RATGEBER

Viele Gäste, wenig Platz?

Dieses Jahr hast du zum Weihnachtsfest bei dir geladen. Alle haben zugesagt, deine Schwester bringt noch ihren neuen Freund mit – und nun hast du Sorge, ob du in deiner kleinen Wohnung überhaupt Platz für alle hast. Andererseits, der Volksmund weiß ja, „Raum ist in der kleinsten Hütte“. Wäre ja gelacht, wenn du das nicht hinkriegen würdest! Wir haben ein paar Tipps, wie du alle an einen Tisch bekommst!

Festtafel für alle einrichten

Wenn du deinen Esstisch sonst nur mit einer bis zwei Personen teilst, wird dieser höchstwahrscheinlich zu klein sein für zehn. Die ideale Lösung wäre ein ausziehbarer Esstisch, den du mittels Klappmechanismus oder Ansteckplatten in der Länge erweitern kannst – manche Modelle sogar in mehreren Stufen!

 

Ein ausziehbarer Esstisch bewährt sich bei jedem Besuch aufs Neue

Und wenn du keinen solchen Tisch dein Eigen nennst? Dann heißt es improvisieren! Zur Not musst du einen Tisch aus einem anderen Raum hinzuziehen, wie etwa den Küchentisch. Dass diese nicht zusammenpassen, überspielst du mit der Tischdecke. Nur wenn diese dann auch noch unterschiedliche Höhen haben, wäre es besser, diese auch als zwei Tische mit zwei Tischdecken nebeneinander zu platzieren.

Stichwort platzieren: Eventuell musst du etwas improvisieren und den Tisch ausnahmsweise verrücken oder anderswo aufstellen. Auch den empfohlenen Platzbedarf eines Tischs wirst du möglicherweise unterschreiten. Aber egal – bei Weihnachten geht es schließlich ums gesellige Beisammensein, da darf es schon mal ein bisschen kuschelig werden.

Extra Platzspar-Tipp: Die Weihnachtstafel ist schon recht vollgestellt mit Tellern, und dann willst du noch etwas Deko unterbringen? Ein Servierwagen hält Getränke und Zubehör griffbereit und erleichtert den Weg von der Küche an den Esstisch.

 

Mit Hockern oder Klappstühlen hast du immer noch ein paar Extraplätze am Tisch bereit

 

Wo sollen alle sitzen?

Der Tisch steht – nun musst du noch für Sitzplätze sorgen! Im ersten Schritt wirst du wohl erst mal durchs Haus gehen und die verfügbaren Sitzmöbel zusammensuchen. Falls du nicht genug Stühle und Hocker für alle zusammenbekommst, ist wohl die Zeit gekommen, dir ein paar flexible Sitzgelegenheiten anzuschaffen. Wir empfehlen:

Klappstühle – sind rasch zur Hand und ebenso schnell wieder weggeräumt. Und wenn du sie nicht benötigst, nehmen sie kaum Platz in Anspruch.

Hocker – denn sie sind leicht, kompakt und transportabel. Und wenn sie nicht zum Sitzen benutzt werden, sind sich für vielerlei andere Gelegenheiten nützlich: als Pflanzenständer, Ablage oder Trittleiter beispielsweise.

Sitzbänke/Garderobenbänke – auf ihnen kann man im Notfall auch enger zusammenrücken.

 

 

Wenn es schon zu spät zum Bestellen ist oder du ohne Neuanschaffungen auskommen willst, kannst du auch überlegen, was du sonst noch an stabilen Untersätzen an den Tisch bringen kannst. Beispielsweise:

DIY-Hocker: Einfach zwei Getränkekisten übereinander stapeln, ggf. mit Kabelbinder fest verbinden, Sitzkissen drauf – fertig ist ein Hocker mit DIY-Charme.

Stauraummöbel zweckentfremdet – wenn du ein stabiles Lowboard oder Sideboard mit einer Höhe von etwa 50 cm hast, kann auch das an den Tisch wandern. Einfach ein Sitzkissen drauflegen, schon sind ein bis zwei Leute mehr untergebracht. Die Betonung liegt jedoch auf „stabil“ –ein Skandi-Sideboard mit schlanken Holzbeinen ist nicht dafür gemacht, dass sich zwei Personen drauf setzen.

Ebenfalls super zum Umnutzen: Nachttische oder Schreibtischcontainer, sofern diese nicht auf Rollen stehen.

Hab keine Angst, dass diese bunte Mischung zu uneinheitlich rüberkommt – ein bunter Stuhl-Mix kann durchaus seinen Charme haben. Als optisches Bindeglied empfehlen sich Sitzkissen, welche die Unterschiede durch eine einheitliche Farbe ausgleichen kann.

 

Poufs und Polsterhocker bieten Ablage- wie Sitzplatz
 

Und nach dem Essen?

Wenn ihr für den Aperitif auf die Couch wechselt, und deine kleine Behausung nicht mit der eigentlich benötigten Wohnlandschaft aufwarten kann, sind Poufs und Polsterhocker dein bester Freund. Wer will, kann seinen Stuhl vom Essen mitbringen, oder nimmt auf dem Teppich oder einem Sitzkissen Platz. Etwas Improvisation, um alle unterzukriegen, ist möglicherweise auch hier gefragt, aber keine Sorge: Schließlich ist ein wenig Chaos und Spontanität auf seine Weise charmant und authentisch. Zum anderen sind gute Gespräche, leckeres Essen und Trinken und die gemütliche Stimmung das eigentlich Entscheidende bei deinem Empfang. Es muss ja nicht alles perfekt sein, sondern so gut wie es halt geht.

Um nicht das Gefühl von Enge aufkommen zu lassen, solltest ab und zu mal durchlüften und etwas Frischluft hineinlassen. Außerdem könnte ein gemeinsamer Verdauungsspaziergang nach dem Essen für Abwechslung sorgen, damit deine Festgesellschaft nicht immer nur auf  knappem Raum aufeinander sitzt.

Wir wünschen dir viel Spaß bei deinem Festempfang!