Weihnachten

Christmas Eve mit Sarah & Frank – Teil 1

Sarah atmet kurz durch und schaut sich nochmal um: Ist alles perfekt? Prüfend wandert ihr Blick über den gedeckten Tisch. Hoffentlich denkt Peer, ihr Bruder, an den exquisiten Rotwein, von dem er ihr vorgeschwärmt hatte und den er mitbringen wollte. Nun ja, wenn nicht, so hat sie auch noch ein gutes Tröpfchen im Keller.

Gedankenverloren rückt sie die schlichten weißen Holzstühle zurecht. Falls Ina und Luisa, ihre beiden Kusinen, noch kommen wollen, wäre auf der langen puristisch gestalteten Eichholzbank Platz genug. Den Schwiegereltern würde sie die gemütlichen Sessel in hellem Petrolblau zum Sitzen anbieten.
Wie schön die Farben im Esszimmer harmonieren! Es ist alles so stimmig und gemütlich geworden! Durch Franks langen Aufenthalt in Finnland hat er ein richtiges Gespür für den skandinavischen Einrichtungsstil bekommen.

Auch das Sideboard in der Farbkombination Eiche-Weiß passt perfekt. Aber Moment – etwas hat sie vergessen: Sie hatte doch vor ein paar Wochen noch einige silberne Accessoires besorgt. Wo waren die während des Umzugs hingekommen?
„Schatz?“, ruft sie in die Küche, „weißt du, wo ich die neuen silbernen Accessoires hingetan habe?“
„Ja, Sarah. Die sind im Schlafzimmerschrank in einer schwarzen Schachtel, hinter deiner Lieblingstasche. Kommst du klar?“
„Ach, danke dir. Alles klar bei mir, was machen deine Vorbereitungen?“
„Alles bestens, Liebes. Du weißt ja, Käsefondue ist einfach perfekt, wenn man kaum Arbeit haben will“, zwinkert er ihr zu, als er durch den Flur läuft und haucht einen Kuss auf ihre Wange.

Sarah holt schnell die Schachtel mit den neuen Accessoires und beginnt sie zu arrangieren: Herrlich! Sie passen so schön zu den neuen silbernen Pendelleuchten, in denen sie sogar ihren Lippenstift nachziehen kann. Dunkelpink ist er an diesem Heiligabend, in tollem Kontrast zu ihrem silberfarbenen Etuikleid.

 

Clean, aber trotzdem wunderbar elegant: Tischdekoration in Weiß und Silber

 

Sie stellt die hübschen Sterne und Figuren sorgsam auf den Tisch und das Sideboard, dabei erfreut sie  sich nochmals an der schicken Deko-Idee von Frank: Einfach einen weiß gestrichenen Ast aufhängen und schicke Christbaumkugeln daran baumeln lassen. So einfach, so effektvoll!

„Na, du kleine Deko-Künstlerin? Alles fertig? Wir müssen noch die letzten Geschenke einpacken …“ erinnert sie ihr Mann.
„Ja, bin fast fertig. Ich hab im Schlafzimmer schon alles vorbereitet, sind nur noch fünf Geschenke. –  Ach, hoffentlich klappt das mit Peer und Anita. Die Kleine soll doch ein schönes Weihnachtsfest haben …“
„Wir versuchen einfach alles, um Lilli ein tolles Fest zu bieten. Die Trennung ist jetzt ein Jahr her und Peer war so lange in Amerika, der wird auch einfach nur froh sein, sein Kind um sich zu haben. Ich denke, Anita und Peer wollen heute beide keine Konflikte.“
„Natürlich nicht, aber die ergeben sich ja an Weihnachten fast automatisch …“

„Wir kriegen das hin. Meine Eltern sind ja auch noch da, die sorgen schon für eine schöne Stimmung. Zur Not erzählt mein Vater eine von seinen netten Anekdötchen.“
„Stimmt, darin ist er Meister! “ lacht Sarah, „aber hoffentlich schmeckt ihm dieses Jahr das Essen und der Rotwein ist nach seinem Gusto. Nicht einfach, einen Gourmet zum Gast zu haben …“
„Er ist halt viele kulinarische Köstlichkeiten von seinen Reisen gewöhnt. Wenn das Fondue ihn nicht überzeugt, dann sicher deine Dessert-Kreation. Mich überzeugt die jedenfalls immer …“
„Ja, mein geheimes Ass im Ärmel. Oder eben Peers Rotwein. Er hat versprochen ein ganz edles Exemplar mitzubringen. Ich bin gespannt.“

„Ich auch, Schatz … Apropos Rotwein … Ich muss noch ein Geschenk suchen …“
„Jetzt noch? Für mich?“
„Nein, da hab ich alles. Für Mutter, der Kaschmir-Schal in Bordeaux-Rot. Wo hab ich den bloß hingetan?“
„Haha“, lacht Sarah, „das fängt ja wieder gut an – das typische Weihnachts-Chaos! Komm, ich helf dir suchen. Er ist bestimmt im Schlafzimmer …“

Du willst wissen, wie der Abend für Sarah und Frank weitergeht? Wird die kleine Lilli mit ihren Eltern gemeinsam ein schönes Fest verbringen können? All das erfährst du in den nächsten drei Teilen.

 

Der warme Farbton des Eichentisches und des Sideboards sorgen für Gemütlichkeit