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Wie pflege ich Teakholz richtig?

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Schon die alten Holländer haben erkannt, dass weder Wind noch Wetter Teakholz etwas anhaben können und bauten ihre Schiffe aus dem harten und widerstandsfähigen Material. Heute macht sich das Holz besonders gut auf dem Balkon oder im Garten. Was es bei seiner Pflege zu beachten gibt, kannst du hier nachlesen.

Blick Richtung Sonne: entspannte Momente auf der Teakholzliege

Teakholz ist ein kleines Naturwunder. Durch einen ungewöhnlich hohen Anteil an Kautschuk im Holz bleibt seine Oberfläche auch ohne besondere Nachbehandlung über Jahre hinweg wetterfest und geschmeidig-schön. Das Holz ist sehr hart und abriebfest und weist Säuren sowie Wasser sehr gut ab. Deswegen wird es immer noch im Bootsbau verwendet und erfreut sich vor allem in Form von Gartenmöbeln großer Beliebtheit.

Natürlich verändert sich das Holz trotz seiner besonderen Beschaffenheit: Mit der Zeit entwickelt es eine sogenannte Patina. Das bedeutet, dass seine honigbraune Farbe etwas verblasst und einen silbrigen Schimmer bekommt. Das heißt nicht, dass die Qualität des Holzes nachlässt. Flecken können weiterhin mit einer Bürste und Wasser – oder im Härtefall mit Hilfe von Kernseife – entfernt werden, ohne dass die Substanz darunter leidet. Hat der Teaktisch während einer Grillparty einen besonders hartnäckigen Fettfleck abbekommen, kannst du auch feines Schmirgelpapier einsetzten, um diesen wieder loszuwerden.

Romantisch und verspielt: eine Essgruppe aus Teakholz im Rosengarten

Möchtest du, dass deine Teakmöbel über Jahre hinweg so aussehen wie am ersten Tag, ist das ebenfalls kein Problem. Da Teakholz gerne im Schiffsbau verwendet wird, findet man im Bootszubehörmarkt das richtige Mittel für die Konservierung der schönen honigbraunen Farbe: Teaksealer oder Teaköl. Auch in gut sortierten Baumärkten kannst du mittlerweile fündig werden. Spezielle Wachse auf Bienenwachsbasis eignen sich ebenfalls zur Versiegelung der Möbel. Ihr Vorteil ist, dass sie völlig natürlich und damit ungiftig sind. Wichtig ist, dass du vor dem Aufbringen mit Schwamm, Pinsel oder Bürste das Möbel gut reinigst. Sonst besteht die Gefahr, ungewünschten Schmutz gleich mit zu konservieren.

Lunch & Dinner unter freien Himmel: An dem ausziehbaren Esstisch findet jeder einen Platz

Besagter Teaksealer ist zwar nicht ganz billig, aber du brauchst ihn nur einmal im Jahr, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Teaköl und -wachs sollten drei- bis viermal pro Saison aufgetragen werden. Außerdem solltest du sparsam bei der Behandlung vorgehen. Eine dünne Schicht reicht vollkommen. Nach der Behandlung solltest du das entsprechende Möbel mit einem weichen Tuch abreiben. Nach zwei Stunden Einwirkzeit können Tisch, Stühle oder Hocker wieder ganz normal benutzt werden. Auch wenn das Holz sehr widerstandsfähig ist, ist es trotzdem ratsam, es im Winter abzudecken. So kannst du dich lange an deinen wunderbaren Teakmöbeln erfreuen.

Eine Ruhe-Oase aus Teak