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Lederbezüge richtig pflegen und reinigen

 

 

Ein Ledersofa ist eine Anschaffung, die Bestand hat. Echtleder ist so robust und langlebig wie kein anderer Möbelbezug, und anders als die meisten anderen Materialien wird Leder mit der Zeit immer schöner – wenn du es denn richtig pflegst. Hier verraten wir dir, was du beachten musst, damit du an deinem Ledersofa, -sessel oder -stuhl lange anhaltende Freude hast.

Warum sollte man Ledermöbel pflegen?

Generell sind lederbezogene Möbel ziemlich unempfindlich gegenüber den Widrigkeiten des Alltags. Ein bis zwei Mal im Jahr solltest du das Leder jedoch einem speziellen Pflegeprogramm unterziehen, um seine Geschmeidigkeit, seine Farbigkeit und seinen Glanz zu bewahren. In trockener warmer Luft und besonders in direkter Sonneneinstrahlung kann es austrocknen und spröde werden. Dadurch kann die Oberfläche rissig werden. Mit einem speziellen Pflegemittel wird das Leder nachgefettet und nachgefeuchtet und fühlt sich wieder wie neu an.

 

Wie pflegt man Ledercouch und Co.?

Zuerst muss man erst mal unterscheiden, um welche Art von Leder es sich handelt, da es für die unterschiedlichen Lederarten speziell zugeschnittene Pflegemittel gibt.

Offenporiges Leder wie Anilinleder und Semianilinleder aus besonders hochwertigen Tierhäuten (in der Regel Rinds- oder Büffelleder) ist angenehm weich anzufassen und erwärmt sich schneller. Optisch kann man auf der Narbenseite noch gut die natürliche Struktur der Hautmaserung erkennen. Dafür ist es aber auch besonders anfällig für Flecken und Spuren.

Meist wird die Hautoberfläche mit einer schützenden Pigmentschicht überzogen, was das Leder feuchtigkeits- und fleckenabweisend macht. Hier spricht man von Glattleder, und in den allermeisten Fällen ist das die Art, die auf deinem Ledermöbel verwendet wird.

Im Gegensatz zum beschichteten Glattleder hat Rauleder bzw. Veloursleder (zum Beispiel Nubukleder) eine aufgeraute Oberfläche, die sehr weich und samtig wirkt.

Informiere dich also bei der Wahl des Pflegemittels, welches für dein Möbelstück am besten geeignet ist.

Ledercouch reinigen

 

Ein Ledersofa verspricht langanhaltende Freude

Bevor du das Pflegemittel aufträgst, solltest du erst einmal die Oberfläche reinigen, damit das Fett gut in die Poren einziehen kann und du den Schmutz nicht ins Leder einarbeitest. Dafür reicht es, das Leder mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abzuwischen. Perfektionisten verwenden dafür destilliertes Wasser, um Kalkrückstände zu vermeiden. Nimm dafür nicht zu viel Wasser!

Reinigungsmittel solltest du nicht verwenden. Aggressive Chemikalien können nämlich die Oberfläche schädigen. Im Falle hartnäckiger Verschmutzungen reicht es, etwas verdünnte Seifenlauge zu nutzen.

Für die regelmäßige Reinigung deines Sofas (z.B. einmal pro Woche) tut es ein trockenes Staubtuch, um Staub, Haare und Krümel zu beseitigen. Für Rauleder empfiehlt es sich, die Polster mit dem Staubsauger und der weichen Möbelbürste abzusaugen.

Pflegemittel auftragen

Wähle, wie bereits oben geschrieben, eine Leder-Pflegemilch, -Pflegecreme oder ein Pflegeöl, das für dein Ledermöbel geeignet ist. Wie du das Pflegemittel aufträgst, erfährst du auf der Verpackung. In der Regel nutzt du dafür ein sauberes, weiches Stofftuch, mit dem du das Mittel dünn aufträgst und es gleichmäßig auf der Oberfläche verteilst. Schon fertig! Diese Prozedur sollte ungefähr einmal pro Jahr wiederholt werden, oder zweimal, falls das Möbel einem extrem trockenen Klima oder viel direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

 

Leder wirkt einfach edel, auch auf Kleinmöbeln und Accessoires

Durch das Pflegemittel wird das Möbelleder nicht nur wieder aufgefrischt und geschmeidig gemacht, sondern auch imprägniert, sodass sich die Widerstandsfähigkeit gegenüber Flecken und Feuchtigkeit wieder verbessert.

Ups! … Flecken entfernen aus Lederbezügen

Und wenn mal ein Malheur passiert? Keine Panik! In aller Regel sind glatte Möbelleder beschichtet, weswegen Flüssigkeiten einfach abperlen. Hier reicht es, das Verschüttete einfach mit einem saugfähigen Tuch aufzunehmen. Nicht reiben, keinen Druck anwenden, sondern einfach abtupfen! Schmutzflecken lassen sich ebenso leicht mit einem leicht feuchten Tuch abwischen. Wenn das nicht reicht, gib etwas Neutral- oder Kernseife auf den Lappen, aber vermeide aggressive Reinigungsmittel.

Ist der Schmutzfleck schon getrocknet, versuche ihn etwas aufzuweichen, bevor du ihn wegwischst. Versuche nicht, ihn abzukratzen, weil du damit die Pigmentierung ablösen und hässliche Kratzer hinterlassen könntest.

Grundsätzlich sind die Chancen, einen Fleck herauszubekommen umso besser, je frischer er ist.

 

Nur eine von vielen Farben, in denen Sofa Hudson erhältlich ist

So vermeidest du Schäden an deiner Ledercouch

In einem normal warmen, normal feuchten Raum geht es deinem Ledersessel oder der Couch prima. Du solltest sie jedoch nicht direkt an den Heizkörper stellen, da das Leder durch die Wärme schneller spröde und rissig werden kann. Vermeide auch direkte Sonneneinstrahlung, da sonst die beschienenen Stellen mit der Zeit ausbleichen könnten – eine regelmäßige Behandlung wie oben beschrieben wirkt dem entgegen.

Die handelsüblichen Glattleder sind sehr haltbar und robust. Spitze und scharfe Gegenstände können dennoch ungewollte Spuren hinterlassen. Pass also auf bei Knöpfen und Reißverschlüssen an den Kleidern. Auch dass eine neue Jeans Spuren auf hellem Leder hinterlässt, ist bereits vorgekommen. Wenn du ein weißes Ledersofa hast, solltest du dich vorsichtshalber nicht stundenlang mit der fabrikneuen Jeanshose draufsetzen. Manchmal lassen sich solche Verfärbungen noch mit Lederreiniger beseitigen oder zumindest aufhellen.

 

Mit nur wenig Pflegeaufwand ist ein Ledersofa eine Anschaffung für die Ewigkeit

Am meisten Schaden nehmen Ledercouches durch Katzenkrallen. Vereinzelte Kratzer, die entstehen, wenn sich die (gar nicht so samtigen) Pfötchen beim Laufen auf dem Polster festkrallen, kann man mit speziellen Produkten noch ausbessern, hat die Katze das Sofa hingegen als feste Kratzstätte auserkoren, ist der Totalschaden schon vorprogrammiert. Grundsätzlich sind Ledermöbel also nicht die beste Wahl für Katzenhaushalte.

Fazit

Ledercouch und –sessel sind im Allgemeinen unempfindlich und pflegeleicht. Mit einer regelmäßigen Behandlung erhältst du den hochwertigen Bezug dauerhaft und sorgst dafür, dass deine Möbel lange Zeit so schön bleiben wie am ersten Tag.