LIFESTYLE

Partywissen über Möbel

Weihnachtsfeier, Empfänge, Festessen, Silvesterpartys … in der kommenden Zeit gibt es viele gute Anlässe, unter Leuten zu sein, die man möglicherweise nicht alle besonders gut kennt. Und wo ein bisschen Konversationsgeschick gefragt ist, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Worüber redet man bloß so die ganze Zeit? Wir hätten da eine Anregung. Ständig stoßen wir auf Wissensschnipsel über unser Fachgebiet – die wir zugegeben im Alltag nicht ganz so gut gebrauchen können. Für cleveres Partywissen bieten sie sich aber nahezu an. Anbei also ein paar interessante, spannende und skurrile Fakten über unser Thema Möbel und Wohnen, mit denen du auf Partys glänzen kannst. Viel Spaß beim Lesen!

Warum heißt das Sofa so?

Das Wort „Lotterbett“ sollte ursprünglich einmal das Sofa bezeichnen. Wir können ganz froh darüber sein, dass sich dieser Begriff nie durchgesetzt hat. Wenn man ihn verwendet, bezieht er sich tatsächlich auf ein Bett, wo dem Müßiggang (und anderen als nicht tugendhaft geltenden Aktivitäten) nachgegangen wird.

Das Wort „Sofa“ hingegen kommt von dem arabischen „suffá“, was man mit „Ruhemöbel“ übersetzen kann.

Magischer Stuhl

Die spinnen, die Muggel: Der Stuhl, auf dem Joanne K. Rowling die ersten beiden Harry Potter-Romane verfasste, wurde bei einer Auktion für 394.000 Dollar an einen Fan versteigert. (Quelle)

Süßer Schreibtisch

Im Sitzungssaal des US-Senats steht in der letzten Reihe der „Candy Desk“, ein Schreibtisch, in dessen Schublade eine reichhaltige Auswahl von Süßigkeiten bereit liegt. Die Tradition geht auf den kalifornischen Parlamentarier George Murphy zurück, der den Süßigkeitenvorrat zuerst für sich besorgt hatte, 1968 aber offiziell für alle freigab. (Quelle)

 

Platz für Naschwerk und mehr

 

In der Mitte: Der Candy Desk im amerikanischen Senat

Oben bleiben

Schlafen ist gefährlicher als man denkt: Jährlich sterben etwa 450 US-Amerikaner daran, dass sie aus dem Bett fallen. 1,8 Millionen Menschen müssen deswegen in die Notaufnahme. Somit ist der Nachtschlaf statistisch gesehen gefährlicher als Flugzeugabstürze, Haiangriffe oder Terroristen. Doch bevor du nun Angst hast, in dein Bett zu steigen: Statistisch liegt die Wahrscheinlichkeit dieser Todesart trotzdem nur bei 1 zu 2.000.000. Übrigens fallen Männer häufiger aus dem Bett als Frauen.

Vor dem Kleiderschrank

Eine Studie des britischen Modehauses Matalan ergab, dass Frauen an Werktagen durchschnittlich 16, an Wochenenden 14 Minuten vor dem Kleiderschrank zubringen. Zwischen dem 16. Und dem 60. Lebensjahr summiert sich das auf 287 Tage auf – neuneinhalb Monate. Für Männer gibt es diesbezüglich keine Zahlen, aber es ist davon auszugehen, dass sie geringer ausfallen (Quelle)

 

Links: gute Stube um 1900, rechts: noch bessere Stube (heute)

Wohnzimmer, bitte nicht betreten

Der Begriff der „guten Stube“ kommt aus dem 19. Jahrhundert. Damals hatte man kein Wohnzimmer, wie wir als heute als Gemeinschaftsraum für die ganze Familie nutzen. Stattdessen war das ein besonders repräsentativer Raum, in dem nur zu besonderen Anlässe Gäste empfangen wurden. Die Kinder hatten keinen Zutritt. Da dieser selten genutzte Raum aus ökonomischen Gründen die meiste Zeit nicht beheizt wurde, wurde er im Volksmund auch „kalte Pracht“ genannt. (Quelle)

Alles in groß

Im schwedischen Freizeitpark Astrid-Lindgren-Värld gibt es das Haus von Nils Karlsson Däumling, wo man die Perspektive eines Winzlings einnehmen kann. Der gesamte Maßstab und alle Möbel sind überdimensional groß. Und auf einen Stuhl mit 1,50 m Sitzhöhe zu klettern, ist auch für einen Erwachsenen keine leichte Übung.

Der verfluchte Stuhl

Es gibt die Legende, dass Napoleon Bonaparte einen Kapuzenstuhl besessen haben soll, mit dem merkwürdige Geschehnisse zusammenhängen. Der sehr prunkvoll verzierte Stuhl mit hoher Rückenlehne und Dächlein diente Napoleon als Sitz, als er die Strategie für die Schlacht bei Waterloo ausarbeitete. Wie das ausging, ist bekannt. Der letzte bekannte Besitzer soll der britische Stahlmagnat George Talbot gewesen sein. Eines seiner Hausmädchen setzte sich, neugierig über den Ruf des Stuhls, auf ihn und kam zwei Tage später bei einem Unfall ums Leben. Talbot wollte dann den verfluchten Stuhl zerstören, doch bevor er die Axt ansetzen konnte, sank er nieder und starb an einem Herzinfarkt. Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichten ist ebenso wie der weitere Verbleib des Stuhls nicht geklärt. (Quelle)

 

Links: So entspannte man bei Freud, rechts: So entspannt man heute

Wer weicher sitzt, gibt eher nach

Gut zu wissen für Verhandlungen: Taktile Erfahrungen beeinflussen die Stimmung. Studien von Psychologen der Yale- und der Harvard-Universität fanden heraus, dass Versuchspersonen, die in einem weichen Sessel saßen, eher kompromissbereit waren als solche, die auf einem harten Stuhl Platz nehmen mussten. (Quelle)

Die berühmteste Couch der Welt

Viele Jahre zuvor ahnte das schon ein Österreicher namens Siegmund Freud. Das Setting, in dem Patienten von ihm abgewandt liegend auf der Couch Platz nehmen und im Entspannungszustand frei assoziierten, wurde zum Symbol der Psychoanalyse schlechthin. 1938 nahm Freud seine inzwischen berühmt gewordene Couch mit ins Exil nach London, wo sie bis heute im Freud-Museum zu besichtigen ist. Obwohl sie zu ihrer Zeit ein recht gewöhnliches Exemplar war, ist sie heute eines der wertvollsten Möbelstücke der Welt. (Quelle)

Ein wahres Prunkstück

Das teuerste Möbelstück der Welt ist ein antiker Kabinettschrank. Das Badminton Cabinet, erbaut 1732, besteht aus Ebenholz und vergoldeter Bronze und ist mit unheimlich detaillierten und kunstvollen Edelstein-Intarsien geschmückt. Für solch ein Kunstwerk braucht es natürlich auch das notwendige Kleingeld: Für bescheidene 24,7 Millionen Euro wurde der Schrank an den Fürsten Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein versteigert. (Quelle)

Zusätzliche Bildquellen: Wikimedia, kaboompics