Weihnachten

Stressfreie Weihnachten? So gelingt’s

 

Ach ja, diese Adventszeit. Eine Zeit der Besinnlichkeit, der Harmonie, der Ruhe und inneren Einkehr. So behaupten das zumindest die Weihnachtslieder. Die Realität sieht hingegen meist anders aus: Eine Weihnachtsfeier jagt die nächste, Geschenke wollen besorgt, die Stube dekoriert und das Essen geplant werden, Gäste kommen, und ach ja, hat man überhaupt an alle gedacht? Und das alle Jahre wieder. Kein Wunder, dass Erwachsene in dieser Zeit statt leuchtender Augen eher Augenringe bekommen. In Anbetracht dessen, was Weihnachten eigentlich sein will, ist vieles von dem Stress eigentlich unnötig. Deswegen verraten wir dir jetzt ein paar Tipps, wie du möglichst entspannt durch den Festtags-Endspurt kommst.

Ansprüche niedriger ansetzen

Natürlich möchtest du, dass alles perfekt ist. Umso frustrierender ist es dann, wenn du beim Fest diesem Vorhaben nicht gerecht geworden bist: Hier wolltest du eigentlich noch Ordnung schaffen, dort hätte noch geputzt werden sollen, und außerdem wolltest eigentlich noch spezielle Deko für den Festempfang besorgen …
Bevor du dich von deiner eigenen To-Do-Liste erschlagen lässt, solltest du noch einmal inne halten und sie durchgehen. Was hat wirklich Priorität? Musst du wirklich vor Heiligabend noch die Winterkleidung aussortieren oder den Zaun streichen? Konzentrier dich auf das, was wirklich sein muss. 

Die eigenen Ansprüche etwas herunterzuschrauben, kann einem viel an Stress ersparen. Müssen es wirklich fünf Gänge beim Weihnachtsmenü sein, oder reichen auch drei? Braucht es für jeden ein aufwändiges Geschenk, oder magst du dich im Vorfeld mit deinen Freunden und deiner Familie absprechen, ob man sich nicht auf Kleinigkeiten oder ein gemeinsames Abrüsten einigen kann? Etwas Kleines, aber Persönliches ist in vielen Fällen sogar das bessere Geschenk.

Einfach Platz schaffen

 

Außerdem: Lass dich nicht allzu sehr stressen, wenn etwas nicht klappt oder du manches nicht schaffst. Deine Gäste werden dich nicht weniger mögen, wenn die Klöße ein wenig weich geworden sind oder du doch zu wenig Sekt eingekauft hast. Dann trinkt ihr halt was anderes. Hauptsache, es ist eine lustige Runde. Und schließlich ist für jeden von uns die Vorweihnachtszeit ziemlich intensiv. Anstatt die vermeintlichen Makel zu verbergen versuchen, geh locker und selbstironisch mit ihnen um – wetten, du wirst auf viel Verständnis treffen.

Ordnung? Geht auch oberflächlich.

Natürlich gehört es sich, seine Gäste in einer aufgeräumten Wohnung zu empfangen. Doch gerade wer Kinder hat, kämpft hier schon auf verlorenem Posten. Wenn die Zeit drängt, tut es auch das Blitzprogramm. Anstatt den Dokumentenstapel auf dem Schreibtisch zu sortieren, lässt du ihn so wie er ist in einer Schublade verschwinden. Der ganze Kleinkram, von dem du nicht so richtig weißt, wohin damit? Der wandert in eine Box, die im Regal verschwindet. Oder unter dem Bett. Sortieren kannst du zwischen den Feiertagen, wenn der Trubel vorbei ist. Die Wäsche, die du eigentlich noch sortieren und waschen wolltest, verschwindet in einem Wäschesammler. Wenn der voll ist: drauf stapeln und mit einem schönen Tuch abdecken. Und so weiter.

Entscheidend für den Eindruck ist, dass die wesentlichen Flächen frei sind. Auch Beleuchtung ist ein Mittel, um die Wohnung in Szene zu setzen und von unaufgeräumten Ecken abzulenken. Du beleuchtest die wichtigsten Flächen mit schummrigem warmem Licht, etwa mit Kerzen, Lichterketten oder einem Schwibbogen, und lässt den Rest im Dunkel. Der Eindruck wird wohnlich und gemütlich sein.

Praktische Ordnungshelfer

 

Gut geplant ist halb gewonnen

Warum alles auf den Weihnachtstag fallen lassen? Besser frühzeitig zusammentragen, was vor dem Fest noch erledigt werden muss. Wenn du die Punkte auf deiner weihnachtlichen Agenda geschickt auf die verbleibenden Tage verteilst, kannst du sie leichter erledigen. Der Rotkohl lässt sich beispielsweise schon ein bis zwei Tage vor dem Essen vorbereiten – wenn er etwas ruht und wieder aufgewärmt wird, schmeckt er sogar noch besser.

Geschickt delegieren

„Warum muss ich alles selber machen?“ Diese Frage kannst du dir tatsächlich stellen, wenn es dir zu viel wird. Cleveres Outsourcing kann helfen. Wofür leben wir in einer Dienstleistungsgesellschaft? Wenn dir etwa das Kochen zu viel ist: Das Essen kannst du auch beim Metzger bestellen. Gebäck oder Plätzchenteig lässt sich auch mal fertig kaufen. Jeder Supermarkt hat inzwischen einen Lieferdienst, der dir den Weihnachtseinkauf erspart. Und auch Reinigungs- und Handwerksdienstleister hast du mit wenigen Klicks bestellt.

Stress macht vor allem, zu viele Dinge in zu wenig Zeit erledigen zu müssen. Neben der Strategie, ein paar Dinge von der Liste zu streichen, kannst du diese auch in andere Hände geben. Schließlich ist ja die gesamte Familie beteiligt. Gerade die Kinder kannst du hier gut einbinden. Als gemeinschaftliches Ritual zur Weihnachtsvorbereitung zelebriert, fühlt sich auch Aufräumen und Putzen nicht wie Arbeit an. Sondern als Teil der schönsten Zeit im Jahr.

 

Weihnachtlicher Lichterglanz

Den Moment genießen

Nicht zuletzt sind stressfreie Weihnachten eine Frage der Einstellung. Wenn die Erwartungen schon im Vorfeld nicht so hoch angesetzt werden, bieten sie weniger Potenzial für Enttäuschungen. Wenn du nicht mit dem Anspruch herangehst, der perfekte Gastgeber zu sein oder die schönste Weihnachtsfeier aller Zeiten zu erleben, schont das deine Nerven. Und eine gelassenere Haltung führt dann tatsächlich dazu, dass es weniger Anlass für Streit gibt. Besinn dich darauf, worum es eigentlich gehen sollte: Eine schöne Zeit mit deinen Liebsten zu verbringen. Und dann tu genau das.

 

Kleinkram schnell verstauen, und dann das Sideboard richtig weihnachtlich schmücken