RATGEBER

Welcher Grill passt zu mir?

Es gehört zum 1. Mai so untrennbar wie Bier und Sonne: das Grillen. Sobald es die Temperaturen zulassen, sieht man schon Männer im Garten um die Glut stehen und Würstchen und Steaks auflegen. Und all diese Experten werden dir sagen: Grill ist nicht gleich Grill. Doch welcher Grill ist der richtige für wen und welcher Grill passt zu mir? Wir stellen dir die gängigsten Typen vor:

Der Rundgrill bzw. die Grillbox

Die Basic-Variante: Kohle anzünden, Rost drüber, losgegrillt (auch Vegetarier kommen hier voll auf ihre Kosten)
 

Der Klassiker ist einfach aufgebaut: Eine meist runde Schale fasst die glühende Kohle, darum liegt ein halbrunder Windschutz, wo der Rost eingesteckt ist. Diese Basic-Variante ist wohl die am häufigsten verkaufte, in Super- und Großmärkten sind solche Modelle schon ab 10 € zu haben. Legt man jedoch Wert darauf, dass er eine Weile hält, sollte man jedoch ein wenig mehr investieren, da bei den Billig-Modellen das dünne Blech rasch durchgerostet ist und sie auch oft etwas wackelig sind.

Ideal für: Gelegenheits-Griller. Da auch die Auflagefläche nicht besonders groß ist und nur ein paar Stücke gleichzeitig gegart werden können, reicht das für Familien, jedoch nicht unbedingt für große Grillfeste.

Der Kugelgrill

Nein, es ist nicht der Kugelgrill, der kugelrund macht ...

Das bojenartige Modell mit Deckel wurde in den USA erfunden. Damit die Grillkohle Sauerstoff bekommt, liegt sie auf einem Rost, der von unten belüftet wird. Zwei Vorteile hat dieser Aufbau: Im geschlossenen Innenraum zirkuliert die Hitze wie in einem Ofen, sodass auch indirektes Grillen möglich ist, was das Grillgut schonender durchgart. Zudem kann man ihn auch bei unstetem Wetter anfeuern, gelegentliche Regenschauer machen ihm nichts aus. Und dieser Grilltyp abschließt, kann er übrigens auch als Smoker, sprich: zum Räuchern benutzt werden.

Ideal für: fortgeschrittene und experimentierfreudige Griller, die auch ausgefallenere Mahlzeiten auf dem Grill zubereiten wollen.

 

Für Experten: Ein Räuchergrill garantiert natürlich nochmal ein ganz besonderes Geschmackserlebnis bei Stockfisch und Co.

 

Der Säulengrill oder Kaminzuggrill

Der Name offenbart Funktionsprinzip: Wie bei einem Kamin wird die Kohle von unten belüftet. Gerade bei trichterförmigen Aufbauten glüht die Kohle von unten nach oben durch, was wesentlich schneller geht und zudem keine zusätzlichen Anzündhilfen erfordert. Durch die Bauweise stehen diese Modelle relativ sicher auf ihrem Fuß.

Ideal für: alle, die auf Brennmittel verzichten wollen. Gut für kleine Terrassen oder größere Balkone.

 

 

Die Grillstation bzw. der Grillwagen

Barbecue-Profis fühlen sich am größeren Gerät richtig zuhause. Sogenannte Grillstationen sind die praktische alles-in-einem-Lösung, die eine große Grillfläche bieten, Ablageflächen integriert haben und mitunter auch einen Deckel. Oft haben sie Rollen integriert, was bedeutet, dass sie einfach von A nach B zu transportieren sind.

Ideal für: Familien, anspruchsvolle Griller, die gerne im Garten grillen, oft mit Gästen. Es ist von Vorteil, einen Geräteschuppen oder anderen Ort zur Aufbewahrung zu haben.

 

Essen auf Rädern: Mit dem Grillwagen wird komfortabel angeschürt, wo immer du willst

Die Feuerstelle und der gemauerte Grill

Für diejenigen, bei denen Grillen ein fester Bestandteil des Lebens ist, darf der Grill auch mal einen dauerhaften Platz einnehmen. Hier kommt der gemauerte Grill infrage. Eine pragmatische Alternative ist eine Feuerstelle, in einer Feuerschale oder einem ausgemachten Bereich auf dem Boden, welche sowohl Feuerholz als auch Grillkohle halten kann. Darüber lässt sich ein Schwenkgrill platzieren, der schnell her-  bzw. weggeräumt ist.

Ideal für: alle, die einen eigenen Garten haben, viel und gerne draußen sitzen und auch mal Gäste haben.

 

Hat auch was von Lagerfeuer-Feeling: der Schwenkgrill

 

Der Elektrogrill

Puristen mögen über diese Art des Grillens die Nase rümpfen, aber ein paar Vorteile der elektrischen Grills sind nicht von der Hand zu weisen. So fällt vor allem das Anheizen fast komplett weg, binnen weniger Minuten kann das Grillgut aufgelegt werden und ist gleichmäßig durchgegart. Anders als Holzkohlegrills kann der E-Grill sogar im Innenraum betrieben werden (wenn der Raum gut belüftet ist). Einmal angeschafft, fallen außer dem benötigten Strom keine Folgekosten an.

Ideal für: hungrige, Pragmatiker, Balkone, Terrassen und Innenräume.

 

Der Gasgrill

Auch diese Variante kommt äußerst schnell in die Gänge. Angefeuert ist in Sekunden, und kurz darauf brutzeln schon die ersten Würstchen. Dank der regelbaren Temperatur ist der Umgang recht einfach, und das Grillgut wird in aller Regel schnell und gleichmäßig fertig. Meist sind das größere Gerätschaften, die viel Platz und Praxisnutzen integriert haben. Manche Modelle verfügen über praktische sogenannte Seitenkocher, die etwa für Beilagen verwendet werden können. Wer nicht ganz auf Rauch verzichten will, kann ihn sogar mit einem Smoker-Einsatz nachrüsten.

Ideal für: Eilige, Anspruchsvolle, Feinschmecker, Familien.

 

Gasgrills bieten auch anspruchsvollen Outdoor-Köchen einige Möglichkeiten

Hast du deinen perfekten Grill gefunden? So oder so: Wir wünschen allzeit großes Grillvergnügen und guten Appetit!