Lerntürme
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Lerntürme: selbstständig entdecken und mitmachen
Möchtest du, dass dein Kind aktiv am Alltag teilnimmt? Ein Lernturm macht genau das möglich: sicher, selbstständig und auf Augenhöhe. Anders als Hochstühle, die zum Sitzen gedacht sind, ermöglicht er deinem Nachwuchs, im Stehen bei alltäglichen Aktivitäten dabei zu sein und wichtige Fähigkeiten zu entwickeln.
Weitere Sicherheitslösungen findest du in unserer Kategorie Baby- und Kindersicherheit.
Was macht Lerntürme so besonders?
Ein Lernturm ist äußerst sinnvoll, wenn du die Entwicklung deines Kindes fördern möchtest. Er ermöglicht sichere Teilhabe an Alltagsaktivitäten und stärkt Selbstvertrauen sowie Motorik. Anders als Hocker oder Stühle ist er speziell für Kleinkinder konstruiert.
Bei einem Lernturm für Kinder handelt es sich um eine spezielle Art der Babymöbel, mit deren Hilfe Waschbecken, Tischplatten und alle höhergelegenen Bereiche in der Wohnung selbstständig erreicht werden können.
Das Besondere: Anders als bei Hochstühlen sind Kinder nicht auf deine Hilfe angewiesen. Der Entdeckerturm fördert diese Eigenständigkeit – ganz im Sinne der Montessori-Pädagogik.
So funktioniert der Lernturm
Im Prinzip ähneln sie den im Haushalt gebräuchlichen Tritthockern. Kinder besteigen sie über Stufen – die meisten Modelle haben 2 davon.
Der entscheidende Unterschied: Oben auf dem Podest ist eine Brüstung angebracht, die vor Stürzen schützt. Ein geschlossener Lernturm mit umlaufender Absicherung bietet besonders viel Rausfallschutz und gibt dir ein sicheres Gefühl.
Die Hauptaufgabe: Das Kind sicher auf eine Höhe bringen, bei der es die Eltern bei alltäglichen Arbeiten völlig gefahrlos beobachten und aktiv mitmachen kann.
Was ist ein Montessori-Lernturm?
Der Kinderlernturm ist in Fachkreisen auch unter der Bezeichnung Montessori-Hochstuhl bekannt. Der Grund: Seine Wurzeln liegen in der Montessori-Pädagogik.
Im frühen 20. Jahrhundert entwickelte die italienische Ärztin Maria Montessori ein revolutionäres Konzept für Kindererziehung: „Lernen durch selber tun".
Die Idee: Kinder lernen besser und bauen soziale Kompetenzen aus, wenn sie als gleichberechtigte Familienmitglieder bei alltäglichen Dingen selbst zupacken können. Auch als Lerntower oder Stehturm bezeichnet, leistet er diesbezüglich hervorragende Arbeit.
Wo kannst du den Lernturm zu Hause einsetzen?
Du kannst ihn in allen Räumen nutzen, wo das „Interessante" etwas höher geschieht – nicht nur in der Küche.
Lernturm in der Küche
Etwas Friedlicheres kann man sich kaum vorstellen, als gemeinsam Plätzchen auszustechen. Auch beim Kochen, Gemüse abspülen und Teig kneten können Kinder dank Kinderturm helfen. Stelle ihn dafür neben die Arbeitsplatte oder den Küchentisch. Achte darauf, dass sich dein Kind an scharfen Gegenständen nicht verletzen kann.
Lernturm im Esszimmer
Da er keine Sitzgelegenheit bietet, kann er den Babyhochstuhl am Esstisch nicht ersetzen. Wenn es aber darum geht, einfach bei den anderen dabei zu sein – zum Basteln oder bei anderen Aktivitäten – eignet er sich bestens.
Lernturm im Bad
Hier kannst du deinem Nachwuchs das Händewaschen und Zähneputzen am sonst unerreichbaren Waschbecken beibringen.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Beim Kauf sind mehrere Kriterien entscheidend:
- Sicherheit: Achte auf eine kippsichere Konstruktion mit breiter Standfläche und Antirutsch-Füßen. Ein Lernturm mit umlaufender Brüstung bietet zusätzlichen Rausfallschutz.
- Materialqualität: Hochwertige Modelle bestehen aus robustem Holzwerkstoff, massiver Buche oder stabilem Kunststoff. Achte auf schadstoffgeprüfte, speichelfeste Lacke.
- Budget: Die Preisspanne reicht von günstigen Einstiegsmodellen bis zu Premium-Varianten – für jedes Budget findest du eine passende Lösung.
- Design: Ob als weißer Lernturm aus Holz, in einem natürlichen Holzton oder in typischen Farben wie Rosa, Grau oder Schwarz – wähle ein Modell, das zu deiner Einrichtung passt.
- Zusatzfunktionen: Besonders praktisch sind Modelle mit integrierter Tafel, auf der dein Kind malen und schreiben kann – das erweitert die Einsatzmöglichkeiten.
Tipp: Für ein rundum sicheres Zuhause empfehlen wir dir auch die Verwendung von Treppen- und Türschutzgittern und Babyphones – dort findest du alles, was dein Kind schützt.
Wichtige Hinweise für die Sicherheit
Hersteller treffen bereits alle Vorkehrungen, um Unfälle zu vermeiden. Ein Lernturm für Kinder ist stabil gebaut und die Lackierung schadstofffrei sowie speichelfest.
Dennoch empfehlen wir folgende Nutzungsregeln:
- Nur unter Aufsicht nutzen lassen
- Nur auf ebener Fläche aufstellen
- Holzmodelle sind aufgrund des Eigengewichts besonders stabil
- Keine Fenster oder Schranktüren sollten sich auf Standhöhe befinden
- Immer auf die Belastbarkeit achten
Ab welchem Alter und wie lange eignet sich ein Lernturm?
Dein Kind sollte in der Lage sein, ihn selbst zu besteigen. Das ist gewöhnlich ab einem Alter von 18 Monaten der Fall. Die meisten Kinder nutzen Lerntürme ab 1 Jahr bis ins Vorschulalter (etwa 5–6 Jahre).
Die typische Nutzungsdauer liegt bei 3–5 Jahren. Modelle mit Zusatzfunktionen wie Wickelaufsatz können deutlich länger im Einsatz bleiben, da sie sich für verschiedene Zwecke eignen und mit den Bedürfnissen deines Kindes mitwachsen.











