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Trend-Alert: Wir lieben Samt

Gute Nachrichten für diejenigen, die ihr Zuhause gerne mit einem Hauch von Opulenz ausstatten: Samt tritt in zahlreichen coolen Farbtönen ins Rampenlicht. Die Palette reicht von königlichem Blau über kräftiges Waldgrün bis zu pudrigem Pastell. Und noch etwas ist neu: Samt wird jetzt mit den Möbelformen des skandinavischen Purismus, des roughen Industrial Design oder des 20er-Jahre-Glam kombiniert – und verpasst diesen Stilrichtungen eine Prise Wagemut. Vor allem die folgenden zwei Styles sind gerade im Kommen.

 

Samt meets Understatement

Wenn du minimalistisches Design schätzt und es gerne mal mit etwas Ungewöhnlichem durchsetzt, dann werden dich die neuen pastelligen Sessel und Sofas begeistern. Sanftes Mauve, dezentes Rosé, kühles Eisblau und mildes Mintgrün machen Samt zum Must-have-Material schlechthin. Doch nicht nur die Farben, auch die reduzierten Formen interpretieren den altehrwürdigen Stoff eigenwillig und modern. Dabei macht der leichte Schimmer, der sich bei jedem Darüberstreichen verändert, Samtsessel oder -sofas zu echten Hinguckern.

Noch zögerlich? Auch mit Kissen, Polsterhockern oder Poufs kannst du erste wirkungsvolle Samt-Akzente setzen.

 

Neben pudrigen Pastelltönen unterstreichen auch zurückhaltende Farben wie das elegante Hellgrau des Bettes den Understatement Look

Die neue samtige Dekadenz

Du liebst das Drama und den großen Auftritt – auch im Wohn-Design? Dann sind die neuen samtigen Sitzmöbel in tiefem Smaragdgrün, royalem Blau, sattem Rubinrot oder edlem Grau-Schwarz wie für dich gemacht. Verleihen sie deiner Wohnung doch einen Hauch von Dekadenz à la Great Gatsby bzw. der Goldenen Zwanziger Jahre. Ganz und gar konsequent wird der Look, wenn du dein Samt-Sitzmöbel vor eine Wand im gleichen Farbton oder vor eine barock gemusterte Tapete platzierst.

Weitere Stilergänzungen: große palmenartige Pflanzen und/oder Schwarzweiß-Fußboden. Sensationell wirken bei diesem Stil auch hohe Decken mit Stuckelementen und Loft-Räume im „Rough Luxe“-Design, also mit unverputzten rauen Wänden.

Unser Tipp: Weniger ist mehr! Die neuen opulenten Sitzmöbel im Barock- oder Chesterfield-Stil entfalten die gewünschte Wirkung, wenn du nur ein paar wenige von ihnen im Raum verteilst.

 

Das kräftige Karminrot und die typische Chesterfield-Knüpfung verströmen Opulenz in deinem Zuhause

Die kleine, feine Samtkunde

Samt besteht aus einem Materialgemisch aus Seide, Baumwolle oder Chemiefaser. Darüber liegt ein eingearbeiteter, circa 2–3 mm langer Fadenflor, welcher den Samt so schmeichelnd weich macht. Der Flor sorgt auch dafür, dass Samt immer andersartig aussieht und sich unterschiedlich anfühlt – je nachdem, in welche Richtung er gestrichen wird.

 

Manchmal reichen schon ein paar samtene Dekokissen, um ein bisschen opulenten Schimmer in deine vier Wände zu holen

Ursprünglich kommt Samt aus dem Orient und wurde im frühen 14. Jahrhundert durch die Venezianer nach Europa gebracht. Seit der Renaissance wurde er viel für Prunkgewänder, Wandbezüge und Kissenbezüge verwendet – und war besonders beim europäischen Adel heiß begehrt. Bis heute wird Samt daher als „Königsstoff“ bezeichnet.

Apropos Königsstoff: Ob Dekadenz- oder Understatement-Look, so gemütlich und gleichzeitig edel war schon lange kein Design-Stil mehr!

 

Links: Samt meets modern-minimalistische Formen. Rechts: Klassische Formen mit Knopfheftung