Weihnachten

Christmas Eve mit Sarah & Frank – Teil 4

„Guten Morgen, guten Morgen. Guten Morgen, Sonnenschein …“, trällert Frank fröhlich und gibt seiner Sarah einen Schmatzer auf die Wange, während er ihr das Frühstück ans Bett bringt.
„Liebes, du musst dich sputen, unsere Gäste schlafen nicht mehr lange.“
„Ach, der Peer ist schuld …“, stöhnt Sarah und greift sich an den schmerzenden Kopf. „Drei Fläschchen seines exquisiten Tröpfchens hätten ja auch gereicht. – Was war nachts eigentlich los? Hab dauernd was gehört?“
„Keine Ahnung, wir werden es erfahren …“
Eine halbe Stunde später ist das Frühstück vorbereitet und als erstes erscheinen Anita und Peer in der Küche, mit Lilly. Ihre Tochter mampft hungrig ihren Eierkuchen, während Anita und Peer sich verstohlen anlächeln.
Die einzige, die an diesem Morgen schnell ihre Sprache wiedergefunden hat, ist Sarahs muntere Kusine Luisa.
„Hey, ihr Lieben, wir dampfen bald ab. Betty ist noch im Bad und schlecht gelaunt“, sie nimmt Sarah beiseite und flüstert ihr ins Ohr: „Sie hat tatsächlich versucht, gestern noch bei Peer zu landen, hihi, aber der war plötzlich bei Anita kuscheln, vor dem Kamin … So süß die beiden, ich glaub, die haben sich wiedergefunden …“, zwinkert sie schelmisch. „Betty ist dann noch über deine schlafenden Schwiegereltern gestolpert. Danach hat Gerhard wenigstens aufgehört zu schnarchen … Hach, es war zu köstlich … Heute morgen bekam sie aber schon eine Nachricht von Heiko. Er will sie zurück. Also alles halb so wild …“
„Nimmt sie ihn denn zurück?“
„Nö, jetzt gefällt ihr Peer. Nun ja, ich denke, das wird nichts …“

 

Weihnachtliches Backen

„Ihr Lieben, wenn ihr alle fertig seid, könnt ihr euch euren Geschenken widmen, euren Kater pflegen oder beim Essenkochen und Plätzchenbacken helfen. Ihr wisst ja, bei uns werden die letzten Plätzchen am 1. Feiertag gebacken …“
Anita und Peer sind dabei und auch Luisa und Betty helfen gerne noch ein wenig mit, während sich Oma und Opa lieber mit der Enkelin ins Wohnzimmer zurückziehen.
„Deine Sterne stören meine Kreise, Sarah!“, entrüstet sich Peer, denn er stößt beim Zwiebelschneiden dauernd an einen schwarzen Dekostern.
„Du bist eben sehr groß“, lächelt Betty ihm zu.
„Schatz, nimm doch meinen Hocker …“, bietet Anita an und wird rot, als sie merkt, dass sie Peer Schatz genannt hat. Doch ehe es auch die anderen merken, flitzt ein unförmiges weißes Etwas durch den Flur, eine Art Schneeschauer hinter sich herziehend. Als erstes muss Peer laut schallend lachen. Dann kapieren auch die anderen: Minou hatte sich in der Schachtel mit Styroporkugeln verkrochen und verteilt nun dekorativ Kunstschnee durch die Wohnung.
Es dauert einige Stunden, bis alle Styroporkugeln aus Speisen, Geschenken, und der Einrichtung entfernt sind. Auch an Anita und Peer, die sich Minou geschnappt hatten, haften nun unzählige, weiße Kügelchen. Sie kleben in den Haaren, an der Kleidung, einfach überall. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sie sich gegenseitig abzuklauben. Was eine aufwendige Prozedur ist und mit viel Kichern begleitet wird … denn die Kügelchen stoben immer wieder einfach davon und setzen sich woanders neu ab. „Wie damals im Schnee in Bregenz …“, flüstert Peer leise in Anitas Ohr. „Ja, du hast bis heute nicht Skifahren gelernt, oder?“ „Du bist schuld, du hattest mich zu sehr abgelenkt! Nach unserer Ballonfahrt nehm’ ich das in Angriff. Aber wenn, dann nur mit dir gemeinsam …“, antwortet er und küsst sie zärtlich, was Anita gerne geschehen lässt.

Wir wünschen euch, liebe Leser nun eine schöne, friedliche, verschneite Weihnachtszeit!

 

Mit mehreren macht Plätzchen backen doch viel mehr Spaß als allein