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Dr. Home | 10 Ideen für die kleine Wohnung

Wer würde nicht gerne in einem richtig großzügigen Palast wohnen mit schier unbegrenztem Platz, sich zu entfalten? Die Realität sieht jedoch meist anders aus. Gerade in Großstädten, wo Wohnraum immer mehr zur Mangelware wird, muss die eigene Bowlingbahn erst einmal hinten anstehen. Ob Mehrfamilienhaus oder Studentenbude: Unser Dr. Home verrät dir seine Tricks, wie du eine kleine Wohnung so einrichtest, dass sie trotzdem wohnlich und großzügig wirkt.

1. Kleine Wohnung gut durchplanen

Eines geht bei kleinen Wohnungen nicht: Erst mal die Sachen mit nach Hause nehmen und dann findet sich schon ein Platz. Denn mit eben jenem solltest du sparsam umgehen. Bevor du Möbel bestellst, solltest du also erst einmal auf dem Grundriss planen, ob deine Möbel so in die Wohnung passen, wie du es dir vorstellst, und ob du dann noch genügend freie Fläche hast. Denn die brauchst du unbedingt, wenn deine Bude nicht zu eng wirken soll.

Wenn du nicht das volle Setup unterbringst, also Sofagarnitur, Esstisch, Arbeitsplatz und Bett, heißt es: Prioritäten setzen und Kompromisse eingehen. Was ist dir wichtig? Wenn du zuhause wenig Büroarbeit machst, reicht wohl auch ein Tisch zum Essen und Arbeiten. Wenn du dich jeden Abend auf dein Sofa freust, solltest du ihm einen festen Platz einräumen und zur Not Abstriche beim Essplatz zu machen.

 

 

2. Die richtigen Möbel für die kleine Wohnung

Zwei Dinge gilt es zu beachten, wenn du dich in einer kleinen Wohnung einrichten willst. Erstens: Kannst du da noch Stauraum unterkriegen? Denn den brauchst du. Zweitens: Wie wirken die Möbel im Verhältnis zu den Proportionen des Raumes? Ein Ecksofa, in der Zimmerecke platziert ist eine gute Möglichkeit, viel Sofaplatz in den engen Raum zu bringen und ihn trotzdem noch offen wirken zu lassen.

Bei Sideboards, Stühlen usw.: Setze auf schlanke Formen, filigrane Möbelbeine und durchsichtige Materialien bzw. Designs. Sperrige, klobige Einrichtungsstücke hinterlassen einen gedrungenen Eindruck. Je mehr Sicht auf den Raum gelassen wird, desto großzügiger und geräumiger wirkt er.

Hast du eine niedrige Decke, machen sich niedrige Möbel besser, damit sich dem Auge viel freie Fläche in der Vertikalen bietet – so wirkt der Raum nicht so gedrungen.

 

 

Hier kriegst du immer noch was unter

3. Flexibel bleiben mit cleveren Funktionsmöbeln

Ein guter Tipp für kleine Wohnungen sind Möbel mit Mehrfachnutzen. Zum Beispiel ein Couchtisch mit Stauraum, ein aufklappbares Sofa mit Bettkasten, in dem du Decken o.ä. unterbringen kannst. Und natürlich ein Schlafsofa, auf dem du Gäste auch in deinem bescheidenen Zuhause komfortabel nächtigen lassen kannst. Polsterhocker und Poufs sind ebenfalls flexibel und praktisch – du setzt sie mal zum Füßehochlegen, mal als Sitzplatz, mal als Ablage ein – immer da, wo du sie gerade brauchst. Und Möbel mit Rollen wie zum Beispiel ein Beistelltisch stehen dir zur Seite, wenn du etwa beim Fernsehen essen willst, um dann danach dezent wieder in der Ecke zu verschwinden.

 

 

4. In die Höhe denken

Hast du im Grundriss wenig Stellfläche, musst du die Höhe ausnutzen. Viel Stauraum bieten Regale, die bis zur Decke reichen. Willkommener Nebeneffekt: Auch optisch wirkt der Raum durch solche Möbel höher. Zudem können dekorativ eingeräumte Regale sehr viel wohnliche Atmosphäre vermitteln.

Dinge, die du nicht so oft brauchst (z.B. Reisetaschen), finden einen guten Platz auf Wandregalen, die du unter Decke montierst, etwa auf der Höhe der Türrahmen. Überhaupt: Nutze die Wand, wo es geht. Wandregale sind der beste Freund der kleinen Wohnung.

Und hier muss natürlich auch der Studentenbuden- und Kinderzimmerklassiker genannt werden: Mit einem Hochbett ziehst du eine zusätzliche Ebene in deinem Raum ein und hast den Platz darunter zur freien Verfügung.

 

Schuhregal? Kriegst du auch an der Eingangstür unter

 

5. Freie Flächen schaffen

Wie schon gesagt: Eine kleine Wohnung wirkt großzügiger, wenn das Auge viel leere Fläche wahrnimmt. Stelle die Möbel also an die Wand und lass in der Mitte eine große Gehfläche, welche du mit einem Teppich noch einmal als optisches Zentrum markierst. Lass nicht zu viel rumstehen, sondern verstaue deine Habseligkeiten besser außerhalb des Blickfelds. Hier ist also gute Organisation gefragt.

Der Trick mit der freien Fläche gilt übrigens auch für die Wände. Such dir eine Wand der Breitseite aus, die du bewusst wenig mit Möbeln verstellst. Du kannst sie auch nochmal per Farbanstrich optisch betonen. Ein zentral angebrachtes großes Wandbild lässt den Raum größer wirken als wenn du die Wand mit vielen kleinen Bildern dekorierst.

6. Der Spiegeltrick

Bestimmt ist es dir auch schon mal am Kühlregal im Supermarkt so ergangen, dass du dich von den seitlich angebrachten Spiegeln zur Illusion verleiten lassen hast, dass das Regal fast endlos weiter geht. Und was dein Supermarkt kann, kannst du auch. Statt einem Wandbild kannst du einen großen Spiegel in einem dekorativen Rahmen anbringen. Das vergrößert den Raum optisch und wirkt wie ein zusätzliches Fenster, da es auch die Lichtmenge im Raum vergrößert.

 

Spiegel vergrößern den Raum, Querstreifen und großzügig dimensionierte Vorhänge strecken ihn optisch

 

7. Großzügige Vorhänge vergrößern den Raum optisch

Kleiner, aber effektiver Trick: Wähle große Vorhänge und lass sie ein gutes Stück neben und über dein Fenster hinausragen. Der wallende Stoff vermittelt die Illusion einer größeren Wandfläche.

8. Farbe trickreich einsetzen

Auch mit einem gezielten Farbanstrich kannst du deinem Raum zu einem geräumigeren Charakter verhelfen.

Betone eine Wand farbig. Wenn du das Problem hast, eine niedrige Decke zu haben, lass dabei oben einen Streifen weiß – das streckt den Raum optisch. Sehr raffiniert ist es auch, die farbige Wand über die Decke weiterzuführen – so verschwimmen die Grenzen. Die Farbe sollte dabei aber nicht zu dunkel gewählt sein, denn das kann eher erdrückend wirken.

Bei schmalen Räumen kannst du dir ein Prinzip aus der Mode zu Eigen machen: Querstreifen strecken. Vielleicht findest du ja eine schicke Tapete, die sich gut in deinen Raum einfügt?

Generell empfiehlt es sich, auf helle Farben wie Weiß, Hellgrau, Beige oder helle Holztöne zu setzen. Faustregel: Helle Töne vermitteln Großzügigkeit und Weite, dunkle Farben lassen einen Raum gedrungen und gedrückt wirken.

 

 

 

Nur 40 cm Breite für ein Bett? Doch, das klappt.

 

9. Viele kleine Lichtquellen

Auch mit der richtigen Beleuchtung bestimmst du den Charakter, den deine kleine Wohnung bekommt. Du kannst ihn größer wirken lassen, indem du viele kleine Akzentbeleuchtungen verteilst. Das können kleine Stehlampen sein, Regalbeleuchtungen, beleuchtete Vitrinen oder Bereiche, die du mit LED-Streifen hervorhebst. Der Effekt: Im Dunklen rücken die schummrig beleuchteten Zonen in den Hintergrund und lassen den Raum größer wirken. Zum Lesen nutzt du dann eine direkte Beleuchtung durch eine Leselampe.

Sehr effektvoll ist es auch, ein bis zwei Wände gleichmäßig mit Deckenspots auszuleuchten. Atmosphärischer als eine normale Allgemeinbeleuchtung in der Zimmermitte ist das in jedem Fall.

 

 

 

Wenig Bodenfläche? Dann verschaffen dir Wandboards mehr Stauraum

 

10. Reduktion zum Lebensstil machen

Die oberste Maxime in der kleinen Wohnung lautet: Weniger ist mehr. Sie läuft schneller Gefahr, vollgestellt zu wirken wie eine Rumpelkammer. Da heißt es also genau aussuchen, welche Gegenstände du dekorativ ausstellen willst. Setze also auf wenige Dekogegenstände und Stehrümchen, um einen aufgeräumten Eindruck zu erzeugen.

Und auch wenn du schon mit unseren Tipps und cleveren Möbeln für Stauraum gesorgt hast: Die Menge der Sachen, die du unterbringen kannst, ist begrenzt. Du solltest also regelmäßig ausmisten und dich von den Dingen trennen, die du nicht mehr brauchst. Minimalismus zum Lebensstil zu erheben, wirkt auf viele Menschen jedoch sehr befreiend. Sie berichten von einem Gefühl von Freiheit, sich nur für das zu entscheiden, was man wirklich braucht. Nicht umsonst sind Decluttering, Lagom und Minimalismus zu den Lifestyle-Trends der letzten Jahre geworden. Ebenfalls logisch: Je weniger Dinge es in deiner Wohnung gibt, die potenziell im Weg herumliegen, desto leichter fällt es, Ordnung zu halten.

 

 

Fazit:

Raum ist in der kleinsten Hütte – mit ein paar Tricks und bewusstem Haushalten kannst du ihn richtig groß erscheinen lassen, sodass auch dein bescheidenes home zu deinem castle wird.

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