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Design-Klassiker: Der extravagante Ghost Chair von Philippe Starck

Jeder von uns kennt den berühmten Ghost Chair von Philippe Starck. Wir zeigen euch, was diesen außergewöhnlichen Stuhl zu einem echten Unikat macht, wie ihr ihn am besten in Szene setzt und warum er so eine unglaubliche Anziehungskraft auf uns ausübt.

Der Designer

Philippe Starck hat in seiner Karriere von Möbeln und Haushaltsgegenständen bis hin zu Wohnungen und Hotels schon fast alles entworfen. Heute ist er einer der bekanntesten Designer der Welt. In den 70er und frühen 80er Jahren entwarf er die Inneneinrichtung diverser Nachtclubs und Cafés in Paris – die bekannteste ist die Einrichtung des Café Costes, das nach einem weiteren berühmten Stuhl von Starck benannt wurde.

Der Durchbruch gelang ihm letztendlich 1982, als er von Frankreichs Staatspräsidenten Mitterand den Auftrag erhielt, dessen Privatgemächer im Elysée-Palast einzurichten.

Bequem ist er übrigens auch!

Der Ghost Chair: Technische Innovation trifft auf kreatives Design

Philippe Starck hat mit diesem Stuhl eine echte Innovation geschaffen: Ein Stuhl aus einem Guss Polycarbonat, der durch seine Transparenz und geschwungene Form zart und fast zerbrechlich wirkt, gleichzeitig aber auch richtig stabil und nahezu unverwüstlich ist.

Vorbild des Louis Ghost Chairs ist der opulente Stuhl Louis XV. mit seinen hölzernen Armlehnen und reichen Ausschmückungen. Das Besondere am Ghost Chair ist, dass die klassische Form mit hypermodernen Materialien kombiniert und dadurch der gewohnte Barockstil gekonnt durchbrochen wird, was dem Sitzmöbel ein komplett anderes Aussehen verleiht.

Hingucker-Stuhl vor Hingucker-Tapete

Das ist auch der Grund dafür, dass der Stuhl so ganz anders als andere Stühle wirkt und uns auf magische Weise anzieht. Durch sein durchscheinendes Äußeres integriert sich der Geisterstuhl perfekt in jede Umgebung. So können wir ihn problemlos unauffällig mit verschiedenen Stilen kombinieren: Ob minimalistisch-modern, klassisch-traditionell oder sogar in Kombination mit exotischen Möbeln – er verschmilzt geradezu mit seiner Umgebung und wird dadurch sprichwörtlich zur geisterhaften Erscheinung.

Passt zu jedem Stil!

Neue Varianten

Weniger geisterhaft sind die nicht transparenten Modelle. Kombiniert mit einigen durchsichtigen Stühlen um einen modernen Glastisch ergibt sich ein abwechslungsreiches Bild. Wird das Ensemble dann mit der übrigen Einrichtung farblich abgestimmt, wirkt die Essecke top gestylt. Im Gegensatz dazu bestechen mehrere farblose Ghost Chairs vor einem weißen oder silbernen Hintergrund durch ihren edlen, zerbrechlichen und gleichzeitig cleanen Look.

 TRANSPARENT LOOK

Auch bei der Frage, ob der Ghosty, wie wir ihn liebevoll nennen, als Eyecatcher oder in einer Gruppe besser aufgehoben ist, gibt es keine allgemeingültige Antwort. So macht er sich als Highlight in exponierter Lage genauso gut wie wenn er mit einigen seiner Artgenossen um einen Esstisch arrangiert wird. Egal, ob wir nur in einen oder in mehrere Exemplare investieren wollen (oder können): Der Ghost Chair wertet jeden Raum auf und verleiht ihm einen Hauch von aristokratischer Opulenz, ohne aufdringlich zu wirken.

Gar nicht zum Fürchten: der Geisterstuhl für die Kleinen

 Louis & Victoria Ghost

Sehr schön ist auch, wenn der Louis Ghost Chair an einem langen Esstisch mit seinem weiblichen Pendant, dem Victoria Ghost Chair, kombiniert wird. Dieser unterscheidet sich nur durch die fehlenden Armlehnen von der männlichen Variante. Dadurch bringt ihr zusätzlich Varianz in das Ensemble und schenkt den Stirnseiten des Tisches Aufmerksamkeit.

Klassisches Ensemble modern interpretiert

Übrigens ist der Ghost Chair ein Stuhl für drinnen UND draußen. Er ist stabil, stoß- und kratzfest, trotzt jedem Wetter und ist außerdem super praktisch. Ganze sechs Stühle können aufeinandergestapelt werden, was ihn zum perfekten Begleiter auf Balkon oder Terrasse macht. Weiteres Plus: Da er aus recyclingfreundlichem Polycarbonat hergestellt wird, ist er noch dazu ein umweltfreundlicher Stuhl. Sozusagen ein Allround-Talent im Geistergewand.

Wirkt frisch in Kombination mit Schwarz-Weiß.

Bis heute wurden weltweit über 1,5 Millionen Exemplare des mystischen Ghost Chairs verkauft. Damit ist er der meistverkaufte Designerstuhl der Welt. Wer einen von ihnen sein Eigen nennen kann, ist im Besitz eines der bedeutendsten Möbelstücke des letzten Jahrzehnts. Und wer erst jetzt so richtig auf den Geschmack gekommen ist, für den haben wir eine günstige Alternative.