Abkühlen. Diese hatten auch eine zentrale Funktion im sozialen Leben inne. Diese Rolle haben sie bis heute behalten: Nicht nur in Skandinavien, sondern auch im Süden Europas trifft man sich regelmäßig zum gemeinsamen Schwitzen und tauscht sich dabei aus.

 

Heiße Geschenktipps für Saunafreunde

Richtig saunieren

Saunafreunde schwören auf die gesundheitsfördernde Wirkung von regelmäßigen Saunagängen. Die Hitze von bis zu 100°C wirkt wie ein kleiner Workout für den Körper: Sie regt den Kreislauf und die Durchblutung an. Die Muskeln entspannen sich, verspannungsbedingte Schmerzen lassen nach. Die Haut wird durch das Schwitzen straffer und fühlt sich danach viel weicher an. Die positiven gesundheitlichen Effekte zeigen sich, wenn du regelmäßig, also mindestens ein Mal die Woche in die Sauna gehst, im Sommer wie im Winter. Dann verbessern sich Immunsystem, Wärmeregulation, Durchblutung und Hautbild. Nur Menschen mit akuten und chronischen gesundheitlichen Beschwerden (z.B. mit wenig belastbarem Herzen) sollten davon Abstand nehmen – im Zweifelsfalle immer vorher den Arzt konsultieren.

Auch für die Seele ist die Sauna sehr wohltuend. Schließlich gehört Ruhe und Entspannung zum Programm. Somit lohnt sich auch schon ein einmaliger Saunagang. Viele Sauna-Frende gehen einfach schwitzen, um abzuschalten und zu relaxen.

Für das Sauna-Programm solltest du dir unbedingt Zeit nehmen und mindestens zwei Stunden einplanen. Schließlich muss sich der Körper auch erholen können, weswegen du zwischen den Saunagängen ausgedehnte Ruhepausen einlegen solltest. Diese sollten mindestens zwei Mal so lange dauern wie die Saunagänge. Diese wiederum haben eine empfohlene Länge von 8 bis maximal 15 Minuten – wichtig ist, auf deinen Körper zu hören. Wenn du das Gefühl hast, raus zu wollen, solltest du dem auch folgen. Danach geht’s unter die Dusche oder ins Abkühlbecken. Insgesamt drei Durchgänge sind empfehlenswert, mehr kannst du nach Belieben einlegen. Zum Schluss dann 30 bis 40 Minuten hinlegen. Wichtig auch: ausreichend Wasser trinken!  

 

Infrarotkabinen sind die energiesparende Alternative zur finnischen Sauna

Die Sauna-Alternative für Zuhause: Infrarotkabinen

Seit ein paar Jahren sind als Alternative zur Heimsauna Infrarotkabinen erhältlich. Der Unterschied: Bei der Sauna wird die Raumluft aufgeheizt, die Infrarotstrahlung der Kabine wärmt den Körper direkt mit sanfter Infrarotstrahlung. Anders als bei der klassischen Sauna muss man nicht lange vorheizen, und der Energieverbrauch ist wesentlich geringer. Ansonsten ist das Ritual das gleiche: aufheizen – abkühlen – entspannen. Infrarotstrahlung wird schon lange zur medizinischen Behandlung bei vielen Beschwerden von Hautproblemen bis Herz- und Kreislauferkrankungen eingesetzt, und auch bei gesunden Personen hat die Wärmestrahlung viele vorteilhafte Wirkungen. Wie bei der Sauna solltest du unbedingt ein Handtuch benutzen.

Mit Saunazubehör Freude schenken

Die Heimsauna und die Infrarotkabine ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Manch einer wird sich auch dieses Jahr diesen großen Wunsch zu Weihnachten erfüllen. Und auch, wer nicht den Platz oder das Budget für die eigene Heimsauna vorhanden ist, kannst du bekennende Sauna-Fans (und solche, die es erst noch werden müssen) mit Geschenken zum Thema eine echte Freude machen. Wie wäre es mit einem kuscheligen neuen Bademantel? Ein paar schönen neuen Saunatüchern? Oder Zubehör wie angenehmem Duftöl für die Aufgüsse? Natürlich ist auch ein Gutschein für einen entspannenden Tag im nächstgelegenen Spa immer ein gelungenes Geschenk. Denn ein wenig Entspannung können wir doch alle mal gebrauchen.