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Trend Alert: Ethno-Chic

Wen packt nicht manchmal das Fernweh nach fremden Kulturen, andersartiger Ästhetik und dem farbenfrohen Reichtum an Mustern, Farben und Formen, den wir als Weltenbummler auf unseren Reisen entdecken? Wer schon einmal nach Afrika oder Asien gereist ist, ist bestimmt schon in den Genuss der gewaltigen Farb- und Mustervielfalt und deren einmalige Kombination dieser gekommen.

 

Oft denke ich mir: Das kann doch nicht wirklich zusammenpassen! Dieses grellgelbe Zick-Zack-Muster und dann diese feinen, filigranen Blumen-Prints?

 

Und es geht doch! Die Mode macht das schon lange vor. High-End-Labels wie das Modehaus Erdem oder Valentino sind Meister der Print-Kombinationen und zeigen uns, dass man sich von Kopf bis Fuß in verschiedenen Mustern kleiden kann und trotzdem fabelhaft aussieht! Der Stilmix befolgt nur eine Regel: Es muss ein roter Faden erkennbar sein.

 

Bereits kleine Accessoires wie Vasen oder ein verzierter Stuhl verhelfen zum trendigen Ethno-Chic

 

Das ist der große Vorteil des Ethno-Looks. Wir würfeln asiatische Hochzeitsschränke in tiefem Marsala-Rot und afrikanische Maskenfiguren zusammen, toppen das Ganze mit bunten Textilien wie persischen Kelim-Kissen und einem marokkanischen Beni Ouarain und obwohl wir hier mehrere kulturelle Looks zusammenbringen, passt es doch perfekt zusammen!

 

Grundsätzlich gilt für das Einrichten im Ethno-Stil die Rückbesinnung und Erschließung vergessener Traditionen. Kulturelle Verbundenheit und die Wertschätzung für Handgefertigtes sind Trends, die gegen die massive Kommerzialisierung laufen.

 

Folkloristische Elemente und traditionelle Muster und Farben geben deiner Einrichtungen eine ganz persönliche Note, setzen Akzente und versprühen „Weltenbummler-Charme“. Ein schönes Kissen in indischer Farb-und Musterpracht beispielsweise wertet bereits ein eher langweiliges Sofa ungemein auf.

 

Marokkanische Teppiche oder orientalische Kelims liegen zurzeit absolutem im Trend-Fokus und machen dein Zuhause wohnlich und stylish.

Unsere Top Favoriten

 1. Textilien mit Ikat-Print

Ikat bezeichnet eine spezielle Webtechnik, bei welcher das Garn vor der Verarbeitung zum Teil gefärbt wird. Der Begriff kommt aus dem Malaiischen und bedeutet übersetzt so viel wie abbinden oder umwickeln.

 

Im Grundverfahren entstehen dadurch Gewebe mit einfachen Streifenmustern. Durch eine gezielte Färbung bestimmter Abschnitte können jedoch tolle geometrische Muster entstehen. Übrigens hat sich der Ikat-Print schon lange in der Mode durchgesetzt und zaubert die schönsten Muster auf Textilien!

 

 2. Orientalische Teppiche

Orientteppiche liegen zur Zeit hoch im Trend. Die Auswahl ist groß! Der Klassiker ist der Perserteppich aus dem heutigen Iran und Afghanistan.

 

Hier unterscheidet man zum Beispiel zwischen den bunten, flach gewebten Kelims und Hochfloor-Teppichen wie flauschigen Gabbehs. Der Vielfalt der kreativen Muster ist kein Limit gesetzt und selbst wenn deine Einrichtung eher steril und minimalistisch ist, passt ein richtig schöner Perser immer gut rein!

 

Wer es nicht ganz so bunt mag kann beispielsweise auf den marokkanischen  Beni Ouarain setzen. Benannt nach einem nomadischen Berberstamm sind die Teppiche aus unbehandelter Wolle gewebt, cremeweiß und mit braunen, grauen oder schwarzen geometrischen Mustern, meist Rauten, dekoriert. Sie zeichnen sich durch dieses minimalistische Muster und eine angenehm weiche Textur aus.

 

Der marokkanische Beni Ouarain ist ein beliebter Designklassiker unter den Orientteppichen

3. Asiatische Möbel

Ob chinesischer Hochzeitsschrank, indische Tische aus handbemaltem Mangoholz oder orientalische Keramikhocker: Asiatische Möbel sind immer ein Hingucker und setzen aufregende Akzente in der Wohnlandschaft.

 

Das Großartige: Man muss hier keinen roten Faden ziehen und darauf achten, dass das Möbelstück sich vom Stil her in der Einrichtung wiederholt. Ein einzelnes Teil kann wunderbar allein in Szene gesetzt werden und wertet damit eine eher cleane Möblierung wunderbar auf!

 

 4. Dschungel-Feeling

Kein Platz für Zebra, Elefant oder Tiger? Falsch gedacht! Wir holen uns den Dschungel und die weite afrikanische Steppe ins Haus. Und zwar mit Tierprints und tropischen Mustern.

 

Dabei kann es ein kleiner Beistellhocker wie beispielsweise ein gemusterter Pouf sein oder eine Lampe im aufwendigen Design mit einem Elefanten als Lampenhalter. Für welchen Weg man sich auch entscheidet, bereits kleine Änderungen können etwas „wilden“ Charme in dein Heim bringen.

 

Kleiner Tipp: Wer nun nicht gleich einen asiatischen Hochzeitsschrank oder eine Elefanten-Lampe zur Hand hat, der kann sich vorerst an exotischen Materialien wie Bast oder Bambus bedienen. Beispielsweise in Form eines Wäschekorbs oder einer kleinen Schmuckdose. Die setzen auch schon interessante Akzente und sind etwas unauffälliger.

 

 

Bereits ein paar afrikanische Masken bringen wilden Flair in dein Heim