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Textilien-Ratgeber auf Home24

Der Home24 Textilien-Ratgeber


Es gibt sie in Hülle und Fülle: Textilien. Als Grundlage diverser Möbelstücke, aber auch unterschiedlichster Alltagsgegenstände sind Textilien unverzichtbar. Doch in der enormen Vielfalt steckt auch ein gewisses Maß an Unübersichtlichkeit – mit diesem Textilien Ratgeber möchten wir ein wenig Licht ins Dunkel bringen und Ihnen hilfreiche Informationen zu den einzelnen Stoffen mit an die Hand geben. Mithilfe dieses Leidfadens können Sie sich einen Überblick über die Eigenschaften und Charakteristika gängiger Textilien wie Leder, Samt, Baumwolle, Polyester, Leinen oder Sisal machen. Die Verwendungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Textilien im Haushalt sind dabei ausgesprochen vielfältig: von Kissen & Plaids über Bettwäsche & Bettlaken, Bettdecken & -kissen, Gardinen & Vorhängen, Tischwäsche, Teppichen bis hin zu Badtextilien und Küchentextilien. Doch egal für welchen Stoff Sie sich entscheiden – jede Textile hat ihre eigenen ganz speziellen Vor- und Nachteile. Übrigens: In unserem exklusiven Wohnratgeber und Möbellexikon finden Sie viele weitere interessante Fakten aus der Welt der Möbel und Einrichtungsgegenstände. Schauen Sie herein, es lohnt sich!



Alpaka

Textilien Ratgeber: AlpakaBei der Alpakawolle handelt es sich um die Unterwolle des in Südamerika beheimateten Alpakas. Das kamelartige Tier wird etwa alle zwei bis vier Jahre geschoren, pro Schur gibt es ca. drei bis vier Kilo der begehrten Wolle ab – nicht viel also! Besonders begehrt ist übrigens die Wolle der Baby-Alpakas, die den Jungtieren in geringen Mengen entnommen wird. Alpakawolle gilt als besonders leicht, elastisch und gut wärmend. Außerdem ist sie ausgesprochen weich und besticht durch ihre hohe Anschmiegsamkeit, was sie sehr beliebt macht. Auch das Farbspektrum des Materials ist beachtlich: Alpaka kommt in insgesamt rund 20 unterschiedlichen Schattierungen vor – von Weiß über Grau und Braun bis hin zu Schwarz. Die Wolle wird sowohl rein verarbeitet als auch in Kombination mit anderen Garnen verwendet. Das edle Material kommt sowohl in der Textilbranche – etwa zur Produktion von Schals, Mützen oder Pullovern – zum Einsatz als auch bei der Herstellung von Teppichen und Bettdecken.


Baumwolle

Textilien Ratgeber: BaumwolleBaumwolle gehört zu den Naturfasern. Hergestellt wird sie aus den Samenhaaren der subtropischen Baumwollpflanze. Widerstandsfähig gegen Hitze, atmungsaktiv, sehr strapazierfähig und reißfest – dies sind nur einige der Fähigkeiten, die Baumwolle so besonders und beliebt machen. Darüber hinaus gilt die starke Saugfähigkeit als ein charakteristisches Merkmal der Pflanze. Rund 20% ihres Eigengewichtes kann sie an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass sie sich nass anfühlt. Weitaus mehr Feuchtigkeit – nämlich ganze 65% des eigenen Gewichts – kann sie sogar abspeichern ohne zu tropfen. Großer Nachteil: Der Stoff trocknet ausgesprochen langsam. Durch das sogenannte Mercerisieren (d.i. ein Verfahren zur Veredlung des Materials) erhält sie darüber hinaus einen leichten Glanz; auch die Reißfähigkeit und Saugfähigkeit können weiter erhöht werden. Baumwolle gilt gemeinhin als nicht sehr wärmend; wenn sie aufgeraut wird, kann die Wärmefähigkeit jedoch noch einmal gesteigert werden. Großer Nachteil des Materials: Es verknittert recht stark und kann beim Waschen leicht eingehen. Durch eine entsprechende Bearbeitung kann der Stoff allerdings schrumpffrei und knitterarm werden – so ist auch eine problemlose Reinigung in der Waschmaschine möglich.


Cord

Textilien Ratgeber: CordTypisches Merkmal von Cord ist die Rippenstruktur, die durch eine spezielle Bindung entsteht. Durch die Längsrillen erscheinen Textilien aus dem Material oftmals fester und stabiler als andere; auch ist Cordstoff durch die Verdickungen in der Regel wärmender als andere Materialien. Die Rippen müssen dabei nicht immer die gleiche Breite aufweisen, je nach Herstellungsverfahren sind hier Variationen an der Tagesordnung. Abhängig von der Ausprägung wird Cord in verschiedene Kategorien unterteilt – z.B. Babycord, Feincord, Kabelcord, Trenkercord oder Manchester. Grundlage des Materials sind oftmals Baumwolle oder Gewebe mit Baumwollanteil. Auch wenn Cord als ausgesprochen strapazierfähig gilt, können sich bei falscher Nutzung z.B. unschöne Glanzstellen bilden. Empfehlenswert ist es daher, den Stoff beim Waschen auf Links zu drehen – auch beim anschließenden Bügeln. Baumwolle wird häufig zur Herstellung von Hosen oder Jacken verwendet – aber auch Haushaltstextilien wie beispielsweise Kissenbezüge können aus dem robusten Material produziert werden.


Filz

Textilien Ratgeber: FilzBasis des beliebten Materials können Wolle und Tierhaare sein. Anders als bei anderen großflächigen Textilien handelt es sich bei Filz allerdings nicht um einen gewebten, sondern um einen durch Wärme, Feuchtigkeit, Pressen und Reibung hergestellten Stoff. Möglich gemacht wird die namensgebende Verfilzung durch Schuppen an Wolle und Haaren, die sich durch die oben genannten Methoden ineinander verhaken und eine feste, robuste Fläche ergeben. Filz gilt als ausgesprochen wärmend, feuchtigkeitsabweisend und sogar schallhemmend. Nicht nur die Bekleidungsindustrie hat längst das Potential des Werkstoff erkannt, auch zum Basteln und kreativen Arbeiten eignet sich Filz hervorragend. Wohnaccessoires und Haushaltshelfer (z.B. sog. Stuhlbeingleiter, die unter die Stühle geklebt werden können, um den Boden vor Kratzern zu schützen) werden bisweilen ebenfalls aus dem Material hergestellt.


Fleece

Textilien Ratgeber: FleeceBei Fleece handelt es sich nicht um ein Naturprodukt, stattdessen wird es aus Polyester (z.B. alte PET-Flaschen) hergestellt. Die synthetische Wolle ist etwa seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts auf dem Markt erhältlich und hat sich in dieser kurzen Zeit bereits zu einem regelrechten Stoffklassiker entwickelt. Verantwortlich dafür ist die große Anzahl an positiven Eigenschaften, die Fleece zu einer adäquaten Alternative zu anderen Materialien macht. Hierzu zählen z.B die leichte, aber dennoch wärmende Struktur des Materials, die Strapazierfähigkeit und das angenehm weiche Gefühl auf der Haut. Außerdem gilt Fleece als wasserabweisend (jedoch nicht wasserdicht!), winddicht und recyclingfähig. Diese Charakteristika haben Fleece zu einem beliebten Material für diverse Kleidungsstücke wie Jacken oder Pullover gemacht. Auch Sportlerkleidung wird bisweilen gerne aus synthetischer Wolle hergestellt. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten: Fleece ist darüber hinaus nämlich ausgesprochen leicht brennbar und neigt zu elektrostatischer Aufladung – was sehr unangenehm für den Nutzer sein kann. Neben der Verwendung in der Textilbranche hat auch die Einrichtungs- und Möbelbranche längst das Potenzial von Fleece entdeckt. So erfreuen sich beispielsweise Tagesdecken aus dem Material bereits seit längerer Zeit großer Beliebtheit.


Frottee

Textilien Ratgeber: FrotteeBei Frottee ist der Name Programm! Leitet sich das Wort doch ursprünglich aus dem Französischen ab und bedeutet hier soviel wie „abreiben“ – was die Funktion des Materials recht gut widerspiegelt. Frottee zeichnet sich primär durch seine starke Saugkraft und das angenehme weiche Gefühl auf der Haut aus. Diese Eigenschaften machen das Textilgewebe ideal zur Produktion von Bademänteln, Handtüchern und weiteren Artikeln für das Badezimmer. Ausschlaggebend für die hohe Saugfähigkeit sind u.a. die vielen kleinen Schlingen, die bei der Verarbeitung des Materials entstehen und ihm den charakteristischen, flauschigen Look verleihen. Als Grundmaterial wird häufig Baumwolle verwendet. Wie bei allen Textilien sollte auch beim Frottee die genaue Pflegeanleitung befolgt werden, sonst droht der Stoff rau und kratzig zu werden, was eine Minderung der Saugfähigkeit zur Folge haben kann.


Hanf

Textilien Ratgeber: HanfHanf gilt als eine der ältesten Kultur- und Nutzpflanzen der Welt, hat in der Neuzeit allerdings aufgrund der Nutzung als Rauschmittel viel von seinem guten Ruf verloren. In der Tat wurde und wird Hanf allerdings bereits seit hunderten von Jahren zur Herstellung von Kleidung, als Abdichtungsmaterial, zur Produktion von Seilen, Teppichen, Netzen und weiteren Nutzgegenständen verwendet. Auch als Basis für diverse Lacke oder Waschmittel kommt der Werkstoff heute zum Einsatz. Hanf gilt als besonders strapazierfähig und pflegeleicht und auch für Allergiker gut geeignet – ein echtes Multitalent also. Dazu kommt noch, dass für den Anbau kaum Pestizide benötigt werden und der Rohstoff ausgesprochen schnell nachwächst, was ihn weltweit zu einer interessanten Anbaualternative macht. In Deutschland ist die Kultivierung von Nutzhanf übrigens erst seit 1996 wieder erlaubt – zu groß war lange Zeit die Angst vor dem Missbrauch als Rauschmittel.


Kaschmir

Textilien Ratgeber: KaschmirKaschmirwolle hat ihren Namen der Region Kaschmir und der darin beheimateten Kaschmirziege zu verdanken. Allerdings ist der Name irreführend, denn auch in anderen Regionen der Welt wird der edle Stoff produziert und hergestellt. Grundlage für den Kaschmirstoff (auch Cashmere genannte) sind die Unterhaare der namensgebenden Ziege. Diese werden während des Fellwechsels im Frühjahr oftmals traditionell per Hand oder mit einem Kamm eingesammelt. Die Ausbeute pro Tier ist dabei mager: rund 50-150 Gramm spendiert eine Ziege in der Regel – was auch den hohen Preis des Materials erklärt. Um die Kosten etwas zu senken und das Material widerstandsfähiger zu machen, wird Kaschmir daher häufig mit anderen Stoffen vermischt. Generell zeichnet sich der Werkstoff durch seine feine und weiche Struktur sowie sein leichtes Gewicht und einen seidigen Glanz aus. Neben der Verwendung in der Textilbranche wird Kaschmir auch in der Möbel- und Wohnaccessoire-Produktion verwendet – etwa zur Herstellung von edlen und hochwertigen Kaschmir-Teppichen.


Kunstleder

Textilien Ratgeber: KunstlederKunstleder ist – wie der Name bereits vermuten lässt – ein Lederimitat. Da echtes Leder in der Herstellung und Verarbeitung sehr kostenintensiv und anspruchsvoll ist, wurde mit dem künstlichen Pendant eine verhältnismäßig preiswerte Alternative geschaffen, die von echtem Leder mit bloßem Auge oftmals nur schwer zu unterscheiden ist. Häufig besteht Kunstleder aus einer Textilschicht, auf die eine Kunststoffschicht aufgetragen wird. Im Anschluss wird diese PVC-Schicht entsprechend dem Original mit Narben versehen – so enthält das Material den unverwechselbaren Lederlook. Kunstleder findet in einer Vielzahl an Produkten Verwendung – etwa bei Möbel-Stücken wie Sofas und Sesseln, aber auch bei Schuhen, Taschen oder Autositzen. Übrigens: Kunstleder lässt sich von echtem Leder recht gut unterscheiden, wenn man die Oberfläche betrachtet: Bei dem maschinell produzierten Stoff ist die Narbenstruktur weitaus regelmäßiger verteilt als bei dem Naturprodukt.


Leder

Textilien Ratgeber: LederBei Leder spricht man von gegerbten Tierhäuten, die meist von Rind, Lamm, Ziege oder Schwein stammen. Es gilt als eines der ältesten Materialien überhaupt, das zur Herstellung von Bekleidung verwendet wird. Für Oberbekleidung wird meist sog. Nappaleder (Sammelbegriff für glatte, leicht glänzende Oberflächen) oder Veloursleder mit samtiger Oberfläche bevorzugt. Es schadet nie, Leder vor der ersten Nutzung mit einem guten Imprägnierspray zu behandeln. Dies schützt vor Wasserflecken und mindert die Schmutzaufnahme. Auch sollte Leder nie mit scharfen Lösungsmitteln behandelt oder intensiven Lichtquellen ausgesetzt werden. Feuchtes Leder gilt es vor starker Hitze zu schützen und am besten auf Bügeln bei Zimmertemperatur trocknen zu lassen. In jedem Fall gilt: Wenn einige Grundregeln befolgt werden, ist Leder ein zeitloser, eleganter Stoff, der lange Freude bereitet.


Leinen

Textilien Ratgeber: LeinenLeinen wird aus der sog. Flachspflanze gewonnen, die als eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit gilt. Bereits die alten Ägypter machten sich den Stoff zunutze und hüllten etwa ihre Mumien in Leinen. Auch wenn Leinen heute immer noch eine wichtige Rolle in der Textilindustrie spielt, wurde der Rohstoff im Laufe des 19. Jahrhunderts zunehmend von der günstigeren Baumwolle verdrängt. Die Einsatzmöglichkeiten von Leinen sind ausgesprochen vielfältig: von Kleidung und Schuhen über Möbelbezüge und Tischdecken bis hin zu Leinwänden ist nahezu alles möglich. Leinen gilt generell als ausgesprochen strapazierfähiger Stoff, der viel Feuchtigkeit aufnehmen kann, kaum flusend und ein guter Wärmeleiter ist – letzteres macht ihn zu einem idealen Material für Sommerbekleidung, da er sich angenehm kühl anfühlt. Darüber hinaus weist Leinen eine vergleichsweise geringe Elastizität auf und verknittert ausgesprochen schnell. Grundsätzlich kann Leinen zur Reinigung gekocht werden – allerdings sollten stets die Pflegehinweise des Herstellers beachtet werden, besonders bei gefärbten Stoffen. Bügeln sollte man entsprechende Textilien übrigens bei ca. 220 Grad.


Mikrofaser

Textilien Ratgeber: MikrofaserTextilien aus Mikrofasern zeichnen sich durch ihre feine Struktur aus. So sind Mikrofasern in der Regel nicht gröber als die Maßeinheit 1dtex – zum Vergleich: Seide hat ungefähr 1,4 dtex. Das Material besticht durch seinen flauschigen und temperaturausgleichenden Charakter. Auch für Allergiker gelten Mikrofaser-Produkte als besonders geeignet, finden doch Hausstaubmilben in z.B. Bettwäsche aus dem Stoff kaum Nahrung. Mikrofasern können übrigens sowohl aus künstlichen Stoffen wie Polyester oder Acryl gefertigt werden – oder aber aus natürlichen Materialien. Im Zweifelsfall gibt das Etikett oder der jeweilige Hersteller des Produkts Auskunft. Mikrofasern erfreuen sich in zahlreichen Einsatzgebieten großer Beliebtheit. So wird der Werkstoff beispielsweise zur Produktion von Handtüchern, Bettwäsche, Putzlappen oder Bekleidung benutzt – ein wahres Multitalent also.


Polyester

Textilien Ratgeber: PolyesterPolyester gehört zu den synthetischen Fasern. Garn aus dem Material gilt als viel gleichmäßiger als Naturfaser. Texturiertem Polyester werden darüber hinaus wärmeisolierende Eigenschaften zugeschrieben, wohingegen glatte Fasern als eher kühlend bezeichnet werden. Nicht zuletzt deswegen können aus Polyester wärmende Pullover, aber auch angenehm kühlende Sommeroutfits hergestellt werden. Auch gilt der Stoff als relativ resistent gegen Knitter und überaus elastisch. Polyester ist formbeständig, verrotungs-, motten und lichtbeständig. Zudem ist es meist weich, geschmeidig und nimmt relativ wenig Feuchtigkeit auf. Aufgrund der positiven Eigenschaften gilt das Material landläufig als enorm vielseitiger Stoff, der in zahlreichen Produkten zur Anwendung kommt.


Samt

Textilien Ratgeber: SamtDie Geschichte des Stoffs geht bis ins 13. Jahrhundert zurück, allerdings waren Textilien aus dem edlen Material zur damaligen Zeit dem Adel vorbehalten. Heute ist dies natürlich anders! Nichtsdestotrotz gilt Samt auch in der Gegenwart als ausgesprochen hochwertig und fein. Seinen charakteristischen Look erhält Samt durch einen speziellen Webprozess: Durch die Einarbeitung eines weiteren Kettfadens entstehen Schlaufen, die, nachdem sie aufgeschnitten wurden, den typischen Flor (mit einer Höhe von maximal 2mm) des Stoffs bilden. Das Ergebnis ist die charakteristische Formgebung und Haptik des Materials: weich, glatt und mit einem leichten Schimmer sowie einer klaren Strichrichtung auf der einen Seite. In der Mode wird Samt häufig bei eleganten Kleidungsstücken verwendet – etwa bei Abendkleidern, aber auch bei Jacken oder Röcken. Darüber hinaus kommt Samt häufig bei Textilien wie Kissenbezügen, Vorhängen oder vereinzelt bei Wohnaccessoires vor.


Satin

Textilien Ratgeber: SatinCharakteristische Besonderheit des Stoffs sind seine zwei unterschiedlichen Seiten: Während die Oberseite des Materials glänzt, erscheint die Unterseite mattiert. Grund dafür ist ein spezielles Webverfahren, bei dem der Grundstoff in sog. Kettatlasbindung zusammengefügt wird. Theoretisch kann Satin aus allen Fasern hergestellt werden, aufgrund der stofflichen Eigenschaften werden aber zumeist Polyester, Seide und Viskose verwendet. Je nach Herstellungsart erscheint Satin mal leicht und luftig, mal schwer und steif anmutend – in der Regel aber immer weich und angenehm auf der Haut. Satin findet heute in zahlreichen Textilien Verwendung: etwa in eleganter Abendkleidung, Unterwäsche, Bettwäsche oder in Vorhängen.


Seide

Textilien Ratgeber: SeideSeidenstoffe begeistern allein schon durch ihren edlen Glanz und die feine Struktur. Seidengewebe sollte nicht zuletzt deshalb möglichst schonend, mit Feinwaschmittel und handwarm gewaschen werden – es sei denn das Pflege-Etikett schreibt dies anders vor. Hergestellt wird echte Seide aus den Kokons der Maulbeerspinner, von gezüchteten Seidenraupen also. Dabei ist die Haspelseide diejenige, die als die edelste gilt. Der „endlose Faden“ mit einer Länge von ca. 1000 Metern kommt vom Kokonmittelteil. Die äußere und etwas stärker verklebte Innenschicht des Kokons wird zur sog. Schappe- oder Bouretteseide weiter verarbeitet. Auch die wildlebenden Tussahspinner liefern mit ihren Kokons Seide: Hierbei handelt es sich um die sog. Wildseide. Generell bietet Seide eine Vielzahl an Vorzügen: So ist der Stoff bei jeglichen Temperaturen angenehm zu tragen – denn bei Wärme kühlt sie und wenn es kalt ist, wärmt sie. Seide kann darüber hinaus die Hälfte ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass sie sich feucht anfühlt. Hautfeuchtigkeit wird von Seide dagegen schnell abgegeben. Aufpassen sollte man hingegen bei menschlichem Schweiß, denn dieser kann unschöne Flecken verursachen und die Seide brüchig machen. Abgesehen davon gilt das Material als ausgesprochen reißfest und kann – je nach Gewebeart, Ausrüstung und Qualität – sehr leicht und geschmeidig oder schwerer und dafür weniger anfällig für Knitter sein.


Sisal

Textilien Ratgeber: SisalGrundlage für den Werkstoff sind u.a. die Blätter der sog. Sisalagave, die beispielsweise in Brasilien, Ostafrika oder Mexiko wächst. Sisal gilt als sehr stabil, gut einfärbbar, klimaresistent, leicht zu reinigen und verhältnismäßig unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Während Sisal früher häufig zur Fertigung von Körben und Seilen verwendet wurde, sind heutzutage einige Einsatzmöglichkeiten dazu gekommen – z.B. die Herstellung von Teppichen, Dartscheiben oder Matratzen. Aufgrund der stofflichen Eigenschaften findet Sisal in der Bekleidungsindustrie in der Regel keine Verwendung.


Viskose

Textilien Ratgeber: ViskoseDie natürlichste aller Chemiefasern ist die Viskose. Ausgangsmaterial ist hier Buchen- und Fichtenholz oder auch unverspinnte Baumwolle, woraus die regenerierte Zellulose besteht. Genau aus dieser wird schließlich die Viskose gewonnen und zu leichteren, weich fließenden Stoffen verarbeitet. Das Material wird dabei zunächst zur Spinnmasse gelöst und ist nach dem Verfestigen wieder reine Zellulose ohne chemische Veränderungen. Je nach Bedarf kann die Viskose glänzend oder auch matt produziert werden. Abhängig von Kräuselung, Glanz und Feinheit kann die Viskose eine Baumwoll-, Seiden- oder Wolloptik erhalten. Selbst die eigentlich für Leinen typischen Faserverdickungen können problemlos hergestellt werden. Viskose gilt als saugfähiger als Baumwolle, doch ist sie in nassem Zustand in der Regel nicht sehr reißfest und strapazierfähig. In der Waschmaschine sollte darauf geachtet werden, dass der Stoff nur schwach oder gar nicht geschleudert werden darf. Den Pflegeanleitungen des Herstellers ist in jedem Fall Folge zu leisten!


Wolle

Textilien Ratgeber: WolleAnders als bei Baumwolle handelt es sich bei klassischer Wolle um eine tierische Faser. Hauptlieferant des Werkstoffs ist dabei das Schaf, aber auch andere Tiere wie z.B. die Kaschmirziege (siehe: Kaschmir) werden zu den Wollelieferanten gezählt. Wolle wird bereits seit Jahrtausenden zur Produktion von Kleidung und anderer Textilien verwendet. Und das nicht ohne Grund: Der Werkstoff zeichnet sich durch eine Vielzahl an positiven Eigenschaften aus. So gilt das Material etwa als kaum knitternd, relativ schmutzresistent und feuchtigkeitsabweisend, wärmend und schweißneutralisierend. Allerdings fusselt Wolle bisweilen stark und ist anfällig gegen Motten. Bisweilen können Produkte aus Wolle zudem als kratzend empfunden werden – ein Umstand, dem mit einer entsprechenden Bearbeitung Abhilfe geschaffen werden kann. Übrigens: Der häufig benutzte Ausdruck Schurwolle besagt, dass es sich bei der entsprechenden Textile um Wolle eines lebenden Tieres handelt.


Pflegesymbole

Textilien Ratgeber: PflegesymboleSie gehören zu Textilien aller Art wie die Butter zum Brot: kleine Pflegesymbole, die angeben, wie das entsprechende Kleidungsstück oder die Sofadecke gereinigt werden soll. Doch die Symbole, die zumeist auf kleinen Schildchen abgedruckt sind, verraten dem aufmerksamen Betrachter noch weitaus mehr: Sie legen z.B. dar, ob und wie die Textile gebleicht, getrocknet und gebügelt werden darf. Dabei lohnt sich ein genaues Hingucken, da Besonderheiten in der Behandlung des Stoffs ebenfalls dargestellt werden. So bedeuten zwei Längsbalken unter dem Waschsymbol etwa, dass die jeweilige Textile besonders schonend gereinigt werden sollte – sonst drohen Schäden am Material. Auch die Möglichkeiten einer chemischen bzw. einer Nassreinigung werden auf dem Symbolschildchen in der Regel angegeben. In jedem Fall sollte man sich bei der Textilpflege an die angegebenen Hinweise halten – damit man lange Zeit seine Freude an Decke, Kissenbezug und Co. hat!