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Im Trendfokus: Vertikale Gärten

Vertikal_Garten_Teaser

Grün, grün, grün sind alle meine Wände! Wir lieben unser Big-City-Life, müssen uns aber eben aufgrund dieses urbanen Lifestyles den Luxus großer Gärten und bunter Balkone leider oft verkneifen. Dass wir nun einen Kompromiss finden können, mit dem wir auch noch gesünder leben, haben wir dem französischen Botaniker Patrick Blanc und seiner Erfindung der vertikalen Gärten zu verdanken.

Die immer feuchten Felswände der tropischen Regionen in Südostasien dienten dem Gartenkünstler Blanc als Inspiration für seine Erfindung der „grünen Wände“, mit welcher er bald ganze Häuser äußerlich bepflanzte. Wie bei allen Trends gibt es auch bei diesem eine Weiterentwicklung – und diese zieht nun nicht nur auf die Wände kleinerer Balkone, sondern gleich in die Wohnung.

Blumentöpfe im romantischen Country Look

Die vertikalen Gärten lassen uns das Stadtleben mit der Natur verbinden, sie verschmelzen sie auf eine besondere Art und Weise mit der Architektur moderner Gebäude und bringen uns gleichzeitig Gesundheit ins Heim. Während sich sonst nur Schling- und Kletterpflanzen nach oben hin ausbreiten konnten, werden nun komplette Gartenbereiche nach innen und in die Senkrechte gebracht. Anstelle von Bildern hängen wir uns nun natürliches Grün an die Wand.

Das kann ganz individuell in Form eines Farnteppichs im Flur, einer Kräuterwand in der Küche oder eines echten, bunten Blumengemäldes im Wohnzimmer sein. Hierbei ist vor allem die Technik wichtig, denn im Gegensatz zur emporrankenden Wandbegrünung durch Efeu oder Wein an der frischen Luft werden bei Wandgärten mehrere Pflanzen – je nach Belieben auch unterschiedliche – neben- und übereinander an die Wand angebracht. Hierfür ist eine geeignete Wandkonstruktion nötig, die vor allem eine wasserdichte Dämmschicht zur Hauswand beinhalten sollte.

Tee & Kuchen wie im Dschungel

Auch das Licht spielt beim vertikalen Garten eine nicht unerhebliche Rolle. So arbeiten einige Systeme mit speziellen Leuchten, um vom Tageslicht unabhängig zu sein. Generell ist es aber immer besser, Wandgärten in lichtdurchfluteten Räumen bzw. in der Nähe eines Fensters anzulegen.

Nachdem man sich für eine Variante des Inhouse-Gärtchens entschieden hat, kann man sich noch an einem weiteren Nebeneffekt erfreuen: Ganz nebenbei tun wir nämlich auch unserer Gesundheit etwas Gutes. Mit dem Garten in der Wohnung verbessert sich das Mikroklima. Die Blätter geben Feuchtigkeit in den Raum ab, was zum Beispiel die trockene Heizungsluft ausgleicht. Die Pflanzen reichern die Luft mit Sauerstoff an, filtern die Schadstoffe und den Feinstaub heraus und absorbieren unangenehme Gerüche. Ganz nebenbei wird auch die Akustik im Raum verbessert, weil Hall- oder Störgeräusche minimiert werden.

living4media_11126443_HiResGrün macht gute Laune

Am allerwichtigsten ist aber: Das Grün entspannt unseren Blick, übt eine beruhigende Wirkung auf das Gemüt aus und lässt uns von bunter Freiheit in der Ferne träumen.