Shop the Look

Skandi-Stil: nordisch und gemütlich

Zuhause ist, was dir gefällt – so weit, so wahr. Aber wie kann man eigentlich das beschreiben, was einem gefällt? Um dir die Auswahl zu erleichtern, haben wir unser Sortiment in ein paar grundlegende Kategorien unterteilt. In dieser Serie präsentieren wir dir unsere sieben home24 Einrichtungsstile und erklären dir ihre Basics.

Heute stellen wir dir den skandinavischen Stil vor, warum die nordischen Länder unseren Wohngeschmack und unsere Vorstellung von Design so beeinflusst haben, und wie du den Skandi-Charme auch bei dir einziehen lässt.
 

 

Grundzutaten des skandinavischen Stils

Materialien

Wer an Schweden, Norwegen oder Finnland denkt, hat automatisch Bilder von weiten Fjordlandschaften, tiefen Nadelwäldern und riesigen Seen vor dem inneren Auge. Verständlich, dass die Skandinavier eine innige Beziehung zu ihren beeindruckenden Naturlandschaften haben, die sich auch in ihrer Einrichtung widerspiegelt.

Naturmaterialien, allen voran Holz, spielen eine gewichtige Rolle im skandinavischen Design. Kein Wunder, ist doch speziell helles Nadelholz im Überfluss verfügbar. Auch Wolle, Filz, Felle und Leder sind als Ergänzung gerne genutzt. Moderneres Skandi-Design nutzt gerne den Kontrast aus urwüchsigem Holz und monochromen Lackflächen bzw. Polsterstoffen.

Naturschönes Holz steht im Skandi-Design ganz im Vordergrund

Farbgebung

Besonders geschätzt wird Skandi-Chic für sein helles und freundliches Erscheinungsbild. Auch das ist nicht überraschend, denn wenn es nördlich von Stockholm im Winter teilweise kaum hell wird, braucht es jeden Lichtblick im Inneren. Dominierende Farben sind Weiß, Beige, lichtes Grau und helle Holztöne, die miteinander eine attraktive Symbiose eingehen. Zurückhaltende Creme-, Pastell- und Pudertöne machen einen wichtigen Teil der skandinavischen Farbpalette aus. Grün- und Blautöne in verschiedenen Ausprägungen fangen das Flair der sommerlichen Natur ein. Das typische Falunrot oder „Schwedenrot“, in welchem in Schweden ca. zwei Drittel der Holzhäuser angestrichen ist, hat seinen Ursprung in der Bergbaustadt Falun und entstand aus Nebenprodukten der Kupfererzproduktion.

Muster

Eine weitere skandinavische Spezialität ist Textildesign. Die schlichten, aber markanten Muster, die Kissen, Teppiche und Überwürfe zieren, haben sehr oft Motive aus der Natur zum Vorbild, die auf sehr dekorative Weise abstrahiert werden: Aus dem Erscheinungsbild von Baumrinde, Wasseroberflächen und Sträuchern entstehen Zickzack-, Wellen- und Blättermuster, welche in dem zurückhaltenden Setting ihre Wirkung voll entfalten können – hier dürfen auch ein paar kräftigere Farben zum Einsatz kommen. Gezielte Akzente sorgen für die wohnliche Wirkung.

Zarte Pastelltöne: typisch Skandi-Style

Formen

Schlicht, aber formvollendet – das ist das skandinavische Design-Credo. Skandi-Möbel brauchen nicht viele Schnörkel, wissen aber sanft abgerundete Formen und gerade Linien zu verbinden. Die großen skandinavischen Design-Legenden aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts (s.u.) wirken bis heute als Einflussgeber fort – deswegen findet man oft noch Mid-Century-Einflüsse und -Zitate, wie schräg abgestellte Möbelbeine und elegante Rundungen.

Und auch ein weiterer Aspekt ist typisch nordisch: das Primat der Funktion. Die berühmte Gestaltungsmaxime „form follows function“, die im Bauhaus erhoben wurde, hat klare Spuren im Skandi-Design hinterlassen. Nordische Möbel sollen nie „nur“ schön sein, sie sind für den alltäglichen Gebrauch konzipiert und deswegen kompromisslos praktisch und nützlich. Ein weiterer Faktor, der den weltweiten Siegeszug des nordischen Wohnstils erklärt.

 

Formschön, aber kompromisslos praktisch: Das ist der Anspruch nordischer Designermöbel
 

Die Geschichte des skandinavischen Designs

Stilprägende Impulse für modernes Wohnen kamen schon im späten 19. Jahrhundert aus Schweden. In ihrem Haus nahm das Künstlerehepaar Carl und Karin Larsson vieles vorweg, was das Skandi-Design später ausmachen sollte. Wer sich dafür interessiert: Eine Führung im Carl Larsson-Haus lohnt sich immer.

Ab den 1950er Jahren, der Zeit, als Designer und Architekten beflügelt von Aufbruchsstimmung und Fortschrittsglauben die Moderne gestalteten, kamen wichtige Beiträge dazu aus Finnland, Norwegen und besonders Dänemark. Architekten und Designer wie Alvar Aalto, Eero Sarinnen, Poul Henningsen, Verner Panton oder Arne Jacobsen schufen mit ihren Entwürfen, die sie teilweise nur für einzelne Projekte realisierten, Designklassiker, die bis heute hergestellt, adaptiert und zitiert werden. Ikonen wie Jacobsens Egg Chair, Greta Grossmans Grasshopper Lamp, Hans Wegners Wishbone Chair oder die Sofas und Stühle von Finn Juhl sorgten dafür, dass ‘Danish Design‘ weltweit zum Qualitätsmerkmal wurde.

Diese Beispiele zeigen: Es braucht nicht viel, um echte Hingucker zu schaffen

Zusammenfassung: Das zeichnet den Skandi-Stil aus

Folgende Elemente machen eine Skandi-Einrichtung aus und bringen nordischen Flair in dein Zuhause:

✔ Möbel in einfachen, aber eleganten Formen
✔ Eine gewisse Retro-Anmutung
✔ Häufig: schräg abgestellte, runde Möbelfüße, konisch zulaufend
✔ Viel helles Holz, kombiniert mit Weiß
Helle Farbpalette mit Weiß, Beige, Pastelltönen und vereinzelten kräftigeren Farbakzenten
✔ Bunte Textilien mit grafischen Mustern
✔ Liebe zu Naturmaterialien
Beschränkung aufs Wesentliche, maßvolle Deko
✔ Hohe Alltagstauglichkeit, praktische Lösungen