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Welcher Sonnenschirm ist der richtige?

Sonnenanbeter sein schön und gut, doch ganz ehrlich – der richtige Sonnenschirm ist unverzichtbar. Denn zu viel Sonneneinstrahlung ist schädlich, erhöht das Risiko für Hautkrebs und auch einen einfachen Sonnenbrand hat man sich schneller geholt als man denkt. Sonnenschirme gibt es in allen möglichen Größen, Formen und Funktionsvarianten. Aber welcher Sonnenschirm ist der richtige für mich? Hier ein paar Tipps, um dir die Auswahl zu erleichtern.

Übersicht:

Die wichtigsten Sonnenschirm-Arten im Überblick
Wo soll der Sonnenschirm stehen?
Runder oder eckiger Sonnenschirm?
Wie soll man den Sonnenschirm befestigen?
Welchen Sonnenschirm bei viel Wind?
Die richtige Sonnenschirm-Bespannung
Für den richtigen Sonnenschutz: Der UPF-Faktor
Die richtige Pflege deines Sonnenschirms
Zusammenfassung

 

Ampelschirme haben den Vorteil, dass kein Mittelmast stört

Die wichtigsten Sonnenschirm-Arten im Überblick

Stockschirme

Die sogenannten Stockschirme (bzw. Mittelmastschirme) sind die klassischen und immer noch am meisten verbreiteten Sonnenschirme, welche den Standfuß in der Mitte haben.

Ampelschirme

Ampelschirme sind eine innovative Weiterentwicklung, denn diese Modelle haben einen seitlichen Standfuß. Der Vorteil: Man kann sich ohne störenden Mittelmast ganz frei unter der beschatteten Fläche bewegen.

Balkonschirme

Du findest auf home24 eine eigene Kategorie für Sonnenschirme, die sich aufgrund von Größe und Form gut für den Balkon eignen.

 

Wo soll der Sonnenschirm stehen? Balkon oder Terrasse?

Die erste richtungsweisende Entscheidung beim Sonnenschirmkauf wird durch die Größe des Orts bestimmt, wo du ihn aufstellen willst. Daraus kannst du auch ablesen, wie groß dein Sonnenschirm in etwa sein soll.

Hast du nur einen kleinen Balkon zu beschatten, bist du logischerweise mit einem kleinen Sonnenschirm schon gut bedient, wie du sie in der Kategorie “Balkonschirme” (s.o.) findest. Soll der Schirm hingegen Schatten auf der Terrasse oder im Garten spenden, lohnt es sich, ein wenig größer zu denken, damit auch genug Leute Platz unter seinem schattigen Dach finden, und du ihn auch nicht andauernd entlang zum Sonnenstand bewegen musst.

Natürlich wird die effektive Beschattung auch durch die Höhe des Schirms und den Stand zur Sonne bestimmt. Tipp: Probiere z.B. mit einem großen Regenschirm aus, wie viel Schatten du von einer Fläche an der gewünschten Stelle bekommst – und zwar zu dem Zeitpunkt, wo du ihn am wahrscheinlichsten brauchst (z.B. Mittag oder Nachmittag).

Runder oder eckiger Sonnenschirm?

 

Sonnenschirm Sombrila ist aus hochwertigem Eukalyptusholz gefertigt

Wie schon geschrieben, der runde Sonnenschirm steht schon fast sinnbildlich für Urlaub und Sommer. Deswegen ist er perfekt für ein schönes Gartenambiente mit Ferienromantik. Er passt auf Balkone, für den Platz an der Sonnenliege und kleinere Terrassen. Und natürlich ergänzen sich runder Tisch und runder Schirm sehr gut gegenseitig.

Ein eckiger Sonnenschirm ist meist in einer höheren Preisklasse angesiedelt, also schon bei den Profischirmen. Da die meisten Flächen rund ums Haus aber quadratisch sind, also Terrassen, Balkone oder Esstische, hat diese Form den Vorteil, für eine bessere und passendere Schattenausbeute zu sorgen.

Wie soll man den Sonnenschirm befestigen?

Klar: Du willst nicht, dass du deinen Sonnenschirm bei der ersten Windböe aus Nachbars Garten abholen musst. Es gibt eine Vielzahl von Befestigungsmechanismen, vom Kunststoff-Schirmständer bis zur festen Verankerung.

Die einfachste und günstigste Version ist der einfache Kunststoff-Ständer, welcher mit Wasser oder Sand befüllt wird. Das ist praktikabel für den günstigen Baumarkt-Schirm, jedoch nicht die langlebigste Lösung. Betonständer mit Kunststoffhülle bringen ein bisschen mehr Gewicht auf die Waage.

Wenn du dich für einen stabilen, hochwertigen Schirm entscheidest, der die Zeit überdauern soll, ist es sinnvoll, auch etwas in die Befestigung zu investieren. Ständer aus Granit bieten sich als Dauerlösung an. Eine Alternative sind Edelstahl-Ständer, in die Beton- oder Granitplatten eingelegt werden. Tipp: Zur Sicherheit kannst du diese Platten zusätzlich mit Pflanzkübeln beschweren – das sieht zudem auch toll aus.

Ampelschirme sind aufgrund ihres Aufbaus etwas windanfälliger, brauchen also mehr Beschwerung. Welches Gewicht der Schirmständer zum jeweiligen Sonnenschirm haben sollte, erfährst du in den Produktdetails: dort ist meist eine Mindestbelastung angegeben.

Welchen Sonnenschirm bei viel Wind?

Es gilt, wie oben schon gesagt: Je mehr Wind, desto mehr Gewicht brauchst du zur Befestigung des Schirmständers. Es kann auch helfen, den Sonnenschirm zusätzlich mit Gurten zu vertäuen – solange du damit keine Stolperfalle baust. Aus Stabilitätsgründen solltest du hier einem Mittelmast- bzw. Stockschirm den Vorzug geben. Wenn öfter mal der Wind in die Schirmfläche bläst, solltest du auf jeden Fall auf eine hochwertige Ausführung Wert legen, also einen dicken Mast, robuste Querstreben, stabile Metallbeschläge und einen reißfesten Stoff. In diesem Fall lohnt es sich auch, etwas mehr zu investieren.

Größere Sonnenschirme haben an der Spitze ein Windventil eingebaut, d.h., der Luftzug kann dort passieren, anstatt die Schirmfläche zum Segel zu machen.

In windigeren Gegenden ist es ratsam, den Sonnenschirm mit einer fest installierten Bodenhülse zu verankern. Das natürlich nur, wenn du einen festen Platz für deinen Schirm hast. So oder so: Wenn ein Unwetter aufzieht, solltest du in jedem Fall den Schirm schließen und ggf. mit der Schutzhülle sichern.

Guter Stoff: Die richtige Sonnenschirm-Bespannung

 

Ein Schattenplatz in der Sonne: So sieht der Sommer aus

In aller Regel sind Sonnenschirme mit einem Polyesterbezug bespannt. Baumwolle mag natürlicher sein, hat aber gegenüber dem Kunstfaserstoff den Nachteil, nicht wasserfest zu sein, schneller zu verschmutzen und ist auch anfälliger für Schimmel. Polyester ist dagegen pflegeleicht, robust und auch lichtecht, d.h. die Farbe bleicht nicht so schnell aus. Hochwertige Polyester-Bespannungsstoffe haben eine Stärke von 180 g/m² oder mehr.

Vorteil: Ein Sonnenschirm schützt nicht nur vor Sonne, auch beim einsetzenden Regenguss kann man unter sein aufgespanntes Dach flüchten.

Für den richtigen Sonnenschutz: Der UPF-Faktor

Die potenziell schädliche UV-Strahlung geht auch durch Kleidung und Stoffe, wenn auch in erheblich geringerem Maße. Deswegen wird auch bei Sonnenschirmen mit einem Lichtschutzfaktor gearbeitet. Die Maßzahl dafür ist der UPF-Wert (Ultraviolet Protection Factor). Auch wenn es verschiedene Standards gibt, nach denen er ermittelt wird, gibt er einen Aufschluss darüber, welchen Strahlungsschutz der Schirm bietet.

Grob gesagt gilt folgende Einteilung:

  • UPF 15 bis 24 = mittlerer Schutz
  • UPF 25 bis 50 = hoher Schutz
  • Ab UPF 50+ = ausgezeichneter Schutz

Ein Sonnenschirm-Stoff mit UPF 50+ lässt nur 2 % der UV-Strahlung passieren. Gerade sonnenempfindliche Personen sollten darauf achten, dass ihr Sonnenschirm ausreichend Schutz bietet.

Die richtige Pflege deines Sonnenschirms

Sonnenschirme sind relativ pflegeleicht. Der Polyesterstoff ist in aller Regel schmutzabweisend und unempfindlich gegenüber Schimmel o.ä. Besteht der Mast aus Holz, kann man ihn mit einem Holzpflegemittel imprägnieren. Oft kommen witterungsbeständige Hölzer wie Teak oder Akazie zum Einsatz, für die es spezielle Pflegemittel gibt, welche die schöne Farbe erhalten.

Im Winter solltest du deinen Sonnenschirm innen lagern, an einem Ort, wo er nicht in Staunässe steht oder liegt. Außerdem lohnt sich für den Einsatz im Freien eine Schutzhülle, die du, sofern nicht im Lieferumfang enthalten, als Zubehör erwerben kannst. An Regentagen schützt du damit den Stoff und das Gestell und verlängerst somit seine Lebensdauer.

 

Der richtige Sonnenschirm sollte in keinem Garten fehlen

Fazit: Was man bei Sonnenschirmen beachten muss

Zusammengefasst kann man also sagen: Es lohnt sich, in einen hochwertigen Sonnenschirm zu investieren, schließlich sollte er im Idealfall stabil, schützend und langlebig sein.

Welcher Sonnenschirm der richtige für deine Zwecke ist, leitet sich aus diesen Überlegungen ab:

• Wie groß ist die zu beschattende Fläche?
• Wie ist sie geformt? Lohnt sich ein eckiges Segel?
• Hast du Platz für einen Mittelmast, oder wäre ein Ampelschirm praktischer?
• Gibt es an der fraglichen Stelle viel Wind?