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Ratgeber

Welche Matratze ist geeignet, wenn man viel schwitzt?

Robert Goldbach • 09.04.2021 • 4 min geschätzte Lesezeit

Bett mit temperaturausgleichender Matratze

Wer nachts viel schwitzt, deswegen sogar unter unterbrochenen Nächten leidet, sollte sich eine möglichst atmungsaktive Schlafumgebung schaffen. Die besten Matratzen hierfür sind Federkernmatratzen, die bedingt durch ihren Aufbau für eine gute Luftzirkulation sorgen. Was du sonst noch so beachten solltest, erfährst du auf dieser Seite.

Wenn Nachtschweiß zum Problem wird

Junges Mädchen, das mit weit aufgerissenen Augen unter einer weißen Bettdecke hervorschaut

Nachtschweiß kann zum Problem werden, aber das muss nicht so bleiben.

Viele Deutsche kennen das Problem, nachts verschwitzt aufzuwachen: Die Stirn ist nass, der Schlafanzug klebt am Körper, Bettdecke und Laken sind klamm, und man muss sich erst einmal umziehen, vielleicht sogar duschen. Durch die nächtliche Unterbrechung fühlt man sich am nächsten Morgen unausgeschlafen, und gerade wenn das Problem häufig auftaucht, kann das den Betroffenen sehr zu schaffen machen. Nachtschweiß, von Fachleuten Hyperhidrose genannt, kann viele Ursachen haben. Die gute Nachricht: Oft kann schon mit der richtigen Matratze und Bettwäsche eine gewisse Abhilfe geschaffen werden.

Schwitzen in der Nacht ist ganz normal und dient der Kühlung des Körpers. Bis zu einem halben Liter Flüssigkeit gibt der Körper pro Nacht ab, bei Menschen mit der entsprechenden Veranlagung sogar noch mehr. Deswegen ist es so wichtig, dass die Matratze, die Bettwaren und Textilien atmungsaktiv sind und die Feuchtigkeit schnell an ihre Umgebung abgeben. Ebenso sollte ein Wärmestau vermieden werden, wie er etwa bei zu dicken Decken entstehen kann.

Die besten Matratzen für Vielschwitzer

Graues Polsterbett mit zwei Matratzen in einem modern eingerichtetem Zimmer

TFK-Matratze Geltex Quantum Pure von Schlaraffia

Eine gewisse Atmungsaktivität ist eine Grundvoraussetzung aller Matratzen, da jeder Mensch wie gesagt zu einem gewissen Maße schwitzt. Dafür werden beispielsweise Matratzenbezüge mit speziellen Klimafasern wie Tencel® verwendet, in Kaltschaummatratzen sind mitunter Luftlöcher eingebracht, ebenso wie in anderen Schäumen.

Dennoch gibt es eine Matratzenart, die am besten geeignet ist für alle, die ein kühleres Schlafklima bevorzugen:

Für die beste Belüftung sorgen Federkernmatratzen. Der Grund liegt auf der Hand: Ihr Kern ist nicht massiv, sondern im Prinzip ein einziges Luftkissen, das sich zwischen den Drahtfedern befindet. Dieser Aufbau verhindert einen Wärmestau unter dem Körper, da die Körperwärme ins Innere abgeleitet wird und die Luft mit jeder Bewegung durchmischt wird.

Die aufgewärmte Luft (welche mehr Feuchtigkeit transportiert) wird dann durch die Seiten nach außen geleitet. Deswegen haben Federkernmatratzen von allen Matratzenarten das luftigste Schlafklima. Diese Voraussetzungen für gute Atmungsaktivität müssen natürlich auch durch die Schaumauflage und den Bezug (s. u.) erfüllt werden. Gleiches gilt auch für Boxspringmatratzen, die in ihrem Inneren sogar zwei Lagen Taschenfederkerne integriert haben und entsprechend viel Raum zum Luftaustausch bieten.

Zu unseren Matratzen

Die Wahl des richtigen Matratzenbezugs

Bestelltisch mit Lampe, Glas und Vase neben einem Holzbett mit Matratze

7-Zonen Visco-Kaltschaummatratze von mazzy

Der Matratzenbezug dient nicht nur dazu, die Matratze einzuhüllen, seine Zusammensetzung spielt eine wichtige Rolle für den Schlafkomfort und somit auch für das Schwitzen. Matratzenbezüge müssen viele Eigenschaften vorweisen können: Sie sollten weich, saugfähig, möglichst schadstofffrei, widerstandsfähig und waschbar sein. Aus vielerlei Gründen sind Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Seide die beste Wahl für die Feuchtigkeitsregulation.

Bei hochwertigen Bezügen werden mehrere Textilsorten miteinander vereint, um deren positive Eigenschaften zusammenzubringen: Das ist gemeint, wenn du dem Wort „Doppeltuch“ begegnest. Zwischen den zwei Lagen Stoff befinden sich weiche Fasern wie zum Beispiel Lyocell/Tencel®, welche aus Cellulose gewonnen werden. Dies kannst du zum Beispiel bei unseren Mazzy-Matratzen feststellen. Ihr Tencel®-Bezug ist saugfähiger als Baumwolle, sanfter als Seide und kühler als Leinen.

Tipps gegen nächtliches Schwitzen

Frau im weißen Nachthemd auf einem Bett mit geblümter Bettwäsche liegend

Eine Dusche vor dem Schlafengehen, die richtige Kleidung und atmungsaktive Bettwäsche können bereits helfen.

Neben der Wahl der richtigen Matratze gibt es noch:

  • Die Wahl der richtigen Bettdecke: Feder- und Daunendecken sind beliebt bei allen, die es warm mögen. Wer hingegen zum Schwitzen neigt, ist besser mit möglichst dünnen Decken beraten – im Sommer kann sogar ein einfaches Leintuch reichen.
  • Naturfasern wie Wolle gewährleisten zwar einen guten Feuchtigkeitsaustausch, könnten aber auch als zu warm empfunden werden. Eine dünne Wolldecke, bezogen mit einem geeigneten Bezug (s.u.), stellt einen guten Kompromiss dar.
  • Die richtige Bettwäsche: Ein Baumwolltuch hat ein angenehmes Hautgefühl und kann bis zu 50 % ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen. Noch geeigneter ist kühlende Seidenbettwäsche – die aber wegen der aufwendigen Rohstoffgewinnung auch entsprechend preisintensiv ist.
  • Auch die Webart der Bettwäsche spielt eine Rolle für das Hautgefühl: Seersucker-Bettwäsche hat eine gekräuselte Struktur, die angenehm luftig auf der Haut aufliegt. Satin-Bettwäsche fühlt sich sanft und seidig an.
  • Auch Schlafanzüge können Schwitzen begünstigen. Trage nachts lieber kurze, leichte Baumwollkleidung, oder Sportkleidung, deren Material dafür optimiert ist, den Schweiß abzuleiten.
  • Es gibt spezielle Topper bzw. Matratzenauflagen, die einen guten Feuchtigkeitstransport aufweisen und mit denen eine weniger atmungsaktive Matratze nachgerüstet werden kann.
  • Die ideale Raumtemperatur zum Schlafen ist 18 °C. Dreh die Heizung nachts runter.
  • Lüfte vor dem Schlafengehen noch einmal gut durch. Gerade im Winter ist das besser, als das Fenster offen zu lassen, da das nur die Wände auskühlt, die dann energieintensiv wieder beheizt werden müssen.
  • Dusche dich vor dem Schlafengehen noch einmal kurz ab, und zwar nicht zu heiß.
  • Und natürlich können es auch Alltagssorgen sein, die uns nachts schweißgebadet aufwachen lassen. Gönne dir vor dem Zubettgehen noch eine Entspannungsphase mit Tee, sanfter Musik und einem Buch, damit dein Geist zur Ruhe kommen kann.

Kurz und knapp

Nächtliches Schwitzen muss nicht krankhaft sein. Wer ein luftiges, leichtes Schlafklima bevorzugt, fährt am besten mit einer Federkernmatratze, welche die beste Luftzirkulation bietet und Feuchtigkeit ableitet. Ein atmungsaktiver Matratzenbezug ist ebenfalls sehr wichtig. Daneben sollten auch Bettwaren, Bettwäsche und Schlafkleidung möglichst atmungsaktiv sein und die räumlichen Schlafbedingungen passen.

Allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens!

Bildquelle: @Alexandra Gorn | @Tracey Hocking

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