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  1. Tipps & Ideen
Sideboard aus dunklem Holz mit darauf stehendem Arrangement aus stilvollen Bildern, Vasen und ausgewähltem Dekor

11 Einrichtungsfehler – und wie du sie vermeidest

Beim Einrichten kann auch so einiges schief gehen. Diese 11 Einrichtungsfehler passieren auch Leuten mit Stilgefühl. Wir zeigen dir, wie man sie am besten vermeidet.

1. Alles an die Wand stellen

Fehler: Gerne tendieren wir dazu, alle Möbel brav an die Wand zu stellen und die Mitte des Raumes frei zu lassen. Fühlt sich vielleicht sicherer an, sieht aber ungemütlich aus. Wenn alle Wände vollgestellt sind, kann dies nämlich ziemlich erdrückend wirken. Vor allem große Räume wirken dann schnell wie ein kühler Ballsaal. Und vor allem, wie (wenn überhaupt) wird dieser Freiraum genutzt?

So geht’s besser: Spiele mit den Raumproportionen: den Schreibtisch vertikal zur Wand, das Sideboard als Raumtrenner. Trau dich ruhig, auch mal ein Möbelstück wie den Esstisch oder das Sofa mitten im Raum zu platzieren. Das lockert ungemein auf! Wenigstens ein Möbelstück sollte der Sitzecke im Wohnzimmer gegenüber und nicht an der Wand stehen.

Im kleinen Wohnzimmer hilft es auch schon, das Sofa leicht von der Wand wegzurücken und leicht schräg zu platzieren.

2. Ungemütliches Licht

Fehler: Eine einsame Deckenleuchte im Raum. Das war’s dann auch schon. Gemütlich sieht anders aus. Hey, an der Beleuchtung solltest du nicht geizen, denn erst sie erzeugt eine heimelige Atmosphäre zu Hause. Zu wenige Lichtquellen sind daher auch ein beliebter Einrichtungsfehler.

So geht’s besser: Eine Deckenlicht sorgt für die indirekte Hintergrundbeleuchtung – übrigens lohnt es auch hier schon ein paar Taler mehr auszugeben und eine stylische Deckenlampe zu wählen. Wer aber nicht wie im OP-Saal wohnen möchte, sollte vor allem auch zusätzlich auf mindestens noch 2-3 weitere kleine Lichtquellen setzen. Neben der Stehlampe bzw. Leselampe verleiht auch eine Tischleuchte z.B. auf dem Beistelltisch dem Raum Tiefe und Struktur. Tipp: LED-Lampen sind genauso umweltfreundlich wie Energiesparlampen, spenden aber ein viel wärmeres Licht!

Lampe als gemütliche Lichtquelle auf Sideboard mit Vase und Büchern an Wand stehend mit aufgehangenen Bildern

Erfahre hier, welche Beleuchtung für welchen Raum am besten geeignet ist.

Fehler: Letztes Jahr noch der eine Farbton, dieses Jahr der andere. Ach und nächstes Jahr ist der jetzige Stil übrigens schon wieder out. Wer nur nach Trends wohnt, muss nicht nur tief in den Geldbeutel greifen, sondern kann auch gleich auf eine individuelle Note zu Hause verzichten.

So geht’s besser: Die Mode geht mit gutem Beispiel voran: Setze am besten auf zeitlose Basics, vielleicht in neutralen Tönen wie Schwarz, Weiß und Grau. Die passen zu allem und machen jeden Trend mit. Natürlich darfst du Trends befolgen, nur nicht übertreiben. Such dir die It-Pieces aus, die zu dir und deiner vorhandenen Einrichtung passen. Aktuelle Wohntrends können auch erstmal in Form von Kissen, Teppich oder sogar einer Wandfarbe einziehen. Hast du dich dann noch immer nicht daran satt gesehen, kann auch in Großmöbel investiert werden.

4. Zu kleine Teppiche

Fehler: Der Esszimmerstuhl steht mit zwei Beinen auf dem Teppich, mit den anderen beiden auf dem Boden – eine wacklige Angelegenheit und unharmonisch zugleich! Dasselbe gilt für einen kleinen Teppich unterm Bett oder Tisch. Die Möbel wirken irgendwie nicht zusammengehörig.

So geht’s besser: Messe vorher aus, ob der Teppich groß genug ist. Tipp: Rechne zur Sofabreite ca. 20 – 30 cm dazu und stelle das Sofa auch zu etwa einem Drittel auf den Teppich. Couchtisch und falls vorhanden Sessel oder weitere Sitzmöglichkeiten sollten ebenfalls mit auf dem Teppich Platz finden. So ist der gemütliche Wohnbereich eine optische Einheit.

Passender Teppich zu Sofalandschaft mit weiteren Sitzmöglichkeiten wie Poufs

Welcher Teppich für welchen Raum?

5. Alles aus einer Serie bzw. einem Material

Fehler: Wohnen wie im Möbelhaus – verlockend und passen tut’s auch, aber Hand aufs Herz: Komplette Möbelserien sind ehrlich gesagt auch ein bisschen langweilig und irgendwie bieder, stimmt’s? Eine perfekte Einrichtung wie frisch aus dem Möbelkatalog wirkt unpersönlich und lässt kaum Raum für Veränderungen.

So geht’s besser: Mach dir keinen zeitlichen Stress – ein Zuhause mit Charakter wächst mit den Jahren. Wage den Mix aus Alt und Neu und scheue dich auch nicht davor, verschiedene Möbel aus unterschiedlichen Serien, Stilen und Materialien miteinander zu kombinieren. Das wirkt lockerer und persönlicher als eine 1:1 Einrichtung aus dem Möbelhaus.

Verschiedene Esszimmerstühle gemixt am Esstisch mit Glasplatte stehend

Auch hübsche Vintageteile vom Flohmarkt wie ein Esstisch kann zu den modernen Designerstühlen passen. Solange ein roter Faden erkennbar ist, ist alles erlaubt. Unser Tipp: Beschränke dich auf max. 2 Holzarten im Raum und achte darauf, dass eingesetzte Farben miteinander harmonieren.

Mix und match: Inspiration

6. Zu viel Deko

Fehler: Zwischen all den Kissen findest du selbst keinen Platz mehr auf dem Sofa, zum Abstauben des Sideboards müssen erstmal massenweise Kerzen, Vasen und Schälchen heruntergestellt werden und den Beistelltisch kann man aufgrund unzähliger Dekoobjekte schon gar nicht mehr nutzen? Sind alle Flächen vollgestellt, wirkt das nicht stylisch, sondern erdrückend und unordentlich. Klassischer Fall von zu viel des Guten!

So geht’s besser: Erst die Deko macht einen Raum wohnlich und individuell. ABER weniger ist auch hier mehr. Setze also lieber mit wenig Deko tolle Akzente! Auf dem Sofa sind 3-5 Kissen vollkommen ausreichend. Sortiere zudem einige Dekoobjekte aus und stelle nur deine Lieblinge zur Schau. Solltest du dich nicht trennen können, dann verstaue einfach vorübergehend ein paar Dekosachen im Keller und wechsel diese alle 2 Monate aus. Grüppchen in ungeraden Stückzahlen sehen übrigens weniger seltsam aus.

Aufgeräumt wirkendes Wohnzimmer mit wenigen Dekoobjekten auf Beistelltisch, zwei Kissen auf grauem Sofa, Sessel und Sideboard

7. Zu kurze bzw. gar keine Vorhänge

Fehler: Entweder die Vorhänge sind unterschiedlich lang (niemals die Gardinenstange direkt über dem Fenster anbringen!) und lassen somit den Raum unproportioniert wirken oder es hängen sogar gar keine Vorhänge im Raum. Ganz ohne wirkt ein Raum schnell kahl, ganz davon abgesehen, dass im Sommer der Sonnen- und am Abend der Sichtschutz fehlt und stattdessen ein großes schwarzes Viereck in der Wand ist. Ganz schön ungemütlich und gruselig, findest du nicht auch?

So geht’s besser: Bringe den Vorhang bestenfalls mit etwas Abstand zum Fenster und näher zur Zimmerdecke an und messe vorher unbedingt aus, wie lang deine Vorhänge sein müssen. Dadurch bleibt die Fensterfläche freier, die Fenster wirken größer und der Raum ebenso.

8. Einzelne Bilder planlos aufhängen

Fehler: Ein einzelnes Bild mitten an der Wand wirkt oft verloren, gar einsam, traurig und verlassen. Nun gut, jetzt werden wir sehr melancholisch. Aber in der Tat fehlt v.a. kleinen Einzelbildern der Bezug zu anderen Bildern.

So geht’s besser: Lass auf einzelnen Wänden echte Bildergalerien entstehen, während andere Wände frei bleiben. Sieht nicht nur besser aus, sondern hilft auch dabei, Räume zu gliedern (siehe Punkt 10). Du hast da aber ein Einzelbild, dass nur als Solokünstler brillieren kann? Dann häng es lieber ein Stückchen tiefer in die Nähe von Sideboard oder Beistelltisch – so entsteht ein schickes Ensemble.

Wohnbereich mit grüner Couch, Sideboard aus hellem Holz mit darauf stehenden Pflanzen und Bildergalerie an der Wand

Alles im Rahmen! Tipps zum Arrangieren deiner Bilder.

9. Zusammengewürfelt statt stilvoll gemixt

Fehler: Stilmix, immer gern. Aber bitte gekonnt. Das bunte Mitbringsel aus Afrika neben dem auffälligem Barock-Spiegel und dem exzentrischen Designersofa – Hilfe! Wo soll man da zuerst hinschauen? Überlege besser zweimal, welche Stile wirklich miteinander harmonieren.

So geht’s besser: Statt planlos und wild gefühlt einfach alles miteinander zu mixen, versuche die einzelnen Elemente im Raum farblich und stilistisch aufeinander abzustimmen. Ähnliche Farbfamilien oder schöne Materialkombinationen wie dunkles Holz und Messing beruhigen das Auge. Dabei musst du aber nicht auf Eye-Catcher wie das exzentrische Designsofa verzichten. Setze es dafür bewusst und alleine in den Fokus und gruppiere drumherum zurückhaltendere Dinge. So wirkt der Raum gleich ruhiger.

Unsicher? Inspiration kannst du dir in unseren Wohnstil-Looks holen.

10. Zu große oder zu kleine Möbel

Fehler: Das Wohnzimmer ist leider echt klein geraten, aber die urgemütliche XXL-Couch, ja, die muss schon sein! Findest du wirklich? Wenn wir mal ganz ehrlich sind, lässt das riesige Sofa das Zimmer drastisch schrumpfen. Wenn im restlichen Zimmer kaum noch freie Flächen vorhanden sind, ist das Sofa einfach eine Nummer zu groß. Auch umgekehrt entsteht ein falsch proportionierter Eindruck: Ein kleiner Tisch wirkt in einem großen Zimmer schlicht verloren.

So geht’s besser: Stimme die Größe und Nutzung des Raumes auf die Größe der Möbel ab. Kleine Zimmer brauchen kompakte Möbelstücke, weitläufige Zimmer vertragen große Möbel. Wähle also z.B. lieber einen schicken 3-Sitzer mit Sessel statt der Sofalandschaft in der kompakten Stadtwohnung. Ausnahme: Ein großer Esstisch beispielsweise wirkt auch in kleinen Räumen toll, wenn er das einzige große Möbelstück ist.

11. Unstrukturierte Räume

Fehler: Häufig ist es dem mangelnden Wohnraum geschuldet, dass ein Zimmer mehreren Zwecken dient wie Wohn- und Essbereich oder Bügelzimmer, Büro und Gästezimmer in einem. Das Resultat sind oft eine unstrukturierte Ansammlung von Möbeln ohne ein Fünkchen Gemütlichkeit. Ein Zimmer ohne Struktur wirkt unordentlich, selbst wenn es aufgeräumt ist.

So geht’s besser: Wenn der Raum schon mehrere Bereiche vereint, dann zeige dies auch, indem du ihn in optische Zonen unterteilst.

Zoniertes Wohnzimmer mit cremefarbenen Wohnmöbeln, Teppich in Rautenmuster, Korbstuhl mit Fell und Pouf

Hierbei helfen Teppiche als Wohninseln, Bildergalerien an den Wänden oder auch Lampen (eine Hängelampe über dem Esstisch und Tisch- und Stehlampe um das Sofa herum). Auch Regal oder Sideboard können als Raumtrenner fungieren. Versuche, alle Elemente anhand gedachter Linien aufeinander zu beziehen.


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