RATGEBER

Wohlfühlmomente im Wohnzimmer

 

 

Das Wohnzimmer gilt als Treffpunkt der Familie – hier werden Freunde empfangen und Gäste bewirtet. Es soll Raum für Gespräche und Unterhaltung bieten, gleichzeitig aber auch ein Ort der Ruhe und Entspannung sein. Für gemütliche Fernseh- und Leseabende zum Beispiel oder romantische Stunden am Kamin.

Bei der Gestaltung spielen also beide Aspekte eine Rolle: dein eigenes Wohlbefinden und die Ansprüche deiner Besucher. Ein geschicktes Zusammenspiel erzielst du am besten mit einem besonders harmonischen und stimmungsvollen Ambiente.

 

Harmonie dank stimmiger Farben und idealer Raumaufteilung

So klappt’s – vier Stilregeln für mehr Harmonie im Wohnzimmer

1. Betone die Mitte des Raumes.

2. Richte die Sitzmöbel an einer stabilen Wand aus.

3. Schaffe Lebendigkeit mit verschiedenen Lichtinseln.

4. Setze Farben und Materialien ein, die eine wohnliche Atmosphäre erzeugen.

 

1. Betone die Mitte des Raumes

Die Mitte deines Wohnzimmers sollte wenn möglich frei sein. Am besten betonst du sie optisch mit einem kuscheligen runden Teppich. Besonders schön wirkt’s , wenn sich seine Farbe in den Sitzmöbeln oder Wohnaccessoires wiederfindet. Alternativ kannst du auch ein großes, ebenfalls rundes Ornament im Bodenbelag verwenden oder mit einer Stuckrosette und einer großen runden Deckenleuchte arbeiten. Dieser „Kreis“ wirkt dann wie eine große Schale, in der sich alle Energie sammeln kann, um den Bewohnern zur Verfügung zu stehen. So strahlt der Raum Ruhe und Kraft aus.

 

Hier wird die Mitte des Raumes durch eine Stuckrosette betont

2. Richte die Sitzmöbel an einer stabilen Wand aus

Damit du beim abendlichen Entspannen auf dem Sofa wirkliche Ruhe und Geborgenheit empfinden kannst, brauchst du eine stabile Wand im Rücken. Deinen Lieblingsplatz richtest du also am besten so aus, dass du einen schönen und eher weiten Blick in den Raum hast und rückseitig von einer Wand geschützt wirst.

So kann auch das Unterbewusstsein zur Ruhe kommen und entspannen. Achte mal darauf, welche Plätze in Bars und Restaurants zuerst belegt sind: Die meisten Menschen sitzen gern am äußeren Rand und haben die Tür im Blick.

 

Geborgenheit erreichst du auch, wenn du deine Möbel nach Tür- und Fensterfluchten ausrichtest

3. Schaffe Lebendigkeit mit verschiedenen Lichtinseln

Mit einer abwechslungsreichen Beleuchtung schaffst du gleichzeitig Lebendigkeit und Harmonie. Statt einer großflächigen und einheitlichen Deckenbestrahlung erzielst du mit einzelnen Lichtinseln einen wesentlich angenehmeren Effekt. Denn wer möchte sich im eigenen Wohnzimmer schon wie im Stadion bei Flutlicht fühlen? Eine Leselampe, seitlich vom Sofa oder deinem Lieblingssessel platziert, sorgt für entspannte Schmökerabende.

Kleine Spots setzen dein Bücherregal oder ausgesuchte Bilder und Accessoires in Szene. Indirekte Beleuchtung im Hintergrund ist beim Fernsehen ideal. Diese Ausgewogenheit aus hell und dunkel wirkt sich nämlich positiv auf unseren Organismus aus.

 

Mehrere Tischleuchten und Spots an der Decke schaffen ein gemütliches Ambiente

4. Setze Farben und Materialien ein, die eine wohnliche Atmosphäre erzeugen

Ein gebrochenes Weiß sowie alle warmen und erdigen Töne strahlen Ruhe und Geborgenheit aus. Sie gehören laut der chinesischen Erfahrungswissenschaft Feng Shui zum Element Erde und symbolisieren Beständigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Deshalb eignen sie sich besonders gut für ein Wohnzimmer, das der Entspannung dienen und seine Bewohner mit einer wohltuenden Atmosphäre umfangen soll.

Damit dein Wohnraum aber nicht langweilig wirkt und zu sehr Ton in Ton daherkommt, solltest du bei der Gestaltung nicht ausschließlich auf diese Farbpalette setzen. Nutze zusätzlich ein paar farbige Akzente, um „Leben in die Bude“ zu bringen: Im Frühling und Sommer bieten sich Accessoires in einem frischen Lindgrün oder einem zarten Flieder an. Im Herbst und Winter sind zum Beispiel Rot, Orange oder ein sattes Lila eine stimmige Ergänzung. Achtung: Gerade „laute“ Farben wie beispielsweise Rot solltest du nur wohl dosiert einsetzen, sonst hebst du den Effekt wieder auf.

 

Farben verändern die Wirkung eines Raums komplett

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