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Ergonomie-Ratgeber auf Home24

Was ist Ergonomie?


Der Begriff „Ergonomie“ setzt sich ursprünglich aus den griechischen Ausdrücken „ergos“ und „nomos“ zusammen – wobei Ersteres für das deutsche Wort „Arbeit“ und Letzteres für „Gesetz“ oder „Regel“ steht. Zusammengesetzt lässt sich Ergonomie sinngemäß als „Arbeitsgesetz“ oder „Regeln der Arbeit“ beschreiben. Prinzipiell bedeutet der Begriff nichts anderes, als das Verhältnis des Menschen zu seinem Arbeitsplatz – wobei die Umgebung so an das jeweilige Individuum angepasst werden soll, dass ein weitestgehend störungsfreies, optimiertes Arbeiten möglich ist. Erreicht werden kann dies unter anderem durch eine körpergerechte Gestaltung der Arbeitsstätte. Übrigens: Die zentrale Bedeutung eines ergonomischen Arbeitsumfeldes lässt sich nicht zuletzt an der wissenschaftlichen Erforschung des Themas ablesen: So ist sie ein Teil der Arbeitswissenschaften, die z.B. die Auswirkungen der täglichen Arbeit auf den Menschen untersucht. Im Laufe der Zeit hat der Begriff „Ergonomie“ allerdings auch immer mehr Einzug in den Alltag erhalten. War Ergonomie früher primär ein Qualitätsmerkmal von Büromöbeln, wird heute eine Vielzahl der erhältlichen Einrichtungsgegenstände ob ihres ergonomischen Charakters bewertet.

Warum ist Ergonomie so wichtig?

Das Ziel eines ergonomischen Umfeldes ist es, langfristige Schäden an Körper und Geist zu verhindern. Beispiel Büro: Wer seinen Arbeitsalltag an zu hohen oder niedrigen Schreibtischen und auf ungeeigneten Bürodrehstühlen verbringt, wird die Folgen zumeist schon früh bemerken – Rücken- und Gelenkschmerzen können die unangenehmen Konsequenzen sein. Abseits des eigentlichen Mobiliars lässt sich ebenfalls Einiges für das menschliche Wohlbefinden tun – etwa durch eine augenschonende Neuausrichtung der gegebenen Lichtverhältnisse oder gelegentliche Arbeitspausen. Aber auch die Psyche des Menschen findet in der ergonomischen Gestaltung der Umgebung zunehmend Beachtung. So können Überforderung, Mobbing und Co. das menschliche Wohlbefinden ebenso schädigen und gesundheitliche Probleme hervorrufen wie unergonomische Möbel-Stücke.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Ergonomische SitzpostitionDie optimale Gestaltung des Arbeitsplatzes ist wohl die Paradedisziplin der Ergonomie. Besonders Menschen, die den Tag an Schreibtisch und Computer verbringen, sollten viel Wert auf eine adäquate Gestaltung der eigenen Arbeitsstätte legen. Studien haben ergeben, dass rund die Hälfte aller Büroarbeiter unter Rückenproblemen und ähnlichen Beschwerden leidet. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die richtige Ausrichtung von Stuhl, Bürotische und Monitor gelegt werden. Erst die perfekte Kombination aller drei Komponenten miteinander trägt für ein angenehmes Arbeitsklima Rechnung. Als Faustregel gilt: Höhe von Schreibtisch und Stuhl sollten so aufeinander abgestimmt werden, dass Arme und Beine jeweils rechtwinklig abgelegt werden können. Die Füße sollten fest auf dem Boden stehen und die Arme ohne Probleme auf der Schreibtischplatte aufgesetzt werden können. Tische und Stühle, die höhenverstellbar und drehbar sind, eignen sich darüber hinaus optimal für Arbeitsplätze, an denen mehrere Personen arbeiten. Zudem sollten stets einige Arbeitspausen eingelegt werden, in denen aufgestanden oder ein paar Schritte gegangen werden kann – so lassen sich Knochen und Gelenke entlasten. Damit Augen und Wirbelsäule nicht übermäßig leiden, sollte daneben auf die richtige Höhe des Bildschirms und dessen optimalen Abstand zum Betrachter geachtet werden. Grundsätzlich gilt: Der obere Teil des Monitors sollte in etwa auf Augenhöhe liegen, um einen steifen Hals zu vermeiden. Der Abstand zum Nutzer wird dabei verlängert, je größer der Bildschirm ist. Bei einem 15 Zoll-Geräte sollte die Distanz mindestens 50 Zentimeter betragen, bei 18 Zoll-Modellen schon rund 80 Zentimeter. Als Lichtquelle ist übrigens Tageslicht am besten geeignet, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen. Ist dies nicht möglich, kann mit geschickt platzierten Lampen sowie einer klugen Mischung aus direktem und indirektem Licht eine adäquate Alternative geschaffen werden. Heutzutage gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Lichtquellen: Von Deckenleuchten und Wandleuchten über Stehleuchten bis hin zu Tischleuchten oder Pendelleuchten ist alles dabei. Die Ergonomie-Maßnahmen machen indes nicht nur für die eigene Gesundheit Sinn, sondern können auch dazu beitragen, die eigene Arbeitseffektivität zu steigern. Denn nur wenn man sich an seinem Arbeitsplatz auch rundum wohlfühlt und nicht durch körperliche Beschwerden beeinträchtigt wird, kann die eigene Produktivität vollends ausgeschöpft werden.

Ergonomie im alltäglichen Leben

Auch wenn sich die wortwörtliche Bedeutung des Begriffs „Ergonomie“ primär auf die Bedingungen am Arbeitsplatz konzentriert, hat der Ausdruck im Laufe der Zeit Einzug in den ganz normalen Alltag erhalten. Viele Menschen in Deutschland und der ganzen Welt leiden unter Rücken- und Gelenkproblemen – die nicht selten von falschem Sitzen, Liegen oder Tragen herrühren. Grundsätzlich gilt auch im Alltag das Gleiche, was für die Arbeit am Büro-Schreibtisch gilt. Allerdings kommen im heimischen Bereich noch Möbel wie Sofa und Sessel hinzu, bei denen etwa mit einem untergeklemmten Kissen die Wirbelsäule entlastet werden kann. Auch ein häufiger Wechsel der Sitzposition kann Knochen- und Gelenkbeschwerden verhindern helfen. Eine ganz besondere Bedeutung unter ergonomischen Gesichtspunkten nimmt der nächtliche Schlaf ein – kein Wunder, verbringt man doch ca. ein Drittel des Lebens schlafend. Aus diesem Grunde sollten Matratzen und Lattenroste nicht zuletzt nach deren ergonomischen Gesichtspunkten ausgewählt werden. Ganz wichtig: Jeder Mensch bevorzugt andere Schlafunterlagen. Aber egal ob harte oder weiche Matratze, wichtig ist, dass die Schlafstätte die eigene Wirbelsäule entlastet und die entsprechenden Körperpartien optimal stützt. Weitere Informationen zum Thema Matratze und Bett finden Sie in unserem Betten-Ratgeber und Matratzen-Ratgeber. Übrigens: Der Home24 Wohnratgeber verrät viele weitere praktische Tipps und Tricks rund um Wohnen und Einrichtung.