RATGEBER

7 Tipps zum Wohnen mit Hund

Foto: Anastasia Eismann

 
 

Am 9. Juni ist Tag des Hundes. Das nur so als Info. Denn wer einen Hund hat, der hat sowieso 365 Tage des Hundes im Jahr. Nicht selten kommt es vor, dass die Kollegen in den Showrooms gefragt werden, welche Möbel sich für das Zusammenleben mit einem Hund eignen. Deswegen kommen hier unsere Tipps, wie du dich einrichtest, damit das Zusammenwohnen mit Hunden möglichst nervenschonend abläuft.

1. Auf belastbare Materialien setzen

Beim Wohnen mit Hund ist die Couch ein häufiger Streitpunkt. Klar, Katzenbesitzer haben hier noch ganz andere Leidensgeschichten zu erzählen, aber die Krallen von Hunden stellen eine stärkere Belastung für Bezugsstoffe dar als die doch ziemlich glatten Menschenhintern. Deswegen sollten deine Polstermöbel mit möglichst robustem Material bezogen sein. Gut machen sich stabile Webstoffe aus Polyester, die sehr unempfindlich sind, aber gleichzeitig eine angenehme Haptik bieten. Idealerweise sind sie auch noch schmutzabweisend und pflegeleicht. Auch Mikrofaserstoffe sind enorm belastbar. Glatte Oberflächen sind leichter zu reinigen, falls der letzte Regenspaziergang Spuren hinterlassen hat. Du wirst nie verhindern können, dass du deine Couch regelmäßig absaugen musst, aber glatte Stoffe geben Haare leichter her als flauschige wie Samt.

 

Pflegeleichte Möbelstoffe sind reißfest und lassen sich leicht absaugen

 

Leder und Kunstleder sind nicht ideal. Leder ist zwar super reißfest, die Beschichtung kann aber leicht Schaden nehmen, sodass die Oberfläche bald unschön aussehen wird. Wenn du auf den Leder-Look stehst raten wir zu Mikrofaser-Stoffen, welche die Erscheinung von edlem Leder täuschend echt nachbilden.

Hier kannst du übrigens mehr über Polstermöbelstoffe erfahren!

Die Alternative ist, die Lebensdauer deines Sofas durch einen Überwurf zu verlängern. Gerade wenn dein Sofa nicht so pflegeleicht ist oder die Hundehaare sich schwerer absaugen lassen, ist eine schöne Tagesdecke die praktischste Variante. Auch hier empfiehlt sich ein leicht waschbarer Stoff mit glatter Oberfläche.

2. Schaffe dem Hund einen eigenen Platz

Hunde brauchen ausgewiesene Rückzugsorte. Du musst dafür nicht unbedingt ein eigenes Hundebett kaufen, eine alte Decke, vielleicht in einem Korb, tut es auch. Von Bedeutung ist auch der Platz: Gut ist eine Ecke neben dem Sofa, wo kein Luftzug und keine direkte Sonneneinstrahlung herrscht, und das Tier zwar in Gesellschaft ist, aber auch ein wenig Distanz hat. Ab und zu muss er sich nämlich zum Ausruhen auch etwas zurückziehen. Damit er entspannen kann, sollte an seinem festen Platz auch kein Durchgangsverkehr (wie z.B. neben der Tür) herrschen.

 

Er war's nicht

 

Nun muss er nur noch lernen, dass dieser Platz seiner ist. Gewöhne ihn am besten – mit positiver Verstärkung durch Lob und Leckerli – direkt daran. Das ist der Ort, wo er seine Spielzeuge findet und seinen Knochen kauen kann. Und wenn er in seinem Korb ist, lass ihn am besten in Ruhe, denn dafür ist dieser Ort da.

3. Richte hundefreie Zonen ein

Klar, du liebst deinen Hund. Aber das bedeutet noch nicht, dass er sich überall hinlegen darf. Du bestimmst die Regeln. Wenn du ihn nicht in deinem Bett haben willst, dann lässt du ihn das wissen. Das wichtigste ist: Halte dich selbst an diese Regel – das Konzept “Ausnahme” ist einem Tier nicht vermittelbar. Wenn das Bett tabu ist, ist es das in jedem Moment. Natürlich darf er trotzdem bei dir sein – bring seinen Korb/sein Bett einfach ins Schlafzimmer, neben dein Bett.

 

Links: Ein Überwurf schützt dein Bett oder Sofa tagsüber vor Schmutz und Haaren

 

4. Keine Luxusgegenstände anschaffen

Zum Wohnen mit Hunden gehört immer ein gewisses Risiko, dass sie sich nicht so verhalten, wie man es von einem Menschen erwarten würde. Bei aller Erziehung kann es immer mal passieren, dass sich dein Hund übergibt, Durchfall hat oder er deine Möbel als Sparringpartner auserwählt hat. Und dann ist es meist schon zu spät. Deswegen solltest du auf Einrichtungsgegenstände setzen, deren Verlust oder Beschädigung du im schlimmsten Fall verschmerzen kannst. Ein wertvoller Perserteppich ist aus oben genannten Gründen ständig in Gefahr. Das ist für dich auch nicht entspannend.

 

Er weiß von nichts

 

Wenn du schon welche hast, wie etwa kostbare antike Vasen, müsstest du einen Ort für sie suchen, wo sie gut geschützt sind, etwa hoch oben auf einem stabil stehenden Schrank oder einer Vitrine.

5. Der richtige Boden fürs Wohnen mit Hund

Als Bodenbelag empfiehlt sich ein Holzboden oder Laminat besser als ein fest verlegter Teppich, da diese pflegeleichter sind. Natürlich sind allzu glatte Unterlagen nicht ideal zum Laufen für Hundepfoten, da sie einen gewissen Halt für die Krallen brauchen.

Unsere Empfehlung: Lege auf den wichtigsten Flächen Teppiche aus wie unsere Outdoor-Teppiche, die sind nämlich sehr pflegeleicht, unheimlich robust und schmutzabweisend. Dazu sehen sie auch noch ziemlich gut aus.

6. Passe deine Einrichtung der Fellfarbe an

Outdoorteppiche sind pflegeleicht und robust, drinnen wie draußen

 

Die Sofafarbe passend zur Fellfarbe auswählen? Nun, optische Aspekte spielen da nur eine untergeordnete Rolle, aber aus pragmatischen Gründen ist das ein durchaus hilfreicher Tipp. Das wird dir jeder Besitzer einer weißen Katze und schwarzen Kissen sagen können, während andere Tierhalter wohl ihr Liedchen über schwarzes Fell und helle Textilien singen können. Und wenn du nicht gerade einen Xoloitzcuintle zuhause hast, wird dich dieses Thema immer beschäftigen. Bei deinem nächsten Sofa- oder Teppichkauf solltest du also durchaus über die Farbwahl unter dem Aspekt betrachten, wie gut die Fellhaare deines Hundes darauf sichtbar sein werden.

7. Achte auf mögliche Sicherheitsrisiken

Gerade junge Welpen sind in ihrem ungebremsten Spieltrieb ziemlich unberechenbar. Gehe also aufmerksam durch die Wohnung und überprüfe, wo potenzielle Gefahren lauern. Sind da freiliegende Elektrokabel? Lass sie lieber hinter dem Schrank verschwinden. Könnte der Hund an dem Kabel versehentlich die Stehleuchte herunterreißen und sie zerbrechen? Besteht die Gefahr, dass der Hund etwas abknabbert und verschlucken könnte, wie zum Beispiel Zierknöpfe an Kissen?

 

Er kann echt nichts dafür

 

Auch in der Küche solltest du darauf achten, dass gefährliche Dinge außer Reichweite bleiben. Halte also deine Schränke gut verschlossen und lagere diese Risikogegenstände auf Kopfhöhe.

Übrigens gibt es auch zahlreiche Lebensmittel, die für den Hund potenziell tödlich sein können: Schokolade und Kakao sollten Hunde auf keinen Fall bekommen, Weintrauben und Rosinen können akutes Nierenversagen hervorrufen, und die Zuckeraustauschstoffe Xylitol und Xylit (in vielen Bonbons enthalten) sind für Hunde hochgiftig. Und das sind nur ein paar Beispiele. Du willst sowieso nicht, dass dein Hund sich irgendwo einfach bedient, also lagere dein ganzes Essen gut geschützt vor neugierigen Fellnasen.

Wir wünschen dir ein harmonisches Zusammenleben mit deinem vierbeinigen Freund!