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Trend: Pop-Art

Aus dem reichhaltigen Fundus der Stile und Designströmungen hat unsere Style-Expertin Eloise diesen Monat einen neuen Trend herausgesucht, der auch super zum gerade anlaufenden Film Captain Marvel passt: Pop-Art, der nicht nur für Freunde von kunterbunten Comics ansprechen dürfte, sondern alle, die auf Farbe stehen.

 

 

Was ist Pop-Art?

Die Kunstrichtung Pop-Art kam während der 1950er in Großbritannien auf. Die Londoner „Independent Group (IG)”, ein Zusammenschluss von jungen Malern, Bildhauern, Architekten, Autoren und Kritikern, setzten sich als erste mit dem Spannungsverhältnis von Kunst und Massenkultur in Werbung und Medien auseinander. Dort wurde der Begriff „Pop-Art“ auch geprägt. Flächendeckende Verbreitung fand der Stil dann vor allem in den 60ern durch amerikanische Künstler wie Andy Warhol, Jasper Johns und Roy Lichtenstein. In ihren Werken brachen sie mit jeglichem Elitismus der Kunstszene und setzten auf Kunst als Massenprodukt – wie der Name schon sagt, schließlich ist „Pop“ die Verkürzung von „popular culture“, Populärkultur. Kunst sollte für jedermann da sein. So hatte es Warhol der Siebdruck angetan, durch den er seine Werke beliebig vervielfältigen konnte. Zudem erhob er Objekte aus dem Alltag zum Motiv – Konsumgüter wie eine Tomatensuppendose oder seine Brillo-Boxes (Handelskartons einer Seifenmarke), aber auch Pop-Ikonen wie Marilyn Monroe verewigte er auf seine Weise. Lichtenstein machte sich einen Namen durch großformatige Kopien von scheinbar zufällig ausgewählten Panels aus Comics, deren Siebdruck-Raster er in mühevoller Feinarbeit mit dem Pinsel nachmachte. Auch in Europa gab es Vertreter der Pop-Art, z. B. in Deutschland, Belgien, Niederlande oder Spanien.

 

 

Wodurch zeichnet sich Pop-Art aus?

Pop-Art ist also unmittelbar mit der Hochphase des Stils in den 60er Jahren verbunden. Die Farben sind schrill, großflächig und überschwänglich. Besonders im Mittelpunkt stehen die drei Primärfarben Rot, Gelb und Blau – nicht zufällig auch die Basis des Vierfarbendrucks. Das Schaffen von Warhol und den anderen Pop-Künstlern hatte tatsächlich auch Auswirkungen auf den Massengeschmack. Dass die amerikanischen 60er Jahre so farbenfroh wurden, wie wir sie in Erinnerung haben, ist sicherlich auch seinem Einfluss zu verdanken.

 

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Wohnen im Pop-Art-Stil

Wer sich von der Pop-Art zuhause inspirieren lassen möchte, darf also zu viel Farbe greifen: Neben den erwähnten Grundfarben Blau, Rot und Gelb macht sich jede Art von Neonfarbe gut, genauso wie knallige Orange-, Pink- oder Grüntöne. Polstermöbel mit bunten Bezügen sind da die perfekte Besetzung! Damit die farbenfrohen Statement-Pieces gut zur Geltung kommen, solltest du den Hintergrund neutral in Weiß halten.

Und natürlich dürfen die 60er auch in der Gestaltung der Möbel wieder aufleben: Retro-Design hat einen großen Anteil am 60s-Flair, welches das Pop-Art-Interieur ausstrahlt. Das sind Möbel mit elegant geschwungenen Kurven, das niedrige Sofas, Nierentischchen und Cocktailmöbel, sowie Modelle mit dunklem Holz und frechen Farben.

Für das Sahnehäubchen sorgen Kunst-Prints mit Warhol-Motiven oder im 60er-Comic-Stil, sowie sorgsam ausgewählte Accessoires wie die witzige Ballonhund-Lampe, die sich an ein Werk des Pop-Künstlers Jeff Koons anlehnt.
 

Auch in Pink kannst du ein wunderbar poppiges Setting kreieren
 

Eloises Styling-Tipps zum Einrichten nach Pop-Art-Manier

● Intensive Farben, besonders die Primärfarben Rot, Gelb und Blau

● Grafische Akzente und klare Linien in Schwarz-Weiß

● Möbel im Retro-Stil

● Pop-Art-Klassiker als Dekoration, besonders Accessoires und Kunstdrucke