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Eine Reise nach: Südtirol

 

Für die einen ist das Meer der Sehnsuchtsort, für die anderen sind es die Berge – und Südtirol ist so ein Urlaubsziel, in das nicht wenige begeisterte Alpenfans jedes Jahr aufs Neue reisen. Grund genug, uns die norditalienische Region in unserer Reiseserie mal genauer anzusehen. Wir zeigen dir, was ihr spezielles Flair ausmacht und wie du dir ein Stück dieses Lebensgefühls nach Hause holst.

In der Natur zuhause

Nach Südtirol fährt man nicht, um das pulsierende urbane Leben auszukosten, sondern für eine Auszeit von diesem. Mit Meran und Bozen gibt es zwar auch Städte, die durchaus einen Aufenthalt lohnen, in erster Linie ist die Region jedoch bekannt als Paradies für Wanderfreunde. Ob hoch oben auf den Almen oder inmitten von grünen Wäldern mit plätschernden Gebirgsbächen: Überall finden sich traumhafte Wanderrouten, die durch die reichhaltige und einzigartige Bergnatur führen.

Obwohl Tourismus ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Südtirol ist, haben die Alpenländer nicht den Fehler begangen, auf Masse zu setzen, sondern haben es geschafft, die Ursprünglichkeit, die Traditionen und die heile Bergwelt in hohem Maße zu erhalten. Entsprechend sind das Naturerlebnis und die traditionsreiche, bäuerlich geprägte Leben in den grünen Berglandschaften die Hauptattraktion dieses Urlaubsziels.

 

 

Das Südtirol-Feeling

Wer Südtirol-Fans fragt, was denn das Besondere an diesem Ort ist, wird sicher viele Aspekte aufgezählt bekommen: die klare Luft, die türkisgrünen Bergseen, die Weite und das viele Grün werden wohl genauso aufgezählt werden wie die Küche, die regionalen Erzeugnisse und die freundlich-gelassene Atmosphäre der Bewohner. Wer die Entschleunigung sucht, wird sie hier sicher erleben. Am besten erlebt man das Land beim Urlaub auf einem der zahlreichen bäuerlichen Gästezimmer – sehr viele landwirtschaftliche Betriebe fahren zweigleisig und betreiben neben dem Bauernhof noch Gastwirtschaft. Mit großer Gastfreundlichkeit empfangen kann man so direkt ins authentische Landleben eintauchen.

Lokale Spezialitäten

 

Knödeltris ist ein beliebtes Gericht, das in Almhütten serviert wird

Die bäuerliche Landwirtschaft und ihre Produkte spielen eine große Rolle beim Südtirol-Erlebnis. Die regionalen Erzeugnisse wie Wein, Säfte, Speck, Brot und Käse prägen die lokale Küche. Oftmals kann man die Produkte direkt beim Erzeuger beziehen oder verköstigen: In sogenannten Hof- und Buschenschänken werden Produkte aus eigener Herstellung gereicht. Diese öffnen meist saisonal begrenzt zum traditionellen “Törggelen“, so nennt man die Verkostung des Weins aus eigener Herstellung. Dazu werden einfache, aber schmackhafte und deftige Gerichte gereicht wie Schlutzer/Schlutzkrapfen (eine Art Ravioli), Speck- oder Käseknödel, Bauerngröstl oder eine zünftige Brettljause (Wurst- und Käseplatte). Mitunter trifft die traditionelle, recht nahrhafte bäuerliche Küche auf leichtere mediterrane Einflüsse, die von weiter südwärts kommen.

Kultureller Schmelztiegel

 

So aufsehenerregend wie in Südtirol die alpine Bergwelt auf mediterrane Weinlandschaften trifft, so spannend ist auch das Zusammentreffen der kulturellen Einflüsse. Auf der einen Seite ist es den alpenländischen Nachbarländern Österreich und Schweiz sehr ähnlich, auf der anderen Seite hat auch die entspannte südliche Lebensweise ihre Spuren hinterlassen. Gesprochen wird Deutsch, Italienisch und Ladinisch. Und natürlich geht auch die Moderne nicht ganz spurlos an dem Land vorbei. Die Pflege der Traditionen wird jedoch so gut bewahrt, wie es nur geht, wie sich auch an der starken Sesshaftigkeit der Bewohner zeigt. Klar, denn wer will schon wegziehen, wenn man schon an einem der schönsten Orte der Welt wohnt?

So wohnt Südtirol

Wer sich ein bisschen vom alpenländischen Urlaubsflair nach Hause holen will, kann es sich mit ein paar Kniffen und Elementen auf Südtiroler Art gemütlich machen.

 

 

1. Kommode Finca Rustica | 2. Aufbewahrungskorb Udine | 3. Flechtkorb | 4. Garderobenleiste Napa | 5. Rinderfell Chiapas | 6. Bettwäsche Skalluvaara| 7. Dekoschaf

 

Die starke Verwurzelung in der Tradition findet sich ganz klar in der Einrichtung wieder. In erster Linie dominiert das Material, das örtlich am meisten verfügbar ist: Holz (wie z.B. Lärche). Die traditionelle alpine Bauweise der Häuser kombiniert ein gemauertes Steinfundament mit hölzernem Aufbau und Dachschindeln. Auch die Möbel bestehen bevorzugt aus Massivholz. Ergänzt wird das durch rustikale Metallbeschläge und traditionelle Formen. Weitere gute Stilpartner sind Wolle, Filz und Fell – nur logisch, da ja auch die Tierhaltung ein wesentlicher Bestandteil des bäuerlichen Lebens ist. Eine sichere Bank für Alpenflair sind Karomuster und Geweihe, sofern man das mag. Weitere Stilmittel wären Kerzen, Spitzengardinen oder geflochtene Körbe – also alles, was man zum einfachen Landleben braucht. Ein Kamin, sei es ein echter oder auch ein Elektrokamin, setzt der Atmosphäre die Krone auf.

Jedoch muss man nicht voll an die Kitschgrenze gehen und braucht auch nicht alles mit Stehrümchen vollstellen. In vielen Ferienwohnungen lässt sich ein Mix aus diesen traditionellen Stilmitteln und moderneren Elementen beobachten.

Spannend wird es zum Beispiel, wenn geradlinig-moderne Formen von Polsterstühlen oder Sofas auf uriges dunkles Holz treffen. Sorge also ruhig für Kontraste und inszeniere sie bewusst, um einen kleinen charmanten Stilbruch herzustellen.

 

 

 

Naturmaterialien wie Felle und Holz prägen den alpinen Wohnenstil

 

Weitere Must-sees in Südtirol

☀️ Der Wanderwege gibt es viele. Ein besonders spektakulärer ist der durchs Langental im Naturpark Puez-Geisler und stellt eine Teilstrecke bei der Umrundung der Drei Zinnen dar. Immer wieder gibt es hier einen grandiosen Ausblick auf die Bergmassive.

☀️ Die Hauptstadt Südtirols, Bozen, besticht durch hübsche mittelalterliche Architektur und eine Spur italienisches Dolce Vita. Zum Bummeln lädt der Weg entlang der Talfer ein. Kulturell Interessierte sollten den Bozener Dom nicht verpassen, und natürlich kommen auch Shopping-Freunde in den Boutiquen und italienischen Spezialitätenläden auf ihre Kosten.

☀️ Einer der schönsten Bergseen ist der Pragser Wildsee inmitten des Pragser Tals. Im Naturpark Fanes-Sennes-Prags gelegen, wird er von einem Rundwanderweg gesäumt, der auch für Wanderanfänger und Kinder geeignet ist.

☀️ Wer lieber baden geht, fährt weiter südwärts nach Kaltern und sucht eine der Badestellen um den Kalterer See auf. Auch Segeln oder Windsurfen ist auf dem größten und wärmsten Badesee Südtirols möglich.

Kurze Rast am Pragser Wildsee

Kurzum: Südtirol hält unzählige Entdeckungen bereit. Wer einmal dort war, wird verstehen, warum viele von dort nicht mehr weg wollen. Oder wiederkommen. Und sich wenigstens ein Stück mit nach Hause holen wollen.