RATGEBER

Pimp dein Schlafzimmer

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Das Schlafzimmer einzurichten ist immer ein bisschen paradox: Einerseits verbringt man einen Großteil des Lebens darin, andererseits geschieht das meistens schlafend. Einer entspannten Nachtruhe wird (fast) alles untergeordnet. Die Grundregeln des Feng Shui – z.B. Schränke geschlossen halten und so wenig Elektronik wie möglich – sind sinnvoll und weitgehend anerkannt.

Aber das bedeutet nicht, dass der Designer in euch kein Mitspracherecht hat. Im Schlafzimmer ist weniger definitiv mehr, doch selbst mit kleinen Details könnt ihr große Wirkung erzielen und dem Raum schnell einen frischen Look verleihen. Wir zeigen euch, wie ihr euer Schlafzimmer noch schöner gestalten könnt!

1. Textile Dekorationsideen

Textilien bringen Gemütlichkeit in dein Zuhause. Ein paar neue Kissen sind nicht nur bequem, in bunten Farben setzen sie frische Farbakzente. Eine Tagesdecke überdeckt auch mal ein nicht perfekt gemachtes Bett und wird im Herbst zur Kuscheldecke. Das Beste daran: je nach Saison oder Stimmung gibt es sie in unzähligen Varianten. Wer es gerne schlicht und skandinavisch mag, greift zu erdfarbenen Decken aus edler Merino- oder Lammwolle. Auffallender sind extravagante Muster oder bunte Quilts für einen Hauch Boho-Chic.

Kissen, die Farben von Wänden und Böden aufgreifen und mit Mustern ergänzen, sind gemütlich und dekorativ

 2. Nachttische zum Träumen

Ihr braucht nicht viele Möbel im Schlafzimmer. Aber der Nachttisch ist ein Muss, und hier könnt ihr euch bei der Wahl und dem (selbst veränderten) Design richtig austoben. Schicke Nierentische eignen sich auch als Nachttische und bringen die 50er Jahre zurück, niedrige Hocker vom Flohmarkt perfektionieren den Shabby-Chic-Style und Naturfreunde greifen zum unbehandelten Baumstumpf.

Vielleicht habt ihr auch eine alte Truhe oder einen Koffer auf dem Dachboden, der sich gut neben eurem Bett machen würde? Bücherfreunde stapeln ihre ausgelesenen Romane oder dicke Fotobände zur stilechten Ablage.

Nachttische können Ablage- oder Präsentationsfläche sein

3. Kopfteile mit Persönlichkeit

Die Renaissance der Polster- und Boxpringbetten hat das Kopfteil wieder in den Fokus der Designer gerückt. Im Gegensatz zum Rest des Zimmers, das für einen ruhigen Schlaf eher zurückhaltend dekoriert sein sollte, dürft ihr hier ruhig mutiger sein.

Bezieht das Kopfende mit extravaganten Stoffen oder dickem Vlies. Wenn ihr englische Chesterfield Sofas liebt, dann steppt das Material mit Lederknöpfen ab. Kapitonierung heißt diese Technik und ist ein garantierter Blickfang. Wenn ihr weniger handwerkliches Geschick besitzt, nutzt doch übergroße Kissen oder setzt großformatige Bilder über dem Kopfende ein.

Kunterbunte Kopfteile: ob aus Samt, Holz oder edlem Leder - hier kann man kreativ werden!

 4. Kleiderständer mit Stil

Irgendwo müssen die Klamotten des Tages am Abend ja hin. Ein Hocker oder Stuhl, der oft keinen weiteren Zweck hat, dient normalerweise als Ablage. Dabei gibt es unzählige tolle Kleiderständer, die diese Aufgabe mit Bravour meistern.

Ein Herrendiener präsentiert Jackett und Hose stilvoll und knitterfrei. Auch Schneiderpuppen als Kleiderständer sind alt wie neu heiß begehrt. Oder warum nicht einfach eine Holzleiter zu einer außergewöhnlichen Garderobe umfunktionieren? Soviel sollte euch eure Kleidung wert sein.

 

 5. Stimmungsvolle Lichtkonzepte

Die Beleuchtung prägt die Atmosphäre eines Raumes oft stärker als die Möbel. Wenn ihr nicht auf das Deckenlicht verzichten wollt, sollte es mindestens dimmbar sein. Grelles Licht ist ein Stimmungskiller.

Einzelne Spots über dem Bett werfen indirektes Licht und eine außergewöhnliche Designerlampe auf dem Nachttisch erhellt den Raum selbst dann, wenn sie ausgeschaltet ist. Bastelst du gerne, dann lege LED-Leisten um die Bettkante herum für eine ungewöhnliche Bodenbeleuchtung. Mit Licht lässt sich vieles anstellen, probiert es aus!

 

Warmes Licht schafft eine gemütliche Atmosphäre. Ideal dafür eignen sich Kupferlampen

 6. An die Decke gehen

Hohe Decken sind der Alptraum, wenn es um energiesparendes Heizen geht. Aber für kreative Einrichtungsideen sind sie der Traum schlechthin. Warum verlegt ihr das Bett nicht eine Etage nach oben? Hochbetten sind einfacher montiert, als ihr denkt.

Wenn der Schreibtisch unbedingt ins Zimmer muss, ist darunter der perfekte Ort. Auch eine Sitzecke oder ein begehbarer Kleiderschrank sind dort gut aufgehoben. Damit es nicht zu dunkel wird, solltet ihr allerdings an ausreichend Beleuchtung denken.

7. Elegante Gemütlichkeit

Wessen Schlafzimmer genügend Platz bietet, der kann den Raum nutzen um zusätzlich wohnliche Akzente mit eleganten Polstermöbeln zu schaffen. Ein glamouröser Chaiselongue beispielsweise kann ein Designhighlight werden und bietet gleichzeitig Ablegefläche für Kleidung.

Wer diesen Platz nicht hat, der kann sein Schlafzimmer mit einem luxuriösen Polstersessel oder Hocker aufwerten. Besonders im Trend liegen zur Zeit Sessel aus Samt, mit Kaptionierung à la Chesterfield und in knalligen Farben! Holzstuhl war gestern!

Eine elegante Polsterbank in Tomatenrot kombiniert mit farbenfrohen Kissen macht das Schlafzimmer gleich noch einladender