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Die Zutaten fürs Skandi-Esszimmer

Der skandinavische Wohnstil steht für Eleganz, Raffinesse und Gemütlichkeit – Attribute, die man erst einmal zusammenbringen muss. Das Stilgefühl, das den nordischen Wohntyp ausmacht, verwöhnt jeden Raum mit einem gemütlichen Flair. Wir verraten dir das Rezept für ein Speisezimmer zum Wohlfühlen, à la Scandinavie.

 

 

Man nehme: wenig

Zuerst einmal planst du die Grundzüge des Raums. Dabei ist es besonders hilfreich, einmal Tabula Rasa zu machen, alle vorhandenen Möbel aus deinem zukünftigen Esszimmer auszuräumen, auszumisten und sich von altem Ballast zu trennen. Schließlich ist einer der Grundzüge des skandinavischen Designs die Besinnung auf das Wesentliche – wie sie etwa in der schwedischen Lebensphilosophie Lagom ausgedrückt ist: nicht zu viel, nicht zu wenig, alles in einem ausgewogenen Maß. Die Basis für schöne Skandi-Möbel ist ein geräumiger, freier Raum, in welchem sie gut zur Geltung kommen. Typisch sind helle oder hell gestrichene Dielenböden und weiße Wände, gerne noch mit sichtbarer Ziegelstruktur.

Ein helles Ambiente ist die ideale Basis für das nordische Wohngefühl

Helle Farben

Allgemein macht seine Helligkeit einen großen Teil des skandinavischen Chics aus. Kein Wunder – die besonders nördlich situierten Regionen brauchen in den polaren Wintern jedes Bisschen Helligkeit, um erst gar keinen Winterblues aufkommen zu lassen. Die Verfügbarkeit von Holz in den weiten Nadelwäldern erklärt ein weiteres essenzielles Element des Skandi-Chics: ohne helles Holz kommt kaum ein Möbelstück aus. Typischerweise wird die warme Wirkung der Holztöne durch weiße Flächen kontrastiert, was für einen attraktiven Gegensatz sorgt und erstere noch einmal in ihrer natürlichen Schönheit hervorhebt.

Schlanke, kurvige Formen sorgen für die luftige Eleganz, die das skandinavische Design auszeichnet

Elegante Formen

Bis heute lebt das Skandi-Design vom Erbe der legendären Designer des Mid Century. Ikonen wie Alvar Aalto, Arne Jacobsen, Hans Wegner oder Eero Saarinen entwickelten eine Formensprache, die Möbel und Architektur ganz neu dachte. Kurven, Rundungen und schiefe Winkel spielen bei ihren Entwürfen eine wichtige Rolle, ohne jedoch in barockem Überschwang ins Pompöse auszuufern. Und wichtig: ohne den Alltagsnutzen zu vernachlässigen. So raffiniert sie auch aussehen mögen – Skandi-Möbel sind zum täglichen Benutzen gemacht und waren schon auf Nachhaltigkeit getrimmt, bevor der Begriff in Mode war. Typisches Erkennungszeichen von Skandi-Esszimmermöbeln sind bis heute runde, oft konisch zulaufende Möbelbeine, die schräg abgestellt sind. Neben dem gemütlichen Naturholz-Look sind derzeit auch schwarz lackierte Beine sehr populär.

Farben und Muster

Nachdem du eine solide, freundliche Basis in deinem Skandi-Esszimmer geschaffen hast, kannst du nun den individuellen Charakter hineinbringen. Das tust du mit gezielt eingesetzten Farbtupfern, etwa durch einen schönen Teppich, Vorhängen oder Polsterstühlen mit bunten Bezügen. Dabei ist es am besten, ein Farbkonzept zu entwickeln und sich Accessoires auszusuchen, die gut miteinander harmonieren. Lege dich auf maximal drei Töne fest, die du an verschiedenen Stellen wiederholt auftauchen lässt, gegebenenfalls wirken auch Schattierungsabstufungen derselben Farbe sehr schick. Willst du ein bisschen mehr Farbe einsetzen, wähle dezente Pastellfarben für große Flächen wie Wände oder Teppiche und akzentuiere dann einzelne Bereiche mit Accessoires in intensiveren, gesättigten Farben.

Moderne grafische Muster spielen eine wichtige Rolle in diesem Einrichtungsstil. Textilien mit bunten Dreiecks-, Zacken-, Wellen- oder Kreismustern setzen dekorative Akzente und kommen vor dem farblich zurückhaltenden Hintergrund besonders gut zur Geltung.

Gemütlichkeit durch den natürlichen Touch

Traditionell sind Skandinavier sehr naturverbunden, was man angesichts ihrer beeindruckenden Landschaften nur allzu gut verstehen kann. Deswegen spielen natürliche Materialien eine große Rolle im nordischen Wohnstil – neben Holz sind das Filz, Felle, Stoffe wie z. B. Leinen oder auch Stein. Diese werden ganz im Geiste des Stils prominent, aber nicht im Übermaß inszeniert. Und Zimmerpflanzen werten sowieso jede Einrichtung auf – wenn du also den Platz hast, bringen ein oder zwei Pflanzen auf einem schicken Beistelltisch oder Pflanzenständer genau den richtigen Natur-Touch in dein Esszimmer.

Samt und Metall verleihen dem Scandi-Look eine Prise Glamour

Der letzte Schliff

Nachdem jetzt schon fast alles perfekt ist, geht’s ans Abschmecken. Nun ist der Moment, deine persönliche Note hinzuzufügen. Suche nach deinen persönlichen Lieblingsstücken, die du gezielt drapierst. Das können Vasen sein, Pflanzkübel, Sitzkissen, Bilder oder kleine Skulpturen auf einem Skandi-Sideboard. Idealerweise ergänzen sie dein Farbkonzept und fungieren als Farbtupfer. Sehr gut für eine edle Note sind Dekostücke in Glanzmetallen wie Kupfer oder Messing.

Fertig ist dein Skandi-Esszimmer! Zufrieden? Dann kannst du ja zur Einweihung laden – mit Zimtschnecken, Köttbullar und Glögg. Skål!