RATGEBER

Trend Alert: Vegan Wohnen

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Nachdem in meinem Freundeskreis der Anteil der Veganer stetig zunimmt, komme ich nicht drum herum mich zu fragen, wie weitreichend so eine Entscheidung für einen neuen Lebenswandel eigentlich ist. War man eben noch auf der Suche nach einem Käse-Ersatz, geht es auf einmal um essentielle Fragen des Alltags. Was ist zum Beispiel mit meinen Schuhen? Wirklich vegan wäre ich mit denen nicht. Und der Kuhfellteppich im Wohnzimmer? Ich fange an, meine Umgebung genauer wahrzunehmen und bemerke schnell: Da steckt mehr Tier drin als vermutet!

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Ein Blick ins Wohnzimmer:

Ganz offensichtlich kommt ein Ledersofa natürlich nicht in Frage. Web- und Wirkstoffe aus Biobaumwolle oder synthetischen Stoffen sind gute Alternativen zum Leder. Da kann ich mit meiner textilbezogenen Couch ja schon mal gut punkten. Aber auch ein Blick auf die Füllung sollte man nicht vergessen, wenn man sich vegan einrichten möchte. Federkernpolsterungen oder Schaumstoff sind hier bedenkenlos wählbar.

Wie ich bei meinen Recherchen zum Thema erfahre, gibt es durchaus Modelle deren Sitzkissen mit Federn gefüllt werden und damit natürlich tabu sind. Genauso wie zum Beispiel auch dekorative Kissen mit Bezügen aus Angora oder Seide. Wie gut, dass in der Textilindustrie mittlerweile immer mehr Alternativen angeboten werden. Pflanzliche Fasern wie Baumwolle oder Hanf sind da natürlich ganz weit vorn. Aber auch Flachs für die Gewinnung von Leinen oder Kokosfasern für Teppiche oder Wandverkleidungen haben mittlerweile einen immer größeren Stellenwert.

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Ein Blick ins Schlafzimmer:

Mit meinem Massivholzbett bin ich hier schon mal gut beraten. Für angenehmen Schlaf und besseres Raumklima sorgen die Modell aus naturbelassenem Holz, da sie Lösungs- und Bindemittelfrei sind und bei der Herstellung keine Lacke oder Klebstoffe verwendet werden. Und vorbei sind nun auch die Zeiten von Daunenkissen und -decken. Dass die weichen Daunen auch heute noch oft Tierquälerei bedeuten, lässt wohl kaum noch jemanden ruhig schlafen. Um mich dennoch gemütlich zu betten, gibt es zum Glück großartige Alternativen aus Natur- oder Kunstfasern.

Daunenkissen sind tabu!

Ein Blick in die Küche:

Das hier vegan gekocht wird steht außer Frage. Aber wie kann ich auch die Zubereitung oder Aufbewahrung vegan gestalten? Kork ist ein überaus geeignetes Material für die Küche und eine zu 100% erneuerbare Ressource. Im Schnitt kann die Rinde der Korkeiche nach 9 -11 Jahren neu geschält werden und nachdem die Korkplatten ca. 6 Monate zum Trocknen gelagert werden, können Formteile wie Flaschenkorken herausgestochen werden. Durch verschiedenste Prozesse geschmeidig und weich gemacht, ist das Material ideal zur Aufbewahrung von Lebensmitteln oder als Verschluss für Flaschen und Karaffen. Und macht nicht auch das Dekorieren gleich viel mehr Freude, wenn man weiß, dass für die Produkte nicht ein einziger Baum gefällt wurde?